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1 Kr. Stundengeld zahlt. Ganz Mittellose haben ihre Lage dem Comite vorzuftellen.
3) Allen Mitgliedern znr Erinnerung:
daß in den Clubbs (früher Sektionen) nicht mehr die Vereinsbeiträge einkassirt werden, sondern direkt durch den Vereinserheber; daß der monatliche Beitrag auf mindestens 1 Sgr. gestellt ist. — Mittellose haben sich beim Kassirer zu melden.
4) In den oben benannten Lakaien werden zugleich Liften für diejenigen aufliegen, welche zu einem Sängerchor zusammentreten wollen. Für Leitung und Unterricht wird gesorgt werden. Auch hier gelten die Bedingungen wie unter 1.
Kassel, am 30. Januar 1850.
Im Namen des Komites:
Dr. G. Kellner, Vorsitzender.
Demokratisch-sozialer Verein.
In Gemäßheit der Beschlüsse der Versammlung des Vereins vom 5. Januar:
wonach im Verein Vorlesungen gehalten werde: sollen, für die Vereinsmitglieder gegen Entree von einem Kreuzer — für Nichtmitglieder gegen ein Eintrittsgeld von 6 Sgr. zum Besten der Vereinskasse, mache ich meinen Freunden bekannt, daß ich den 2. Februar, Sonnabend, Abends 8 Uhr, im O estreich'sehen Saale, eine Vorlesung „über die Geschichte der neuesten
Zeit seit Anfang der erstem französischen Revolution" beginnen werde.
Kassel, am 30. Januar 1850.
Dr. G. Kellner.
A n f r a g e.
Dem Vernehmen nach wird nächster Tage eine Commission zur Prüfung des „Schulg esetzentwurfs" zusammen treten. Unter den Mitgliedern derselben soll sich auch — wie er selbst erzählte — der in diesem Blatte so schwer angeklagte Seminardirektor Baumann von Homberg befinden. Man wird daher die Frage natürlich finden: „Wie kann ein in Führung s e i n e s D i e n st e s s o s ch w e r b e s ch u l d i g t e r M a n n, ohne sich völlig gerechtfertigt zu haben, in eine solche Commission berufen werden? Und, falls die Berufung gegründet sein sollte, — woran wir jedoch zur Ehre unserer Staats-Regierung zweifeln — wie will man dieselbe rechtfertigen?
Ernennungen rc.
Der erste Vcrwaltungsbrmte zu Homberg, Georg Sebastian Kremer, ist in gleicher Eigenschaft zum Verwaltungsamts Wolfhagen, und der erste Verwaltungsbeamte zu Wolfhagen, Georg Daube, in gleicher Eigenschaft zum Verwaltungsamte Homberg versetzt. — Die erledigte Pfarrei Mariendorf, in der Klasse Hofgeismar ist dem außerordentlichen Pfarrer Christian Geiße in Felsberg übertragen, und dem Pfarrer Wilhelm Dallwig zu Lützelwig, die nachgesuchte Dienstentlassung bewilligt. — Der Landgerichts - Assessor Karl Hattenbach in Hanan ist als Justizbeamter zum Justizamtc in Wachtersbach versetzt. — Der Kanzlist beim Justizministerium, Friedrich Gundelach ist zum Registrator, und der Landgerichts-Repositar Georg Scheffer in Marburg zum Repositar beim dasigen Ob.rgerichte ernannt. — Der Hülfsprobator I. Christoph Wettich ist zum Probater bei der Obersinanzkammer provisorisch ernannt.
D e k a n n t m a ch u n g e n.
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> die billige Mode -Waaren -und Leinen-Handlung <
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(91) Meinen nahe vor dem Holländischen Thor an der Chaussee gelegenen '/- Acker großer Garten, zu einer Baustelle geeignet, beabsichtige ich aus freier Hand zu verkaufen.
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Ernst kellert, am Markt Nr. 443.
Gesucht werden: Ein Laufbursch, -in'Dienst' Mädchen und ein Lehrling in eine Handschuhfabrick. Nä- hereè in der Expedition d. Bl. 007)
(109) Herr Scribent St______l wird ersucht, das im Jahr 1841 zu Hof für 3 Thlr. gekaufte Tuch zu bezahlen, widrigenfalls fein Name rc. veröffentlicht wird. _____ ________________Herman» MeycrhcK
(HO) Zum Revidiren der Reichsverfassung, Ladestock ins Gewehr! — Schwaizer, Hülfs - Revisor.
(I I I) Zur gefälligen Beachtung.
Außer den verschiedenen Commissionsgeschäftcn besorgt, der Unterzeichneter das s. g Versetzen und Einlösen von Pfändern jeder Art zu jeder Zeit, unter größter Verschwiegenheit und prompter Bedienung.
©. A Kabila,
Commissionair.
Untere Druselstraße Äèr. 253, 2te Etage.
(112) Bier zum Reinigen der Bansen, Gastlokale, verunreinigte, durch eindringende Winkelbrüche, empfiehlt der Herenmcisicc.
(113) Ist nicht in Kassel eine Hofuhrmacherstelle zu haben? In Allendorf a. d. W. ist ein Mensch, der im Jahr 1848 hinter eine Einladung zum Besuch eines Gesellschaftsgartens für alle Stände schrieb:
„ Ls giebt keine Alande mehr ", nru'ieb aber den Beschluß des hiesigen Volkèvereins, an bin Wahlen nach Erfurt sich nicht betheiligen zu wollen, einen Akt des Aufruhrs nannte. Er würde sich zu obiger Stelle eignen. Allendorf a. d. W , 28. Jan. 1859.
(H4j Unterzeichneter beabsichtigt, feine in hiesiger Poststraße gelegene geräumige Gastwirthschaft :
„Zum gvldiie» Engel" mit Realgerechtigkeit, nebst Hofraide, Scheune und den dazu nöthigen Stallungen alsbald aus freier Hand zu verkaufen und bemerkt, daß der größere Theil der Äauf: gelber verzinslich aus diesen Realien stehen bleiben kann. Fritzlar, 28. Januar 1850.
Philipp Fabra, Kaufmann.
AZ" Für Tripperkranke! -LZ
Unterzeichneter erlaubt sich hiermit, allen Heilkunstlern der Menschen seine von ihm erfundenen und selbst bereiteten auflöslichen Bouqies zur Anwendung bei allen Arten von Trippern, Gonorrhoen , zu empfehlen. Das Uebel wird binnen wenigen Lagen ohne irgend eine nachtheilige Folge beseitigt. Die Bongies 'sind von Kurfürstlich Hessischem Ober-Medizinal-Collegio zu Kassel geprüft und für gut gefunden worden , mit der Erlaubniß , diese Empfehlung zu veröffentlichen. Nähere Mittheilung über die Gebrauchs-Anweisung werde ich auf portofreie Anfrage und baare Zahlung für 1 Thlr. 5 Sgr. pr. Ct. od. 2 fl. 30 kr. pro Dutzend geben.
Der Kranke bedarf höchstens 1 bis 2 Dutzend.
I. W. Neymüllcr,
(115) Amts.Wundarzt zu Gudensberg in Kurhessen.
(I Iß) Am Carlsplatz Nr. 8^/,, in der Bierwirth- schaft und Restauration des Hrn. R ü b e l i n g , ist von heute an die erste Gasbeleuchtung.
Bernhard Meyer,
Bierbrauer.
Theater-Repertoire.
Donnerstag, 31.: yclva, ober bie Stumme. Schauspiel in 2 Aufz. von Th. Hell. Hierauf: Tanz. Zum Beschluß: Ein bengalischer Tiegcr. Posse in 1 Auszuge von B. A. Herrmann.
Sonnabend, 2. Feb.: Pie weiße Frau. Oper in 3 Aufzügen von 8. Schneider.
Kassel. Verantwortliche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. — Druck der Estienne' scheu Buchdruckerei.