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glorreichen Erfolge einer Schulmeister-Revolution in ihrer ganzen Reinheit zu bewundern.
Also keine vergeblichen Hoffnungen! Vivat sequens!!!
Das Steuerverweigerungsrecht.
3.
DaS Recht der Steuerverweigerung ist also dre vorbehal- tene Revolution gegen die zu Herren gemachten Diener, gegen seine eigenen Knechte, seine Beamten. Es ist ferner der Protest gegen die Macht der öffentlichen Meinung, gegen die Gewalt der Ideen, also das Zugeständniß, daß das Prinzip des konstitutionellen Staates überall, nur gerade im konstitutionellen Staate nicht zur vollen Geltung kommen kann.
Der konstitutionelle Staat droht mit der Revolution, beziehungsweise macht er Revolution. Statt die Revolution überflüssig zu machen, erklärt er sie für permanent, nimmt er sie in seine Grundgesetze auf. Statt alles aus dem Wege zu räumen, was seinem Prinzipe hindernd entgegen steht, spricht es diese Hindernisse heilig und unantastbar und stellt sich gegen dieselben auf den Kriegsfuß. Der konstitutionelle Sraat ist der bewaffnete Frieden, also die ewige Herausforderung, der ewige Krieg.
Ein jeder Staat ist gegen seine Feinde, gegen einen Angriff auf seine Freiheit, seine Grundgesetze, seine Lcbensbedin- gung zur Empörung berechtigt. Aber dadurch unterscheidet sich der Organismus eines vernünftigen StaateS von dem des konstitutionellen Staates, daß in jenem alle Elemente beseitigt werden, zu denen man sich der Angriffe auf die Freiheit ihrer inneren Natur nach versehen kann, während im konstitutionellen Staate solche Elemente zum Organismus selbst gehören.
Der konstitutionelle Staat fordert das Recht der Steuer- verweigerung ausdrücklich als Gegengewicht gegen die Macht seiner Tyrannen, gegen ihr Widerspruchsrecht, ihren Eigensinn, ihr: Nein, nein, nein!!! Die Steuerverweigerung ist der Trumpf des Volkes gegen den Trumpf der Fürsten, der grobe Keil ans den groben Klotz.
Aber die Steuer Verweigerung ist eine schlechte, eine unsinnige Revolution, sie ist eine Revolution auf dem Papiere, eine liberale Phrase, eine Lüge, sie ist der Verzicht auf die Revolution. Die Steuerverweigerung ist die schlechteste Weise der Revolution, weil sie von den Fürsten illusorisch gemacht werden kann und also daS Gegentheil von dem erzeugt, was sie erzeugen soll, ncmlich doppelten Trotz, dreifachen Hohn der Tyrannen, oder weil sie direkte Anarchie ist, und deswegen vou der konstitutionellen Partei deSavomrt wird. Wir kommen darauf zurück.
Die konstitutionelle Partei ist in einem heillosen Irrthum. Entweder beabsichtigt sie, mit dem Rechte der Stcuervcr- weigerung die Herren von Gottes Gnaden zur Anerkennung des konstitutionellen Prinzips zu zwingen, den konstit«. tionellen Staat also erst sicher zu stellen, oder sie stipulirt sich das Verweigerungörecht nur für den Fall deü feststehenden Staates, des anerkannten, nnumstöß- Itd)CU Princips. In jenem Falle belügt sie sich und das Volk, denn die Steuerverweigerung würde in ihrer Ausübung gerade die Befestigung deè konstitutionellen StaateS hindern, sie würde die Revolution wieder in Fluß bringen, im andern Fall behält sich die konstitutionelle Partei ein Recht für das Jenseits, für den Himmel vor. Ohne die Steuer- verweigerung ist die Zügelung königlicher Neaktionsgelüste unmöglich, und mit der Steuerverweigerung ist die Zügelung der demokratischen Revolution undenkbar. Die Steuerver
weigerung wird deswegen in Deutschland niemals mehr zur Anwendung kommen, und weil die Fürsten das wissen, wird der konstitutionelle Staat, auch nicht jener scheinbar konstitutionelle, der überhaupt nur möglich ist, nie ins Leben treten, niemals praktisch werden.
Die konstitutionelle Partei täuscht sich stets durch den Vergleich mit England. Sie bedenkt nicht, daß sie, wenn das überhaupt möglich wär', wenn nicht in England der Konstitutionalismus gerade in den letzten Zügen und eben deshalb in den letzten Zügen läg, weil seine Tage vorüber sind, — sie bedenkt nicht, daß sie erst schaffen will, was dort seit Jahrhunderten erwachsen ist und feststeht, daß sie in dem Steu- erverweigeruugsrecht etwas ganz anderes besitzen muß, als die Engländer darin besitzen, daß sie es zur fak t ischen, praktischen Empörung nöthig hat, währendes in England zwar die letzte, aber doch immer nur eine konstitutionelle Form ist.
Die konstitutionelle Partei will keine Empörung und deßhalb braucht sie kein Steuerverweigerungsrecht. Vernunft wird Unsinn, Wohlthat Plage. Wenn die Ste rerverweige- rung in den anderen Staaten nicht immer Unsinn war, wenn sie, was wir noch beweisen müssen, nur in dem rein mittelalterlichen Staate Logik hatte, jetzt ist sie eine reine Absurdität, eine pure Farce, ein Hokuspokus. Die konstitutionelle Partei hat keine andere Garantie für die Befestigung ihres Systems, als den guten Willen der Fürsten, die Gnade der Tyrannen. Möge sie sich damit genügen lassen!
Die Fragen.
Man kann vor lauter Fragen nicht mehr zur Antwort kommen. Es ist Alles in Frage gestellt: Italien, Frankreich, Klein- und Groß-Deutschland, die Türkei, schließlich auch noch Amerika.
Wir wollen unsere Leser vorläufig darauf aufmerksam machen: Der französische Büffel hat sich mit Amerika überworfen. Dem französischen Gesandten in Amerika hat die epidemische Bravour seines hohen Absenders in den Knochen gespukt, er hat seinem Herrn Ehre machen wollen. Wie der Herr, so der Knecht! Der ritterliche Knecht hat sich im freien Amerika auf dieselbe hochtrabende Manier aufgespreizt, dieselbe übermüthige TruthahnSmiene angenommen, wie der vagabundl- rende Herr in Italien, dem Papst gegenüber.
Amerika hat den Spaß unrecht verstanden. Statt den sandtschaftlichen Truthahn ein paar Stunden lang in ein Faß Wasser zu stecken, berufe der Abkühlung, hat's ihn, so sagen, Hals über Kopf auö dem Lande gejagt. Das amenka- nische Volk kann schon eine ziemliche Portion Arroganz un Renommisterei vertragen, wenn aber ein Gesandter der großen Nation noch renommiren will, so ist daS allerdings P kindisch und jungenhaft, daß es einen ein bischen in bringen kann. ,
Der kleine Napoleon hat Unglück. Kaum hat er sich dem italienischen Fußtritt auf die andere Seite gelegt, um M die Blamage noch einmal zu überdenken, so kommt von dieser Seite wieder ein Fußtritt. Der große Präsident wup abermals changiren.
Schadet nichts! Der kleine Hanöwurst ist der repubmant sche Humor in der Weltgeschichte, der fürstliche Sputzenkoiich- die verkörperte Persiflage auf die französische Revolution. ,/ c Unfall schlägt ihn ganz darnieder." Er ist immer wieder nm ter und guter Dinge.
Während ein einziger Faustschlag des Kosakeukalser ganze Welt erzittern macht, die ganze Welt an die Lunten