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Leib muß aus Schweinefleisch und seine Seele ein Saue'-krautfaß sein! Sonst ist'S unbegreiflich! Der Unterricht in der Seelenlehre ist der lumpigste unter allen, und gar nicht ertheilt hätte er den Nutzen der $ Der deutsche Sprachunterricht genießt ebenfalls der Pflege dieses hohen Herrn und ist etwas ganz Besonderes, denn er ist von ihm selbst erfunden. Von Literaturgeschichte und Erklärung deutscher Klassiker ist bei diesen Sündern und Antichristen (s. Vilmars Literaturgeschichte) keine Rede.
Ehedem beschäftigte sich sein Sauerkrautfaß (d. h. seine Seele) noch nur Geographie und Geschichte, ein Conglomerat von Zahlen und Namen — ohne allen Inhalt.
Eigenthümlich ist die Unterrichtsmethode deS Herrn Bang, stets nur einige und zwar die besten Seminaristen einer Klasse in Thätig- Eè^ iu fe^etu
In jüngerer Zeit ist der Unterricht in Geographie und Geschichte auf Herrn Schilbe übergegangen. Ein Eramen bat seine Befähigung nicht ausgewiesen; so muß eS denn sein Unterricht thun. Und man nruß ihm zum Ruhme nachsagen, daß er alle Zahlen, welche Berghöhen, Flußlängen, Einwohner von Dörfern, Städten und Ländern angeben kann, nie in Jahreszahl und Datum irrt, und dieses sein Wissen eif- rigst bemüht ist, seinen Seminarzöglingen beizubringen. Wer mehr verlangt, muß sich allerdings anders wohin bemühn. So wird die Geographie und namentlich die Geschichte, dieser Urquell alles Wissens und aller Bildung, zum elenden Gedächtnißkram herabgewürdigt.
Der Unterricht im Rechnen und in der Naturgeschichte, vom Hrn. Müller ertheilt, kann der beste im Seminar genannt werden. Das will freilich noch nicht viel sagen; ein guter Schüler auS der eisten Klasse einer Realschule übertrifft in beiden Gegenständen auch den besten Seminaristen.
Der Gesangunterricht ist trefflich, ebenso der in Musik; da aber wenig Zeit darauf verwendet wird und daö Directorium denselben gering achtet, so wird wenig von Seiten der Zöglinge üet^an, wer in diesen Gegenständen fleißig sein will, dem wird es sogar verwehrt. Ueber Lese- und Schönschreibe-Unterricht ist Nichts zu erwähnen.
Das Wissen eines angehenden Lehrers ist nach diesem Unterricht leicht zu berechnen. Hefte haben sie auswendig gelernt, von geistiger Durchbildung ist keine Spur; nicht einmal ivic gelernt werden muß, wird gelehrt, und ihre Fortbildung bleibt deshalb rein ihrer eignen Kraft überlassen, was ihr um so schwerer werden muß, da sie durch aufgedrungenen formellen Glaubens- und Gewiffenökram kaum aufathmen kann zum rosigen Sonnenlichte einer freien humanen Bildung.
Taxpreise für den Monat Januar 185 0.
A. pro 1.
Durchschnittspreis der Früchte, welcher der Taxe zu Grunde liegt:
a. Walzen , das Viertel . 5 Lhlr. 4 Sgr. 2 Hlr.
b. Roggen, „ — . 3 - 5 : 11:
1 Pfd. Tafelbrod Nr. 1 vom feinsten Roggen - und gutem Waizenmehle, mit oder ohne Kümmel, 8 Hlr , 2 Pfd. Tafelbrod 1 Sgr. 4 Hlr., 4 Pfd. desgl. 2 Sgr. 8 Hlr. — 1 Pfd. Ladendrod Nr. 2, länglich oder rund geformt, mit oder ohne Kümmel, 7 Hlr., 2 Pfd. dgl. 1 Sgr. 2 Hlr., 4 Pfd. dgl 2 Sgr. 4 Hlr., 6 Psd. dgl. 3 S^r. 6 Hlr. — 1 Pfd. Schwarzbrod Nr. 3. 6 Hlr., 2 Pfd. dgl. 1 Sgr., 4 Pfd. dgl. 2 Sgr., 6 Pfd. dgl. 3 Sgr. — II*/, Loth Wecke 4 Hlr.— 77, Loth Milch - oder Franzbrvd 4 Hlr. — 23 Loth Tafelbrod von Milchb.odteia 1 Sgr., I Pfd. >4 Loth dgl. 2 Sgr., 1 Pfd. 25’4 Loth dgl. 2 Sgr. V Hlr.
B. Fleisch.
1 Pfd. frisches Ochsen fleisch 3 Sgr. 6 Hlr., I Pfd. gesalzenes desgl. 3 Sgr. 9 Hlr , 1 Pfd geräuchertes desgl 4 Sgr. 9 £lr — l Pfd. Kubflessch 2 Sgr. 11 Hlr. — I Pfd Kalbfleisch 2 Sgr. — 1 Pfd. Lunge und Leber I Sgr. 9 Hlr. 1 Pfd. Hammelfleisch 2 Sur. 7 Hlr. — > Pfd. Schaaffle,sch I Sgr. 5 Hlr. — 1 Pfd. Schweinefleisch 3 Sgr. — I Pfd. Cacbonade 3 Sgr. 3 Hlr — 1 Pfd. Rippenbraten mit Speck ohne Beilage 3 Sgr. 3 Hlr — 1 Pfd. gevackteè Bratfleisch oder Bratwurst 4 Sgr. 5 Hlr. — I Pfd. gute Leberwurst 3 Sgr. 9 Hlr. — 1 Pfd gute Sülze 2 Sgr. 10 Hlr. — 1 Pfd gute B utwurst 2 Sgr. 6 Hlr.
Trauungen, Gcburts- und Todesfälle in Masset.
(Vom 2 7. Dezember 1849 bis zum 3. Januar 1850.)
Verehelichte. Ernst Iulius Sommer, Kaufmann zu Berlin, mit Jungfrau Caroline Friederike Dorothee Vogelgesang — Adolph Albert Walter, Maler und Lehrer an der Bocmann'schen Anstalt in Berlin, mit Jungfrau Marie Louise Frie; derike Graffow. — Johann Heinrich Matthieu, B. und Schreinermeister, Witwer, mit Jungfrau Elisabeth Theresie Sauer, aus Fulda. — Victor Wilhelm Christian Henkel, Professor und beauftragter Lehrer an der yöyern Gewerbschule, mit Jungfrau Friede ike Louise Ernestine Arnold.
Geborene. Ferdinand Heinrich, des Gouvernementsschreibers, Hieronymus Adolph Flindt, S — Anne Dorothee, des B und Metzgermeisterè, Stephan Giede, T — Elise Sophie Caroline, des Bahnhofarbeiters, Adam Backmann, aus Lüdcr- bach, Amts Netra, T. — Cathar ne Elis -beth, des B und Gärtners, Joh. Heinrich Siebrecht, T. — Anne Elisabeth, unehel. — Jean Carl Ferdinand Heinrich Louis, des B. und Buchvindermelsters; Johann Valentin Becker, S. — Martin Heinrich Theodor Eduard, des B. und Gastwirtbs, Johann Heinrich Nörr, S. — Burghardt Georg, des Beisitzers und Steindruckers, Michael Flach, S. — Elise Dorothee, unehel. — Catharine Gertrude Henriette, des B und Metzgermeisters, Johann Heinrich Schnell, T. — Marne Catharine Elisabeth, des B und Metzgermeisters, Ernst Roßteuschec, T. — Johann Gustav, des Beitzers und Bedienten, August Mindt, S — Ferdinand Gustav, unehel [in der Entbindungsanstalls. — Johann Franziskus, unehel. (ebendaselbst). — Des B. und Corsettmachers Georg Wilhelm Carl Bernhard Grässer junget ) S.
Gestorbene. Frau Louise Marie Elisabeth, des Generalmajors und General- Adjutanten, Johann Ludwig Heinrich Bernhard Jacob v. Specht, Ehefrau, geb. Wagner, alt 51 I 1 M. 14 T. — Johann Carl Friedrich Schnackenberg, Con- sistorialrath und erster Hof- und Garnisonpfarrer a D, alt 79 3 2 M. i0 T.— August Wilhelm Haagen, Soldat im Schützen-Bataillon, aus Mitterode, alt 24 J. 3 M. — Johanne Henriette, des B. und Shenkwirths, Georg Heinrich Magersuppe, T., alt 19 S. — Helene Johanne, unehel, alt I I. I M. 5 T — Nicd- lau6 Gottfried, des Consistorial-Repositars und Notars, Bernhard Friedrich Baur, S., alt 20 I 23 T. — Heinrich Mai auS Rop perhausen, Lehrer im hiesigen re- formirten Waisenhaus-', ait 25 J. 7 M. 5 T. — Anne Marthe Elisabeth, des Packyofarbeiters, George Weber, aus Allendorf an der Landsburg, T , alt I I.
4 M. 29 T Johann Jost Hohmann, Tagelöhner, aus Kücken, Verwaltungs- amt Witzenhansen, alt angebl. 29 I., im Landkrankenhause — Jungfrau Johanne Georgine, des verstorbenen B. und Schuhmachermeisters, Johann George Beaujot, T, alt 37 J. 10 M 29 T. — Frau Anne Rosine, des Beisitzers und Fruchtmäklers, Johannes Theiß, Ehefrau, geb Freudenberg, alt 48 3- 11 M. 23 T. — Fritz, des Stadtgerichts - Acturrs, Wilh. Schnackenberg, S., alt 12 J. 29 T. — Frau Catharine, des verstorbenen Maurergesellen, Johann Georg Semmler, hinterlassene Wittwe, geb. Kann, alt angeblich 72 J. — Friedrich Heinrich, des B. und Luchbereitermeisters, Philipp Bode, S, alt 13 T. — Des B. und Corsettmachers, Georg Wilhelm Carl Bernhard Grässer, unget. S., alt 14 Stunden. — Des Fabrikarbeiters, Heineich Schneider, -todtgeb.) L. — Samuel Schmoll, B u Schuhmachermeister, alt 67 J. 10 M. 22 T. — Elisabeth Becker, des vorhinnigen Aufwärters, Conrad Becker, Ehefrau, geb. Appel, alt 70 J. 7 M ti L. — Catharine Elisabeth Fischer, des Tagelöhners, Conrad Fischer, Wittwe, geb. Trackle, alt circa 77 J.
G^F* Unfern Freunden t n Mar bürg die Anzeige, daß die Agentur deS Hrn. Bamberger seit dem täglichen Erscheinen der Hornisse aufgehoben ist. Wir bitten, sich direkt an die Post zu wenden. Hr. Bamberger und Hr. Liö werden die Güte haben, die übernommenen Abonnenten an die Post zu besorgen.
Kekanntmachungen.
Grlsverein für Handel und Gewerbe. Abtheilung der selbstständigen Gewerbtrei- benden.
Einladung zur vertraulichen Berathung auf Mittwoch, den 9. d. M.,
AbendS 7 Uhr, im kleinen Saale deâ StadtbaueS.
Unsere selbstständigen gewerbtreibenden Mit- bürger werden zu recht zahlreicher Betheiligung an dieser Versammlung aufgefordert.
Der Vorstand.
(25) Vorige Woche, Abends, ließ sich Einsender durch feinen Knaben einen Schoppen Weißbier bei dem Schenker des Bierbrauers P holen. Der unter demHahn stehende, zum Auffangen des abtropfelnden Bieres bestimmte, zum Theil auch schon mit solchem ab-
getropfelten Biere gefüllte, Schoppen wurde aus der Pumpe vollgefüllt, und dieses halb abgetrop- felte Bier meinem Sohne in die Flasche gegossen.
Vor einigen Lagen ließ meine Frau einen Schoppen Waizenbier holen, erhielt aber durch das Schenkmädchen Weißbier, was mein Sohn erst bei der Zahlung bemerkte und dagegen reclamirte. Er wurde jedoch mit Barschheit (um nicht zu sagen Grobheit) weggeschickt.
Man macht dies dem Publikum zur Beherzignng bekannt.
(26) (Verspätet.) Auch ein Mensch! — Eè wird Permil Jederman gewarnt, sich in bis Nähe des Metzgermeisters Ai N......s zu begeben, da derselbe der humanste Mensch in Hanau ist, welches ich ihm mit 3-ugen beweisen kann.
Hanau, im Dezbr. Ein Menschenfreund.
H +
Hier hängt die Pfeife, meine Herren! Konrad! Konrad! Karl! Vivat hoch!
(28) Unterrichts-Anzeige.
Da in dem Gasthaus zum G.... b .. g in Hanau vom Bürgermeister W. R......6 Unterrichtsstunden in der Humanität unentgeltlich ertheilt werden, so mache ich hierauf aufmerksam.
Ein schon genügend Unterrichteter. + it + t
Für die hessischen Flüchtlinge in der Schweiz ist eingegangen:
, Lblr. Sg. Hl.
Uebertrag: . 514 11 3
Durch g. K. aus Allendorf von mehreren Bürgern . . ,v 16 —
Die Expedition der Hornisse.
Theater-Repertoire.
Sonntag, den 6 Januar: Der Freischütz. Oper 3 A Musik von Weber.
Kassel. - Verantwortliche Herausgeber : H. Heise u. Vr. Kellner. — Drnâ der Estienne'schen Bnchdruckerei.