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darin er ihnen MtSernändersetzt, wadum Md wen sie nach Erfurt wählen müßten. Warum?Weil wir den König von Preußen an die Spitze von Deutschland berufen haben und er erst nach langem Weigern und Besinnen nunmehr darauf eingegangen ist, und den Reichs­tag nach Erfirrt ausgeschrieben hat." Die Thessalonicher werden die- se Logik begriffen haben. Der König von Preußen ist endlich auf den Wunsch des Herrn Carl Bernhardi eingegangen. Wenn ich auf die Einladung eines beliebigen Bürgers nicht zum Frühstück erscheine, andern Tags aber mit ein paar handfesten Kerls in fein Zimmer rücke, ihn vor die Thür und mich auf daS Sopha werfe und mir an seinem Madeira und seinen Austern bene thue , so berichtet davon Hr. Carl Bernhardi:Nach vielem Weigern und Besinnen ist er end­lich auf meine Einladung eingegangen." Ländlich, sittlich. Aber Hr. Carl Bernhardi hat noch einige andere Gründe, warum nach Erfurt zu wählen ist:

1) Weil die oktoyirte Kosakenverfassung Allesenthält, um einen

2)

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guten Anfang (zum baldigen Ende) zu machen."

Weil das oktroyirte Wahlgesetz besser ist, als daS, waSwir" in Frankfurt gemacht haben,denn das haben unS die Oe- stcrreichcr absichtlich verdorben, damit der König von Preu­ßen die Kaiserkrone nicht annehmen solle." (Bekenntnisse einer schönen Seele!)

UebrigenS werden Sie nun auch gesehen haben, daß die Leute, die Ihnen gesagt hatten, daßauf Neujahr Schlacht- und Mahlstcuer eingeführt würden", unrecht berichtet waren." Halten Sie sich an solche Rathgeber, die Ihnen nie die

Unwahrheit sagen."

Gründlicher Carl! Edler Carl! Wenn nur die Oesterreicher nicht gewesen wären!

Frage: Wen sollen Sie wählen? *

Antwort: Wählen Sie einen Mann, der an das Schriftwort glaubt:

Liebe Gott und Deinen" durch daS Wahlgesetz gesicherten Geldbeutel, damitdas Wort der zehn Gutsbesitzer gerade so viel gelte, alâ das der 30 Hausbesitzer und wiederum das Wort der 3 0 Hausbesitzer so viel wie das der 1 0 0 Bei - e sitz er." O bewahre!Liebe Gott über AlleS und Deinen Nächsten je nach dem Steuersätze-- Nein, behüte! Hr. Carl Bernhardi sagt:Liebe Gott über Alles und Deinen Nächsten im Verhältniß von 10

Gutsbesitzern gleich 100 Beisitzern---." Nein, nein, nein! Hr. Carl Bernhardi meint:Liebe Gott wie Dich selbst und Deinen Nächsten wie--." Es ist nicht mög­lich, wir können die Wendung nicht wiedergeben.

Po rro: Wählen Sie einen Mann,der an den zehn Geboten hält, denn es gibt auch Leute, wie vorsichtig! die Mord und Diebstahl für erlaubt halten, wenn er an Menschen verübt wird, die ihnen nicht gefallen." (10 Guts- besitzen gleich 100 Beisitzern.)Auch mit solchen muß man nichts zu thun haben, denn die wird die Hand Gottes sei­ner Zeit doch erreichen, und wehe denen, die mit solchen Gemeinschaft machen." (Vermuthlich wird diese die Hand Gottes seiner Zeit ebenfalls erreichen!)

Hr. Carl Bernhardi ist am Ende. Er bemerkt freilich noch, daß er diesen Brief durch einen erpressen Boten abschicke, weilSie nichts bezahlen sollen" (Anspielung auf den bekannten Henkel vergl den Artikel auö K-rchham!), er läßt freilich auch Frau 'und Kinder grüßen und versichert, daß er es gut meine, eigentlich ist er aber doch am Ende, denn d.e Beziehungen auf die Bibel sollen doch hoffentlich daS Tischgebet enthalten. Und der Kern deâ Pudels« Hr Carl

Leute, die Mord und Diebstahl für erlaubt halten. Hr. Carl Bernhardi ist ein ehrenwerther Mann !

Herr ^VT- ^00 "'acht taè verheißene Schulgesetz? niaeAt^ ^ Sitzungen der Schulkommission seit ëi- An'^öLm3^ b.e vertrauten Sitzungen des Niemand anders als der bekannte j^^ä^ Vogt ist Angedenkens), und Herr Siewutn^at^^

stcnuin Eberhard einige Jahre überdauern wird ? $ ^ ^nr- X S olfcl , 29. xtan. Man spricht von eint < stehenden Vertagung, wo nicht Auflösung unserer Stände'^ Sm- Mâ,°,-> »°» 4 W 5 CM« «a<'«amin9« ministeriellen Politik, wenn von einer solchen bei unserm M^e

i-aNel, 29 äan- - Wir ersuchru unsern Kurrrkpond.ui.n auâ Homberg, auf die Erwiderung deS Herrn Bürgermeisters Mohr in Hom berg (Neuhessische Zeitung vom 29. Januar 1850, Morgenausgabe)

die Antwort nicht schuldig zu bleiben. Der Artikel der Neuhessischen lautet:

Erwiderung.

Der Artikel in der Hornisse vom 22. Jan. 1850 Nr. 18 Homberq, den 20. Jan." enthalt von Anfang bis zu Ende so arge Lügen und freche Ver- läumdungen, daß er wegen dieser Infamien, womit sich der Verfasser jenes Artikels nur selbst besudelt hat, einer Erwiderung nicht werth sein würde, wenn er nicht zugleich einen boshaften Angriff auf die Dienstcyre des Unterzeichneten enthielte, der nach jenem Artikel sich eine (Überschreitung seiner amtlichen Befugnisse habe zu Schulden kommen lassen. Zur Abwehr dieses versuchten (versuchte Interpellation!) giftigen Hornissen- Luchs nur wenige Worte.

Am 16. d. M. hatten die Mittelbesteuerten des Wahlbezirks dahier zu wählen. Die Wahlerzahl betrug nicht, wie jener Artikel angibt, circa 50t», sondern überhaupt etwa 220 (58 aus der etabt Homberg). Von dielen Wahlern war ein großer Theil ungeachtet der ungünstigsten Witterung und der nicht geringen Entfernung der beteiligten Gemeinden erschienen. Die als Wahlmänner gewählten Harten zum Theil über 8 0 Siim men, viele andere Stimmen waren zersplittert. Die Quelle, wor­aus die Behauptung geflossen, daß bei 500 Wahlern nur 29 gewählt hatten, ist sonach eine sehr trübe, d. h. ächt demokratische. (Bravo!)

Die Einladung der hiesig en Wahlmänner zu allen drei Wahlen ist, wie jeder wahrheitsliebende Einwohner Homberg'S bezeugen kann, ganz in gesetzlicher Weise ohne die geringste Strafandrohung geschehen; die auswärtigen Wähler aber sind durch die Wahlkommissioueu ihrer Orte eingeladen worden.

Die weitere Behauptung in jenem Artikel:

daß der Bürgermeister aber nun noch am 1.8. Januar den verzweifelten Versuch machte,das Lumpenpack" zu forciren und jeden Wähler nochmals bei 10 T.)lr. Strafe zu einem neuen Wahltermin einladen ließ rc.", charakterisirt sich durch die einfache Bemerkung, daß am 18. Jan. schon alle Wahlen dahier vollendet waren, als eine boshafte Verlaumdung, womit sich der nur selbst geschändet hat, von dem sie ausgegangen. Homberg, 25. Jan. 1850.

Der Bürgermeister Mohr.

Kirchhain in Oberhessen, 26. Jan. Die durch die Bayr- Hoffersche VertheidigungSrede auch außerhalb KurhessenS bekannt ge­wordene Untersuchung gegen den hiesigen Schlosser Konrad Thielemann, genannt Appel, wegen Majestätöbeleidigung, soll nach einer Unter­brechung in der Kürze zur Fortsetzung kommen. Gegen daS vom Schwurgerichte zu Marburg in dieser Sache gefällte freisprechende Urtheil hat die Staatöprokuratur die Berufung angezeigt und auSge- führt. Das Oberappellationsgericht zu Kassel hat, obwohl die sonst gesetzliche Frist längst verstrichen war, Restitution verfügen müssen, weil der große Staat die Rechte eines kleinen Kindes hat.

Der Angeklagte wird dem neuen Hexenprocessc mit aller Gemüthâ- ruhe entgegengehen. Ohnedies hat er noch einen Leidensgefährten i einem gewissen Neukircher Töpfer, Namens Krauß. Solche Attentäter sind bald leicht zu Dutzenden in jedem Orte zu finden.

An die bald beginnende Wahl zum Erfurter Parlament denken die hiesigen Landgemeinven nicht. Henkel und Konsorten kennen Zie noch vor« früher her. Diesem eben genannten Agenten der hohen Po­lizei und der ausgedienten Neuhessische» wird übrigens der freundschaft­liche Rath ertheilt, sich wegen Verbreitung dieses vielgelesenen, von den höchsten Zirkeln gehaltenen Blattes dahier an jemand Anderes, als an E., zu wenden, der sich durch dergleichen Anträge eben nicht geehrt fühlt. Auch möge für die Zukunft der Herr Kaiserkünftler sich etwas von der demokratischenGemeinheit", solche Sachen portofrei zu übersenden, aneignen. Die Aufträge deö Marburger und Kasseler Gesindels" werden hier pünktlich besorgt.

O Berlin, 27. Jan. (Wie die zweite preußische Kammer über der königlichen Botschaft gesessen hat.) Schade, Schade, daß die Neuhessische" keine telegraphischen Berichte empfängt, sonst würde ihr Herz sich schon auSgeschüttet haben vor Wonne über die Bürgertugend unserer Minorennen! So aber muß die träge Feder Ihnen die stür­mische Hast schildern, mit der die hohen Vertreter der preußischen Minorität sich beeilten, den Wünschen ihres Herrn und Meisters Manteuffel sich zu Füßen zu legen. Am Freitag begann dieernste Stunde" der Simsons, der Beckeraths, der RiebelS, der ArnimS und Bismarks; am Freitag sollte es sich entscheiden, ob die sogenannte zweite Rammer Patriotismus testet, oder an starrer, verderbenbrin­gender Principienreiterei festhält! Ganz Europa blickte von den Tri­bünen herab auf die Vertreter einer ungeheueren Minorität, Radowitz sah ernst und kalt auf seine Puppen, Vater Wrangel bemühte sich, die poetischen Gleichnisse des Grafen Dyhrn zu enträthseln und NaunynS goldene Kette wogte auf und ab auf der von Pairshoffnung geschwell­ten Brust des Berliner Chamäleons. Der Freitag Nachmittag been­dete die allgemeine Diskussion. Ei, wie hell klang das Hahnengeschrei deS Grafen Renard, wie frohlockend das höhnische Lachen der Abso­lutisten! Wie demüthig krochen dieEigentlichen" zum Rednerstuhle, wie gepreßt war daS Herz deS edeln Berichterstatters Simson, wie umdüstert blickte das tiefe Auge des geistreichen Beckerath! ES war der Glanzpunkt der Debatte, alö der Mete Dyhrn dem Minister deS Innern zurief:Oho, wir kennen daö Ministerium hinter den Kou- lissen, das die Vorlagen diktirt hat!" aber nach dieser Kraftan­strengung sanken die Ronstitutionellen matt zurück, sie fühlten daS furchtbare Andringen einer geheimen, einerfinsteren" Partei, alö de­ren Organ Manteuffel sie mit Hohn überschüttete; mit beklommenen