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selbst blutige Thränen, daß nicht mehr geprügelt werden soll. Kirche und Staat giebt er verloren. Namentlich verzweifelt er an einer Besserung der Hallunkcn, genannt Demokraten. Natürlich! Er glaubt, andere Menschen wären mit derselben Pergamenthaut begabt, wie er selber.

Obrigkeiten, die gegen Prügel sind, sind gegen Gott und Gottes Verordnungen. Wonach Eberhard sich zu achten!

Am ungeberdigsten aber stellt er sich darüber an, daß die Freischärler noch immer nicht vor Gericht gestellt sind.

Wer sich gern zuweilen ins töte oder 17te Jahrhundert versetzen will, lese doch ja diesen Prügel. und Zuchtfreund des Volkes.

Marburg. W.

In der Generalversammlung der Aktionäre der Friedrich- Wilhelms-Nordbahn vom 3. d. M. waren etwa 4000 Ak­tien durch 438 Stimmen vertreten. Die Direktion wurde er­mächtigt, mit der Staatsregierung einen Vertrag über die Mitbenutzung der Strecke von Kassel nach Gunteröhausen ab- zuschließen, jedoch dahin zu wirken, daß eine Entschädigung erst dann geleistet werden brauche, wenn der Ertrag der Bahn 3^ Proc. beträgt. Zu Mitgliedern deö Verwaltungsraths wur­den für die drei ausgeschiedenen gewählt: Kaufmann Credè, Bauunternehmer Manche und Banquier Goldschmidt. Die Aenderung der Statuten, auf welche nach einem vorjährigen Beschluß der Gesellschaft angetragen war, ist von der Staatsregierung abgelehnt worden.

Kekanntmachungen.

(864) Wir empfehlen unser gut assortirteS Lager von rothen und weißen Weinen, sowie Franzbranntwein und Rum, Champagner, Teneriffa, Malaga und Beni- carlo re. JB. Huets H Comp.

Marställerstraße Nr. 330.

(896) Ich habe jetzt ein Faß schönen I846rHochheimer Wein in Anbruch genommen, die platte BouleiUe zu 10 Sgr.

Gg. Adolph

Weinhandlung am Königsplatz Nr. 226.

(901) Meine diesjährige Weihnachts-Ausstellung, mit dem 1. Dezember eröffnend, mache ich darauf aufmerksam, daß mein Lager von Porselan, Steingut u. s. w. außer einer besonderen Auswahl in Vaf el , Caffee* u. Vheegeschirr für Kinder, auch eine Menge anderer Artikel enthält, die sich besonders zu Geschenken für Erwach­sene eignen, und wovon ich viele Gegenstände, um damit zu räumen, unterm Einkaufspreis ablasse.

Cassel, am 29. November 1849.

/. A Richter,

Johannesstraße Nr. 359.

(902) 19()0 und 1000 Thaler sind gegen Einlegung genügen­der Sicherheit schon im Dezember l. I. zu 4| Procent zusam­men oder getheilt auszuleihen. Wo? sagt der Kreismäkler M. B. Boden heim zu Allendorf.

(903) Die vorjährige Gemeinderechnung paßt wie eine Kirchen­rechnung. Nur ist durch Schuld des Orlsvorstandes in der Ein­nahme zu wenig verzeichnet oder vergessen und in die Ausgabe zu viel gestellt, weshalb mehrere aus dem Gemeinderath und Ausschuß solche nicht unterschreiben wollen.

Ern Ausschuß Mitglied in Niederzwehren.

(904) Frische Schellfische sind zu haben bei Wirth Hal taufd erh aid e, Gastwirthschaft zur Stadt Frankfurt.

(905) Ein Lehrling, welcher daö Schneidergeschäft erlernen will, kann bei einem jungen Meister in die Lehre treten. Wo? sagt die Expedition d. Bl.

<906) Zu bevorstehenden Weihnachten erlaube ich mir mein Gold--und Silberwaaren-Lag er, welches das Neueste und Geschmackvollste in diesen Artikeln ent­hält, bestens zu empfehlen.

J. Nieder^, Vold- unb Silberarbeitcr, Hedwigstraße, Nr. 22, dem römischen Kaiser gegenüber.

(997) Am Abend deö 27. November ist im hiesigen Theater ein blaues Flacon mit ciselirtem silbernem Deckel verloren wor­den. Der ehrliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen 1 Thlr. Belohnung an die Expedition d. Bl. abzuliefern.

(908) Mit Neujahr 1850 beginnt ein neues Abonnement auf die

Bürger-Zeitung;

rin Matt für Volkswohl und Dürgcrglück, redigirt von Ferdinand Schrader.

Mit dem Jahr 1850 eröffnet diese Zeitung ihren dritten Jahres­lauf. Die freundliche Anerkennung und bereitwillige Unterstützung, welche während ihres kurzen Bestehens ihr zu Theil wurde, hat uns den erfreuli­chen Beweis geliefert, daß wir bezüglich der Haltung des Blattes getreu im Sinne des Volkes gehandelt haben. Die neue Redaktion, welche wir in die Hände des Hrn. Ferd. Schrader gelegt, wird die bisherige Tendenz des Blattes auch ferner festhalten und die dem Volke von Gott und Rechts­wegen zustehenden Rechte nnd Freiheiten zu schützen und zu wahren wissen. Von der Bürger-Zeitung erscheinen von Neujahr ab wöchentlich zwei Nummern von je einem halben Bogen groß Quarr, mit schönem, deut­lichem Druck und weißem Papier. Der Preis ist vierteljährlich nur 48 kr.i Bestellungen nehmen alle Postämter an.

Rudolstadt, im Dezember 1849.

- Per Verleger: G. Froebel.

t^ Für Auswanderer !! ^4

Größer als je mag im nächsten Jahr die Zahl der Europamüden frin, welche jenseit des Weltmeeres eine neue Heimath suchen und finden werden. Es gilt daher, zu diesem Schritte sich vorzubereiten, welchem Zwecke die demnächst ihren vierten Jahraang beginnende, unter Mitwirkung der HH. Dr. Büttner und Tr. Bromme von G. M. v. Roß redigirte

Allgemeine

Austvanderullgs Zeitung entspricht. Dieselbe erscheint im Verlage des Allg. Auswanderung^ Bureau in Rudolstadt von Neujahr an wöchentlich dreimal uno kostet vierteljährlich 22 Sgr. 6 Hlr. oder 1 fl. 20 kr.

Zur Kenntnißnahme für Auswanderer bestimmte Anzeigen finden in unserer Zeitung d ie wirksamste und weiteste Verbreitu n g- t^F^ Bestellungen nehmen alle Posten und Buchhandlungen am Probeblätter werden auf Verlangen gratis geliefert _ -2

(910) Im Verlage von G. Froebel in R u d o l st a d t ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:

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Enthaltend über 16,000 der gangbarsten fremden Wörter. Verdeutscht von G. v. Roß. Mit besondere Berücksichtigung der Schiffssprache und der englischen Ausdrücke, w unter den Deutschen in Amerika gangbar dem Auswanderer zu wissen n . sind. 34 Bogen, mit bunten Ääntchen. 2te stark vermehrte Auslag -

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