Einzelbild herunterladen
 

Dritter Jahrgang.

Ersinnt täglich, Montags auSgcnomz mm Sifttfliäbrlicbet Xbotmemmtspretä 24 Sgr. Einzelne Wummern in der Et- pedircon (obere Enteagaffe Nr. 132) zu 6 Hlr.

o r it

r Dsrch aSt Postämter zu beziehen. Inl»- rate die dreispaltige Per rzeile 8 Hlr., bei wiederholter Einrückung b' Hlr. Abonnen­ten erhalten 25 p<5t Rabatt.

BT SS.

Kassel, Sonntag den 10. März

lS50e

Die Mission Hafseupflug s

6.

Der König von Preußen will keine Freiheit, er will die Knecht­schaft. Der König von Preußen will freilich die Knechtschaft nicht in jener brutalen, viehischen Werfe, wie allenfalls eia asiati chcr LeSpot, er will sie in jenem romantischen Gewände, durch jene Hingebung, für die er immer geschwärmt hat, auf dem Boden der freien Begei­sterung, der ritterlichen Treue. Der König von Preußen ist der uu- praktischste, krankhafteste Phantast, der je auf einem Throne saß. Das weiß Oesterreich und Rußland, daS weiß derkriegSkuudige" Prinz von Preußen, am besten aber die Prinzessin von Preußen, die Bcr- liuer Sophie. ,

gine der romantischen Schwindeleien Serner Majestät war zu- fällig auch die Einbildung, als könne er unter Umständen einen Fried- rich den Großen spielen? Seine Majestät schwärmten seit dem März 1843 für die Macht, Größe und Vergrößerung Preußens. Oesterreich war verrufen, der König von Preußen hatte sich dagegen für Deutschlands Einheit verschworen, er hatte gelobt, sich au die Spitze der Bewegung zu stellen. Der Hoheuzollern überwarf sich mit den Habsburger», kvkettirte, unterhandelte mit Laglaud und Frankreich, stellt/ sich kalt gcLe» Rußland. ES war nicht etwa eine gemeine W-ndbculelei, trenn die Gagern, Baffermânnrr und deren -sivv-chast versicherten, Seine preußische Majestät würden keinen Anstand nehmen, sich zum Rafer von Germania proklamiren zu lassen, Seine Majestät satten wirklich die romantische Grille, in Frankfurt den deutsche» Kaiser zu spielen. Natürlich dachte der König nicht daran, allezeit Mebrer des deutschen, sonder» allezeit Mehrer des preußischen Reiches zu sein.

Mit Schwindlern, wie der König von Preußen ist, maß man vorsichtig sein. Rußland, daS in jener Zeit allein bei Verstand gr- dlieben, wirkte durch England und Frankreich, durch die Umgebung deS Königs, nicht aber direkt auf Wiederherstellaug der königliche» Besin uuug. Man kurirte den KSuiz von seinem partielles Waha- sism Als getreac Werkzeuge bei dieser Kar dientes antet Ander» Hr. 5. Ramitz und die Gerlachssche Partei. Der abeutcserliche Radowi; imrouirte dem koa:gl:chrn Gemüth und ließ .a^e.ee nicht ahnen, daß es eben ssr behasdelt werd«, die Gerlach ich: Partei warst« dasselbe s»d drehte ihm für seine Lermessesheil mit der Strafe deS H mmrls, schreckte eS mit dem La ich, ss.

Der König vo» Preußes verzichtete im Namen GorreS und der Legrtimitâl auf »it Srsse Dest-chla-dS. D:e Ra-owitz cht Lrc.köagS- verfd"ung war eis Ver è n»»gS-, Be 'âuf: ;gsagssrUrl »ach terse» Srirè» hin, nach den Gothaer T-'vel- hrs gat S::a« Ma i LI neu Preußen. Die getäuschte» Kuder wurdes gerriüet, die einen dadurch, daß sie in der Radv-vitzssch-u K-mpil-tir- ihrer F-aska-rer B.sdftnu »leierfant«, daS aurerr, Lerne Majestät ^r.. ch, inttm mas »hm für der Frankfurter K a: er Tw Erirrer Reich . - -~- -v-'l * 3m.tr.

Der erste Theil der Kur war gelnsges, es ge.l nun dem zwi. kn. Oesterre ch war wieder zu Krähen gek.ame». Ea-r-st â.t. die prrsßi'chr Pern: re, über d.e heimliche» Lerha-dl ragen PrenßesS mit Frankreich «::rt über tw LdrgrößerrngSd.aue der re mau:-, ya Majestät, trat eS jetzt esse, ssr das rresßi^che Lab^e: az: 'srdertt Bekehr»-- Raß.-ad ckr-dirlr. Des rrmart. chr» Kèmg, ertappt »f seinen swchw-.er cha'tliche» Gelüstes, übersiel Lchaasr rsS Ae_z. D e Gerlach che Parrei, »sd ent chr Hr Hasser:'-Lz, erheb chr Haupt immer Salzer, Hr. s. Radrwitz, der Zef.it, der Bettelmarch rrS lla-rru, ;.' e ve Kre e immer enger rar erger. Der Karig va» Preußer zeuchmigte daS Zutrr:» und rkSidrrrr fern $nfiW3>j.

Eine» König darf man nicht komvromittirea. Sin Ministerium Gerlach, die offene Erklärung, daß aus Erfurt nichts werdeu könne und dürfe, wurde aber dahi» erführt haben. Hr. v. Radowitz wurde beweglicher als je, die Partei Gerlach schickte ihre O-uartiermacher aus, unter Allder» auch de» Herrn Hanevpsiug nach Kurhesseu. Die Schwiudeleir» des Köuigs vvu Preußen werde» auf dieselbe Weise abgrwikgelt, wie die ganze Revolution zertheilt, zerstört morde» ist.

Wir sind zu Ende. Hr. Hassrnpflnz bedeutet den Abfall vo» Erfurt. Die Wahlen tahin sind Spiegelsechtereieu, alle Versicherungkn deS neuen Ministers nach vieler Seite hin sind Worte, Worte, Worte. Der alte Bund und Kurhessen sind gerettet. Radowiy, Gerlach, Hassenpflllg handel» sämmtlich im Sinne Oesterreichs.Ter beste Freund Preußens", ruft Hr. v. Gerlach,ist der Feiud seiner decmalizeo Politik", d. h. der Anhäuger des alten Bundes.

Die Karten waren gut gemischt, daS Spiel mußte gewoune» gehen. Es wußte gewonnen gehen, weil der Gothaer Blödsinn sich gar nicht denken konnte, daß eS außer dem Hru. v. Gagern noch eine andere Hand gäbe, in der die Fäden der Weltgelchrchle zusawmeulie» fen, daß der König von Preußen selbst zu den Geoasfübrte» gehöre. Die Prinzessin von Prenßev, welche Hr». v. Gagera versicherte, sie schwäroie für die Frankfurter Kaiserkomödie, also eiu Weib hat den großen Gagern, hat diebesten Männer" Dru.'lchlaads, dieEi- geulilchen", überlistet.äm LLgdleia nasruhtl ei^f'

Wird der König vv» Preußen gar keine Vergütung für das Eillllehmrs der bittern Medizin erbitten ? Vielleicht nein! Die Treulosigkeit unO die Sitelfeit müssen bestraft werrcu. Vielleicht ja! Noch ein paar Mslitürkouve»tio»en, ein paar sächsische Herzog­tümer sönnen möglicher Weise der Erwerbung HoheazolleruS nach- folgcn. Los ist aber auch ÄlleS.

Die Hauvlsache ist. Laß von j-^è an der Kaiser von Oesterreich »ad Genosie» ein wachsames Auge aur Leise lüsterne, sozuverla'sige prraßifche Majestät habe» werten, daß ron jetzt an der Köaiz von Preußeu unter poll^ilicher Asfsicht siebt. Rechnen Eie unter so bt» wülltzre» iäarstäsve» uoch auf Preußen, meine Herren: Schwenk?» Sie rechtS ab, »ach Oesterreich, sie thun wol. daran.

Deutschland.

Kaffel. 9. März. - Hr. Hotop dahier bat tie Freckdeik, einen Lolksdorea tzeeasSzo-ebea ; so muß eia Zkder s. rechen, er mag einer Partei a.gehören, weicher « axü, wenn er die es ^ff che, k:u- ditcheZeng ge-e es »Ser angesehen Hat, was di - rMn dem V: -1 e als gesunde Sprite ausgiSt cn» vor setzen »:n. ll't.^. l7-:e Machen glau­ben gewöhnlich, es fei nurté ernter, a s '.:: S.5jn chreiben, man brauch« sich in x ier Tr v iutnk nur so gehen zu lassen, dann fei man fvv-lär; und mm taffen sie idr W-ü.n laufen. L r eor rtz.-N Hu Hotos das Studium rea ZusiuS Mâier, vom , Wands. eaer Baten - und 'i.ri das Llndinm des herj. V, lösiu . so» Mn ernt

perisischen Gegner Vilmar (a?grfek«n tea seiner S- mwertij, unk er wird bald zu der Ueberzruaung kemnren, daß er ein rle der SrÜA- p« ist in dem Fache, b den « aufum, er oder tn, w lcher ^nler

feiner Maske Waffe: und Fadheiten in sbge'chen »on aller Partei» »in Richtp.

kui B atl.

Luna

des xk.trl isi r solche Schn

Ciuen wie uns in e .n.m be e adern

ige- muwen. c« -i^ar ix den W« » ^" ^^

waare z» untermLUen.

L LaKel, 9. D

e

ZK .s erLrvkt