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hinlänglich ausgebeutet habt, wenn sie hinreichend für euch Nahrung und Kleidung, prächtige Häuser und glänzende Tafeln geschafft haben, die dann aus ihren Höhlen und Kellern hervorbrechen, mit eurer Barbarei, eurer viehischen Lieblosigkeit, eurer empörenden Menschenverachtung Abrechnung halten werden, die dann — — — — —
ao,ooo,ooo schneller oder langsamer verhungernde Menschen, und - - „die Lage der unteren Volksklassen bedarf keiner dringenden Lerbesserung." DaS ist die Moral unserer Staatspastöre. — — —
Was die politischen Verhältnisse Frankreichs anlangt, so ist der Jesuit Fallour aus dem Ministerium ausgetreten, General Rostolan aus Rom zurückberufen und der sehr konservative, beziehungsweise reaktionäre Hautpoul zu seinem Nachfolger ernannt. Der Antrag "auf Freilassung der, kurzer Hand, ohne Urtheil und Recht, deportirten Juni - Insurgenten ist natürlich verworfen, der Belagerungszustand in fünf revolutionären Departements natürlich verlängert, die weitere Entfernung der republikanischen Beamten natürlich im schönsten Gange und eine finanzielle Krisis in nächster Nähe. Passp's Einkommensteuer wird nichtsdestoweniger ins Reich der kommunistischen Schwindeleien verwiesen werden.
Ter gestiefelte Affe balancirt nach wie vor. Nachdem er ans der römischen und amerikanischen Verlegenheit glücklich herausgestolpert ist, die republikanische Freiheit in Rom und Frankreich so ziemlich „regulirt" hat, setzen ihm feine königlichen und kaiserlichen Zuchtmeister ausö Neue zu, sie verlangen von ihm „Negulirung der Sch weizer Fr eiheit". Louis Napoleon kann nicht zu Athem kommen. Die hohen Herrschaften hetzen ihn, wie einen Schäferhund, an alles, was nicht die verlangte Couleur hat, was sich nicht auf dem vor- geschriebenen Wege hält.
Daß die Schweiz ihrer Zeit an die Reihe kam, verstand sich von selbst. Die neue Verfassung ist den erhabenen Lan- dcövätern und Menschenschlächtern ein Greuel, ein Dorn im Auge; die Verträge von 1815 verdammen die Schweiz zur absoluten Ohnmacht, zum Fraß für die gekrönten Geier. Welche Nation hat das Recht, ohne kaiserlich-russische Erlaubniß sich eine Verfassung zu geben, überhaupt einen eigenen Willen zu haben? Keine, weder die chinesische, noch irgend eine zu entdeckende im Innern Afrikas!
Vorläufig ist der große Regulator der europäischen Freiheit von den drei kontinentalen Großmächten nur angegangen, für die preußische Souveränetät in Neuchatel, und für Aushebung der deutschen demokratischen Comites in der Schweiz Sorge zu tragen. DaS Weitere findet sich dann. Der gehorsame Stallknecht wird schon fernere Aufträge erhalten. Er wird wieder ein paar kollerigc Remonstrationen machen, einmal wieder mit einem republikanischen Ministerium drohen, einen Aufall napoleonischen Trotzes bekommen, endlich wird er Hrn. Dufaure und hinter ihm her Hrn. O. Barrot zum Teufet jagen und — seine Schuldigkeit thun. UebrigenS ist’ es sehr möglich, daß sich die Schweizer Philister und Spießbürger für „nicht in der Lage" halten, den Forderungen der Großmächte entgegenzutreten.
„Die Revolution muß bekämpft werden, wo und in wel- cher Gestalt sie auch auftreten mag."
Deutschland. Deutschland.. ist das charmanteste Land von der Welt. Es hat Alles, kann Alles, erlebt Alles. Vor ein paar ^agcn hatte sich jeder Spießbürger eine Reichsmütze gekauft, von Zeiner ReichStagscröffnung geträumt, mit seiner Familie eine Tour in6 Reich verabredet, heute ist Reich und Reichstag, Reichsmütze und Reichöhauptstadt in Schaum auf. gegangen, zur Sage geworden, aus der unsere liberalen Töl- pel Gedichte und Novellen machen können. DaS Reich eristirt nicht mehr. Statt dessen sind die erstaunten- Unterthanen mit
einer Union überrascht worden. Für die Folge haben wir einen UnionStag, ein Unionöhaupt , eine UnionSmütze, eine Reise in die Union. Auch gut. Ein Unterthan muß nehmen, was ihm beschieden wird. Versuchen wir'â also eine Zeit lang mit der Union.
AlS Vorwand, unter dem daS Reich in eine Union verwandelt worden ist, mußte die geringe Ausdehnung, die „vorläufig noch so geringe Ausdehnung deâ Reichs" dienen. Der eigentliche Grund ist aber der/daß sich Oesterreich jene stolze Benennung eines deutschen Sonderbunds mit dem Namen „Reich" höflich verbeten hat. Oesterreich hat alle Zuthaten zu einem anständigen Aufzuge als „Reich" in fei- ner lasche; wenn's nöthig ist, wird Oesterreich schon ein Reich machen, Preußen hat kein Recht dazu. Nein!
Aus Großbeutschland ist Kleindeutschland , auâ Klein- deutschland ein Ää|efafino, die Union geworden, — was wird nun aus der Union werden? Diese Frage ist für einen deutschen Unterthanen zu schwer. Was aber aus den liberalen Möpsen werden wird, vorausgesetzt, daß sie nicht inS Narren- Haus gehen, weiß Gott im Himmel selber nicht.
Der Verwaltungsrath der Union hat seine Grundsätze über die Unionöivahlgejetze der einzelnen Staaten dargelegt. Sie sind natürlich superbe, wenn sie auch nicht ganz den Wahlgesetzprinzipien der liberalen Sackhüpfer entsprechen. „Richt in der Lage." Uebri^ens reißt ein Bevollmächtigter nach dem andern unter dem Titel „Urlaubnehmen" aus. Die hessische Regierung arbeitet aber in ewiger Unverdrossenheit im Weinberge des Herrn weiter. Ihr frommer Glaube wär' einer besseren Sache würdig.
Während das Reich in die Union, sind die würtembergi- jchen und meiningischen Ministerien ins ewige Leben überge« gangen. Der burschikose Römer, der sich als Minister mit dem Anstand und der ritterlichen Ungenirthcit eines „ alten Hauses" benommen, mit einer gewissen Nonchalance daS Parlament verjagt hat, der badischen Erhebung in die Flanke gefallen ist, hat nach geleisteten Diensten den üblichen Fußtritt erhalten und dem Ministerium von Schlaper Platz gemacht. Es werden solcher Fußtritte noch einige vorkommen. Damit wären dann die liberalen Tölpel überall beseitigt, für ihren ersten Angriff auf die Revolution abgelohnt.
Die Versöhnung der Hansemänner mit dem Ministerium Manteuffel ist nicht weit her. Manteuffel, der sich neuerdingS aufs Besuchen der Weißbierkneipen gelegt und Bekannschafl mit den LindenmüVern angeknüpft hat, will von einer Versöhnung und Vereinbarung nichts wissen. Mit den liberalen Möpsen verhandelt man nicht, man lehrt ihnen einfach raison. Natürlich machen sie gute Miene zum bösen Spiel und erklären sich lieber mit jeder weitern Confiscation der Freiheit einverstanden, als daß sie um die Ehre kamen, bei Hrn. Manteuffel antichambriren zu dürfen. „Ich und der gnädige Herr haben gestern Hahnen gespeist", d. h. der gnädige He" hat gefpcif’t und der andere hat den Teller abgeleckt. Daâ ist der Sieg des konstitutionellen Prinzips.
OesterreiÄ). Während die liberalen Unionstölpel im ehemaligen „Reich" in Verzweiflung sind und morgen rae - leicht, wie die A. A. Z., den Vorschlag eines westdeutschen Reiches neben Preußen und Oesterreich als einen „ rettenden Engel" begrüßen, dem sie aber ein paar Wochen nachher im Namen der „ Umstände" wieder aufsagen würden, geht Oesterreich Alles nach Wunsch, — Herz, was begehrst du Die Preßfreiheit wird unter der Hand aufgehoben, die Duch- Händler müssen alle Manuskripte vor dem Druck auf die Uzei bringen, die Jesuiten und Leute ähnlichen Schlages suchen der Ordnung wieder die gebührende religiöse Unterlage 5 geben, der fürstliche Bastard Hapnau stellt in Ungarn, Radetz? in Italien, ein roralbergischrö und ein böhmisches Armee orp