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höchsten Orts darauf bedacht ist, die erschöpften Staatskassen zu füllen, so werden nicht nur neue beschwerliche Abgaben ausgeschrieben, sondern die starken Truppenmassen sind im ganzen Lande vertheilt, so daß je zwei Häuser einen Soldaten ernähren müssen. Die Zahl der neuerwachsenen und entstehenden Abgaben wird mit jedem Tage größer, deren Erhebung immer strenger. Außer den strengsten und theuersten Erccutionèmaßregeln hat die Negierung noch ErecutiouS-Strafen festgesetzt , und zwar zu einem Gulden Polnisch (a 5 Sgr.) vom Hundert für jeden Tag des verfehlten Termins; — diese Beträge — welche oft die Summe von der Steuer erreichen, — werden mit der Steuer zugleich erhoben. Schon heute kann hier Niemand mehr sicher sein, was ihm und was dem Staatsschätze gehört. (N. Oder-Ztg.)
Das Journal von Petersburg gibt jetzt einen offiziellen Bericht über die stattgehabte Verschwörung. Die verderblichen Lehren des Abendlands hätten in Rußland eine Handvoll junger und jeglicher Moralität entbehrender Männer (wir haben diese russischen Phrasen auch bei uns) zu böswilligen Umtrieben bewogen,
die aber der heilige Glauben, die Liebe zum Czaar u. dergl. sofort erstickt habe. „Lästerungen, freche Reden gegen die geheiligte Person des Kaisers, Darstellung der Negierungöaktd in dem falschesten Lichte, daS war das Programm dieser Vereinigung, daö waren die Fragen, welche man in Bewegung setzte, während man den Augenblick erwartete um jene unheilvollsten Entwürfe zur Ausführung zu bringen". Der Kaiser habe die amnestirt, die bloS durch Leichtsinn verführt seien, die wahren Verbrecher seien durch eine Militärkommission gerichtet. Sie sollten wegen Verschwörung zum Umsturz deö Beste- henden erschossen werden. Es sind 21 (Räthe, Lehrer, Subaltern- vssiziere, Studenten, Schriftsteller). Der Kaiser milderte daö Urtheil dahin, daß ihnen vor versammelten Truppen daS Urtheil verlesen werde, und dann erst die Gnade des Czaren zur lebenslänglicher Bergwerksarbeit augekündigt werde. — Und also geschah eS. — ES geht übrigens das Gerücht, man habe die Untersuchung niedergeschlagen, als man auf die Spuren sehr vornehmer und reicher Mitverschworner gekommen. Eine Verschwörung wird doch endlich auch hier glücken!
K e k a n n t m a ch ung e n.
w A ls neuer Keleg
für die vortreffliche Wirksamkeit und Heilkraft der weltbekannten und berühmten
Goldberger schen
Kaiserlich Königlich allerhöchst privilegirten galvano- elektrischen Rheumatismus = Ketten,
welche in Kassel und Umgegend einzig und allein bei Chr. Hoffmann,
Fischstraße Nr. 462, stets ächt und unverfälscht zu den festgestellten Fabrikpreisen (u Stück mit Gebrauchsanweisung 1 Thlr., stärkere 1 Thlr. 15 Sgr. und einfache Sorte 15 Sgr., sowie ganz starke mit doppelter Construction und beweglichem electro-magnetischen Cylinder â 2 Thlr. und 3 Thlr. pr. Stück) zu haben sind, mögen, statt jeden Eigenlobes, nachstehende Zeugnisse hochachtbarer Personen dienen.
Seit zwölf Jahren litt ich an gichtischen Beschwerden und starker Anschwellung des einen Kniees, welches mir zum Oeftern nicht allein bedeutende Schmerzen verursachte, sondern mich auch im Gehen hinderte. Durch die Anwendung und das unausgesetzte zweimonatliche Tragen der G o l d b e r g e r ' scheu galvano-electrischen Ryeu- mansmus-Kette aber ist nicht allein jener Schmerz gänzlich, sondern auch die Anschwellung des Kniees verschwunden, welches ich hiermit zu meiner großen Freude und gern dem Herrn Goldberger bescheinige. Berlin, den G. Juli 1819.
(L. Sj du Tr o s se l,
Königl. Preuß. Oberst, Brigadier der Landgendarmerie, Ritter des rothen Adlerordens, sowie des eisernen Kreuzes ec.
Daß die Goldberger'schen Rheumatismus-Ketten vom Herrn Chr. Hoffmann dahier, nach gemachten Erfahrungen, in Fallen von Rheumatismus der Gliedmaßen, des Kopfes, des Gesichts rc., sowie bei den aus nervösen und rheumatischen Ursachen entstandenen Zahnschmerzen gute Dienste geleistet haben, bescheinigt, Cassel, am 2 November 1849,
(L. S.) Dr. Kampfm üller, Landgerichts-Wundarzt.
Ew. Wohlgeboren beehre ich mich anzuzeigen, daß sich kurz nach dem Gebrauch der von Ihnen erhaltenen Goldberger'schen galvano - electrischen Kette die Gesichts-, Zahn - und Ohrenschmerzen, woran ich wahrend der Dauer des verwichenen Winters in einem hohen Grade gelitten habe, fast völlig verloren haben. Malgarten in Hannover, den 16. April 1648. ' Drostin Freifrau von Dincklage.
Bei einem furchtbaren rheumatischen Zahn- und Gesichtsschmerz, nach einem Gesichtsrothlauf, wo mich alle angewandten Mittel im Stiche ließen, und der bereits durch mehrere Wochen wüthete, hob die Anlegung einer Goldberger'schen galvano-electrischen Kette um den Hals den gräßlichen Schmerz in sehr kurzer Zeit, und kehrte derselbe nicht mehr wieder. Prag, den 1 Januar 1849. Dr. S. Ieiteles, pr. Arzt.
(85) Einem geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß außer einem Lager in allen Sorten H und breiten feinen, als ordinären gebleichten Haus- ma 6)erleinen, auch stets ein Lager in , $ und H breiten ungebleichten-, als gebleichten Leinen, sowohl in feiner, als ordinärer Waare halte.
Marburg, den 19. Januar 1850.
® e o r8 B$ücking seel. Wittwe,
Vorstadt Weidenhausen Nr. 634.
(90) Dem Hm. Luckhardt bezeuge ich hierdurch, daß er mir 11 künstlische Zähne so vorzüglich eingesetzt hat, daß ich im Stande bin, mein Geschäft als Waldhornist wieder ohne alle Unbequemlichkeit zu betreiben.
Wiegelmesser, Hautboist.
(91) Ausweis,
wie durch Fuchsschwanzerei und Augendienerei binnen 5 Monaten 25 Thlr. Gratifikation zu erlangen, ertheilt M.
l-V) Vom heutigen Tage an halten wir Lager un- serer Porzellan- (Steingut-) Fabrikate zum Detail- Bertaul, zu billigen Pressen, im Scheller'schen Lokal, ©lartintftraOe (oberste Gasse, Nr. St, welches wir ver- ehrlichem Publikum empfehlend anzeigen.
Kassel, am 24. Januar 1850.
Hagelstcb & Wcndcroth.
Photographische Portraits sowohl auf Metall wie auf Papier werden täglich in unserm Atelier am Ständeplatz Nr. 393 von 9 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachmittags nach Tags vorher geschehener Anmeldung angefertigt.
Probebilder sind daselbst zur Ansicht ausgestellt.
!• Heunpagée, F. Kluth, Photograph. Portraitmaler.
Theater- Repertoire.
Sonnabend, 26. Jan.: peborah. Volkèschauspiel in 4 A. von S. H. Mosenthal.
Sonntag, 27. Jan.: Zampa, oder: Die Marmor- braut. Romantische Oper mit Tanz in 3 Ausz. nach dem Französischen. Musik von Herold.
Kasse,. Verantwortliche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. — Druck der Estienne' schen Buchdruckerei.
Für Kassel und die 11 mgegend
werden in der Expedition d. Bl., obere Entcngasse Nr. 132, sowie bei den Herren Buckhändlern W. Appel, I. C. I. Raabe u. Comp. und Hun -. Gottschalk Bestellungen für die beiden Monate Februar und März zu IG Sar. angenommen.
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