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ostensibles Bewundern aller verrückten Aussprüche der Herren Semi- narlchrer sind die zur Empfehlung gereichenden Tugenden. DieS sind ihnen die süßen Kennzeichen, daß die Seelen zerbrochen sind, willenlos eine Beute ihres BlindglaubenS. O Jammer! — Welchen Schmerzen, welchen Qualen, welchen Verirrungen schleudern sie diese geknickten, diese zerrissenen Jünglingsherzen in die Arme, diese Jesuiten. Die erziehliche Thätigkeit der Herren Seminarlehrer erstreckt sich hierbei natürlich bis auf die kleinste Kleinigkeit. Hose, Rock, Weste, Mütze, Haare, Brille, Bücher rc. rc., alles erfreut sich ihrer besondern Auf­merksamkeit, und lauge Haare, Steghosen, kurze Röcke, bunte Westen, farbige Mützen und freisinnige, oder viele Bücher haben ihr allerun- gnädigstcâ Mißfallen im Gefolge; dieses Alles, ebenso wie Feinheit, Eleganz im Aeußeren sind ihnen Auswüchse innerer Verdorbenheit. Aber dreimal wehe dem, der ein Komma der religiösen Aussprüche dieser Götter bezweifelt. Ihm ist besser, er wäre nie geboren, denn Rad und Galgen warten sein.

Die Folgen dieser ausgezeichneten Erziehung liegen auf der Hand. Die Seminaristen werden zu Heuchlern, wenn sie nicht ein starkes Herz, ein gesunder Verstand vor diesem Schicksal bewahrt. Sie können sich

schon glücklich preisen, wenn sie nur beides ungebrochen von dieser Schädelstätte der Freiheit und Bildung zu retten vermögen, alâ Leitstern ihrer eignen spätern Erziehung. Die, welche die Kinder des Volks erziehen sollen, haben selbst keine Erziehung, die denkende und freie Staatsbürger bilden sollen, sind selbst nie anâ Denken gewöhnt, niemals aus den gei­stigen Ketten und Banden der Autorität herausgekommen, oder werden eâ erst spät, oftmals nie, denn in den ersten zwei Jahren als Lehrer stehen sie noch unter der Seminarfuchtel, vermöge des zweiten Examens, und für alle Folgezeit sind die Pastöre gewöhnlich so gütig, diese zu er­setzen. Und solche Lehrer sollen daö Volk zur Freiheit heranbilden? Zur Sclaverei werden sie es führen, zum neuen Blindglauben oder zum JndifferentiSmuS, — zum Triumph der Hölle und des Antichrists, der da heißet in Kurhessen Vilmar und Consorten. An dir, Volk, an euch, ihr wahren Volksvertreter, ist es diesen Krebsschaden, der an unser Aller Herzen verzehrend frißt, auszuschneiden, und daS kann nur dadurch geschehen, daß die bestehenden Seminare gänzlich umgeschmolzen werden und daß namentlich die meiste» der fetzigen Seminarlehrer dahin geschickt werden, wohin sie gehören —zum Teufel, zum Beelzebub, ihrem Vater, Herrn und Meister. (Fortsetzung folgt.)

Kekanntmachunge n.

(^ Als neuer Keleg

für die vortreffliche Wirksamkeit und Heilkraft der weltbekannten und berühmten

Goldberger'schen

Kaiserlich Königlich allerhöchst privilegirten galvano * electrischen Rheumatismus - Ketten,

welche in Kassel und Umgegend einzig und allein bei Chr. Hoffmann,

Fischstraße Nr. 462, stets ächt und unverfälscht zu den fcstgestellten Fabrikpreisen (â Stück mit Gebrauchsanweisung 1 Thlr., stärkere 1 Thlr. 15 Sgr. und einfache Sorte 15 Sgr., sowie ganz starke mit doppelter Construction und beweglichem electro-magnetischen Cylinder â 2 Thlr. und 3 Thlr. pr. Stück) zu haben sind, mögen, statt jeden Eigenlobes, nachstehende Zeugnisse hochachtbarer Personen dienen.

Seit zwölf Jahren litt ich an gichtischen Beschwerden und starker Anschwellung des einen Kniees, welches mir zum Gestern nicht allein bedeutende Schmerzen verursachte, sondern mich auch im Gehen hinderte. Durch die Anwendung und das unausgesetzte zweimonatliche Tragen der G o ld b er g c r 'schen galvano-electrischen Rheu- maiièmuL- Kette aber ist nicht allein jener Schmerz gänzlich, sondern auch die Anschwellung des Kniees verschwunden, welches ich hiermit zu meiner großen Freude und gern dem Herrn Goldberger bescheinige. Berlin, den 6. Juli 1849.

(L. S.) du T r o s se l,

Königl. Preuß. Oberst, Brigadier der Landgendarmerie, Ritter des rothen Adlerordens, sowie des eisernen Kreuzes rc,

Daß die G o ldberg er' schen Rheumatismus-Ketten vom Herrn Chr. Hoffmann dahier, nach gemachten Erfahrungen, in Fällen von Rheumatismus der Gliedmaßen, des Kopfes, des Gesichts rc., sowie bei den aus nervösen und rheumatischen Ursachen entstandenen Zahnschmerzen gute Dienste geleistet haben, bescheinigt, Cassel, am 2 November 1849,

(L. S.) Dr. Kampfm üller, Landgerichts- Wundarzt.

Ew. Wohlgeboren beehre ich mich anzuzeigen, daß sich kurz nach dem Gebrauch der von Ihnen erhaltenen G o l d b e r g e r ' schen galvano - electrischen Kette die Gesichts-, Zahn - und Ohrenschmerzen, woran ich während der Dauer des verwichenen Winters in einem hohen Grade gelitten habe, fast völlig verloren haben. Mal­garten in Hannover, den 16. April 1848. Drostin Freifrau von Dincklage,

Bei einem furchtbaren rheumatischen Zahn - und Gesichtsschmerz, nach einem Gesichtsrothlauf, wo mich alle angewandten Mittel im Stiche ließen, und der bereits durch mehrere Wochen wüthete, hob die Anlegung einer Goldberger' schen galvano-electrischen Kette um den Hals den gräßlichen Schmerz in sehr kurzer Zeit, und kehrte derselbe nicht mehr wieder. Prag, den 1. Januar 1849. Dr. S. Ieitelcs, pr. Arzt.

(17- So eben ist erschienen und in allen Buch­handlungen zu haben, in Kassel bei W. Appel, Bohnè, Krieger u. Luckhardt:

Der persönliche Schutz.

Vach dem englischen (Originale bearbeitet

von Dr. Curtius.

Preis 10 Sgr.

Eine weitere Anpreisung dieses Weckes, welches frü- ber nur zu einem ungemein hohen Pc eise verkauft wurde, dürfte überflüssig fein, da der Werth und die Gediegenheit desselben bereits allgemein anerkannt sind. US) Obere Kasernenstraße (Schäfergasse) Nr? N>6 eine geräumige Wohnung für Fcuerarbener 2t., sowie gleicher Erde eine Wohnung zu jedem Geschäft passeno.

(45) Gedruckte Formulare zu Frachtbriefen zum Gevraache bei der Main - Weser - Èässhiii. a Buch 7Vs Sgr., sind zu haben in der Buchdrucke- rci von Carl Gotti) rl st,

Mittelgasse Nr. I -28

(«ii) Zur Annonce Nr. 30. — Der Vorwurf geschieht dem Verfasser des Adreßbuches ganz recht; warum ver­fahrt er so leichtsinnig, und wirft mit einem Litel um sich, der, nicht wie die meisten, verschenkt, sondern, wie die wenigsten, verdient sein will. — Möchten

Die „Sicherheit", Gesellschaft zum Schutze der Auswanderer.

Der Zweck dieser Gesellschaft ist, bei der größtmöglichsten Sicherheit und den billigsten Preisen die Auswanderer gegen jede Art von Betrug und Prellerei zu schützen und ihnen mit Nalh und That beizustehen.

Die Abfahrten finden Statt: über Havre nach jXew- IlOIk viermal in jedem Monat, „ London „ — „ „ „ „

// ^ntwet pen „ — zweimal „ „ „

Solide, zuverlässige Häuser, die gesonnen sind, eine Agentur für obige Gesell­schaft anzunehmcn, belieben sich in frankrrlen Briefen an den Unterzeichneten zu wenden.

Der Vcncral-Agent:

Professor Mützer sen. in Bocken heim,

mist) doch alle unberufene Annoncen- und Lrierma- cher mit ihrer Aufmerksamkeit verschonen!

Schirmer,

Lokomotivführer an der Fr. W- Nordbohn, Station Cassel."

bei Franifurt a. M.

Für die Hessischen Flüchtlinge in der Schweiz ist eingegangen:

„ SHr. Kg. Hl.

Von einem Demokraten aus Wolfèangcr — iO — Die LtpcdiUon der Hornisse.

Kassel. - Verantwortliche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. — Druck der Estienne'schen Buchdruckerei.