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delung brr FcstungSstrafe in Zuch thauSstrafe anzuordnen. Nur Zuchthausstrafe! Nur lebenslänglich Wolle spinnen! Denn eS steht fest, und hat durch keine gutmüthigen Lügen widerlegt werden können, daß Kinkel bis auf den heutigen Tag noch Wolle spinnt. Hr. von Manteuffel, Minister des Innern, hat dem Sträfling Kinkel sein Gesuch, „die Geschichte der bildenden Künste bei den christlichen Völkern beendigen zu können", rundweg abgeschlagen. So ist daS Urtheil gegen Kinkel in jeder Instanz verschärft worden ; über den Unterschied der FestungS- und Zuchthausstrafe noch ein Wort verlieren zu wollen, wäre unnütz.
Bis zu dieser Stunde ist eS noch Niemanden eingefallen, nach- zuwcisen, warum daS Urtheil deS Kriegsgerichts über Kinkel ungesetzlich gewesen. Wir verlangen den Beweis auch nicht. Wir können nur Anspruch machen auf die Aufrechthaltung der bestehenden Gesetzcsformen, wir, die wir fortwährend und unverdrossen mit lauter Stimme die ungesetzliche Revolution proklamiren. Es genügt unS, nachgewiesen zu haben, wie die Reaktion in ihrem Haß gegen den idealen Vertreter der badischen Revolution ihre eigenen Gesetze zu vernichten und zu umgehen sich nicht gescheut habe.
Der Verfasser des erwähnten Aufsatzes schließt seinen Nachweis mit den Worten: „Gott schütze den Dichter vor dem Schicksale Lenau'â und Hölderlin'S!" — Wir wissen nicht, ob Gott ihn schützen wird; aber daS wissen wir, daß wir es dem Hrn. von Manteuffel nicht zu verdanken haben, wenn deâ Dichterö Geist und
Körper leben bleiben! ES gibt eine andere Macht, die den Dichter sicherlich erhalten wird: daS ist die rächende Nemesis der Geschichte, welche den weichen Dichter durch daS Fegefeuer deS Unglücks reinigen und stärken und zu einem eisernen Manne der Revolution umschaffen wird, seinen Freunden zum Schutz, seinen Feinden zum Verderben!
Berlin, Mitte März 1850. *
Nenhesstscher Klatsch.
(Druckfehler.) Die „Neuhefsische" belehrt ihre Leser über einen Artikel der „Hornisse", den sie ercerpirt, daß eS einen Grad von Fanatismus gebe, den sie von der äußersten Nichtswürdigkeit nicht mehr zu unterscheiden vermöge. Wir glauben ihr diese Versicherung herzlich gern, da wir längst wissen, daß ihr Scharfsinn, mit dem sie zuweilen renommirt, nur ein Berliner Mißverständniß ist und ein komischer Druckfehler statt Schaafsinn. —
Berichtigung und Wunsch.
Hr. Löbnitz erklärt uns, daß an dem Gerücht, als habe er Hrn. Haffenpflug seine Aufwartung gemacht, kein wahres Wort sei. Wir machen dies gern bekannt, zugleich mit dem Wunsche, daß die sonstigen Personen, die dem Gerücht nach für Hassenpflug wählen sollen, es ebenfalls für eine Ehrensache hielten, sich öffentlich von diesem Vorwurf zu reinigen. Die Red.
Bekanntmachungen.
(496) Auf dem Wege vom Uhrmacher Kaumann bis zum „goldncn Ergei" und von da bis zur Wohnung des Waldarbeiters Lollet ist gestern eine starkgliedrige goldene Westenkette verloren gegangen. Dem Finder wird vom Einsender dieses, dessen Namen in der Expedition dieses Blattes zu erfragen ist, eine Belohnung versprochen.
(494) Ich sage hiermit den richtigen zünftigen Schneidermeistern der 5. Comp. der Bürgergarde meinen Dank für den kameradschaftlichen Beweis, mir, dem Sohn einer auch zünftigen Schneidermeisters Wittwe^ deren Geschäft ich bis jetzt blos führte, deshalb die Anfertigung eines einzigen Bürgergarden - Rockes für die 5. Comp., in welcher ich so gut wie Sie, meine Herren, meine Dienste thun muß, welcher mir rechtmäßig zufallen mußte, vorenthalten zu haben. Zugleich bedauere ich die Angst, den Eifer, die schneidermeisterliche Begeisterung, in welcher einige der benannten Herren Schneidermeister über diese so großartige Sache sich aussprachen, als mir von Seiten des Herrn Hauptmanns der Rock zugewiesen werden sollte. „Nein, ich lege Protest dagegen ein. Nein, wir haben doch noch immer eine Zunft." Meine Herren, die Zunftverletzung, welche dadurch entstanden wäre, verlache ich im höchsten Grade, und frage Sie, gelehrte Herren, ob es vielleicht jetzt zünftig geworden sei, mich in meinem Streben, für meine Mutter und Geschwister ein rechtliches Auskommen zu suchen, hindern zu wollen, ob es zünftig geworden fei, gegen eine solche Sache als diese zu proiestiren.
G. Matucha, Herren-Kleidermacher.
[487] Einige Mädchen, welche gut nähen könnens finden dauernde Beschäftigung. Wo? sagt die Erped. d. Bl.
hausen, hiesigen Amts, bestellten Vormünder wollen die ihren Mündeln zustehenden, in und um Wölfershausen belegenen Grundbesitzungen, die dasige Mühle und ungefähr 200 Acker Gartenland und Wiesen, wo nicht schon von jetzt, so doch von Johanni d. I. an auf neun nach einander folgende Jahre verpachten. Auch kann das vollständige Mühlen- und LandwirthschastS- Jnventar dabei mit übergeben werden.
Der Unterzeichnete, mit der Verpachtung beauftragt, hat zu dem Ende Termin auf den
5. k. M. April, Vormittags 9 Uhr, nach Wölfershausen in die Wohnung der Wittwe deS Gutsbesitzers HaaS angesetzt, wozu Pachtliebhaber eingeladen werden.
Die näheren Bedingungen der Verpachtung können außer bei dem Unterzeichneten bei der genannten Wittwe HaaS eingesehen werden.
Friedewald, am 18. März 1850.
Greineisen,
Untergerichts-Anwalt.
[495] Z u vermiethen.
In Nr. 265 der Kölnischen Straße (zwei Treppen hoch) ein Zimmer mit oder ohne Möbel auf den 1. April.
<486) Zu dem bevorstehenden Feste halte mein gut assortirteS IVtiil - JLiIbCF in den gangbarsten Sorten und billigen Prei. sen zur geneigten Abnahme empfohlen.
lernst JPeilert, am Markt 443.
(478) Ein Meßlokal zu vermiethen, tiönigsstraße Nr. iss.
Für Ockonomen und Ländercibcsttzcr!
GypS , daS Hornberger Viertel zu 10 Sgr., ist in großen und kleinen Partien zu haben bei J. G. Freudenslein,
(461) nahe am Bahnhof in Morsch en. ^ Trockene Hefen in vorzüglicher Qualität, empfiehlt zum billigsten Preise. <2. Cröpfert,
Paulistr. Nr. 877._____
Kalt- Wasser •lleil^ Anstalt,
Zur Annahme der Jahresrechnung und zur Wahl des Vorstandes ist Generalversammlung auf den 25. d. M. in dem Lokal der Gesellschaft zur Förderung der Wafferheilkunde, Nr. 893 der Hohenthorstraße, 7 Uhr Abends, anberaumt, wozu freundlichst einladet
Kassel am 19. März 1850
[47(0 Beste, Namens des Vorstandes.
(500) Das 23jährige Dienstjubiläum unseres Theater- Veteranen Föppel gibt uns heute Gelegenheit, die zu seinem Benefiz angesagte herrlichste aller Mozart'schen Opern, die „Zauberflöte", zu hören. Möchte doch das Publikum durch zahlreiche Betheiligung beweisen, daß es den Mann zu schätzen weiß, der nicht, wie andere, blos seinen Studien unter unsern Kpohr machte und uns dann verließ, sondern uns auch den Genuß seiner Meisterschaft gönnte, einer Meisterschaft, der selbst das vorgerückte Alter noch keinen Abbruch that. Mochte das Publikum einem Manne. der oft unverdiente Zurücksetzung erduldet hat, beweisen, daß wenigstens die Bewohner Kassels nicht allein Gerechtigkeit zu üben wissen, sondern auch mit Achtung und Liebe an dem hängen, der seine Liebe zu unserer Vaterstadt so oft bethätigt hat. El.
Musikalische Unterhaltung.
Heute, Sonntag, den 24. März, im Lo- kale zvw „ Qstheim'schen Felsenkeller", der sogenannten „Kaffeemühle", wozu ergebens! kinladen die bekannten Sänger
Fr. v. Gülpsen, Nationalsänger, C. Schneider, Bariton, G. Beckee, Bassist.
[ 197] An'ang: 24 Uhr.
(.83) Die über die Kinder des verstorbenen Gutsbesitzers Heinrich Haas zu Wölferâ-
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j Wl G. Kramer Solin, | x Strohhut-Fabrikant aus Brüssel & Mannheim, « â empfiehlt eine neu angckommene Sendung von
S feinsten, schmal gewirkten Brüsseler Roßhaar-, Bordüren- und feinsten
jÄ, italienischen Damen-Hüten, sowie eine Parthie Bordüren-Damen-Hüte ^ unter dem Fabrikpreis. A
4 Das Lager ist bei Herrn Conditor Poppe, vis a vis dem Theater. *
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Kassel. — Verantwortliche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. — Druck der Estienne'schen Buchdruckern.