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Präsentanten des französischen Volkes den Verlauf der Hahnen- crxcdition vorzulegen, derHonette" ist schon so tief in den Stricken der Jesuiten , daß er keinen andern Rath mehr weiß, als ebenfalls ein Jesuit, ein liberaler Gauner, ein politischer Schwarzkünstler zu werden. DerHonette" will seinen Re­chenschaftsbericht so lange hinziehen,bis er erfahren habe, ob das römische Volk mit dem Manifeste des Pap­stes zufrieden sei."

Ist daS nicht spassig? Also daS römische Volk soll ent­scheiden? Das römische Volk hatte entschieden, eS hatte die Republik erklärt, den Papst abgesetzt, eS hatte seinen Willen klar, offen, fast einstimmig zu erkennen gegeben. Der französische Ochse hat diesem Willen die brutale Gewalt oppo- nirt, dem römischen Volke den Mund verboten,---auf einmal soll das römische Volk wieder sprechen dürfen, der Ochse ist ja in Verlegenheit, der Vagabund ist ja blamirt. Was geht dem Vagabunden der Willen deS römischen Volkes an? Der Vagabund hat seinen eigenen Willen in die Waagschale geworfen, er hat den VolkSwillen interp retirt, dem Volke den Willen abgesprochen, er hat die Freiheit reguliren wollen, er hat einfach und aus eigener Machtvollkommenheit Amnestie, Säkularisation der Verwaltung, Code Napoleon, liberale Regierung gefordert. Der Ochse hat also seine For­derungen, nicht die deS römischen Volkes, er hat seinen Begriff der Freiheit, nicht den der Römer zu vertreten.

Der französische Dufaure ist zum deutschen Professor her- abgesunken. Man kann ein Ochse, ein Vagabund, ein Affe, ein Kalb, ein Mondkalb sein es ist traurig, aber ein deutscher Professor,---daS ist daS Härteste, was einem Sterblichen passiren kann, das ist ein Vorwurf, dem kein zwei­ter an die Seite gestellt werden kann.

Hr. Dufaure hat daö Volk erst zusammenhauen, in Ketten und Banden legen lassen, in diesen Zeiten offenbart sich derwahre Willen des Volks". Derwahre Willen des Volks" wird immer nur sichtbar, wenn das Blut unter den Messern der Henker fließt, wenn das Volk entsetzt in seine Gewölbe kriecht, wenn nichts mehr zu hören ist als Sä­belgeklirr, Kettengerassel, als daS Stampfen der Rosse, die den Graswuchs in den Gassen hindern sollen. Wenn Niemand mehr zu sprechen wagt, als der, welcher sprechen soll, wenn sich die Bestialität der Tyrannen offenbart,--dann offen­bart sich auch derwahre Willen des Volks!" Deutsche Profefforenweiöhkit!

Hr. Dufaure hat sich verrechnet. Rom hat keinebesten Männer", keine Gagcrnö, keine Dufaures. Es ist schade, aber wahr: Rom will die Republik, oder den Papst als Papst. Die Claqueurs, welche Hr. Dufaure für feine vier Bedingun­gen erwartet hatte, haben sich nicht eingefunden, Hr. Dufaure muß seine vier Bedingungen dem römischen Volke oktrvyi- ren, wie er versprochen hatte, oder er muß sich hinter den wahren Willen deS Volkes" verkriechen und den Papst Papst sein lassen. Die deutschen Professoren würden zu letzterem rathen.

Aber die große Nation? Die große Nation wird sich auch diesen JesuitiSmuS, diese Sottise gefallen lassen, sie wird sich auch diescsmal wie einen dummen Jungen behandeln, das Fell über die Ohren ziehen, durch die Sophismen, die Dialektik der deutschen Professoren übertölpeln, noch tiefer in den Ab­grund der Ehrlosigkeit, der Feigheit, der Lächerlichkeit stürzen lassen. Die große Nation wird sich vor dem wahren Willen des zusammenkartätschten, auf die Folter gespannten Volks" demüthigen und ihrem Ochsen ein Bertrauensrotum geben.

Aber die französische Armee? Die französische Armee wird im Kirchenstaate bleiben, biS der Ochse weiß, waS er mit ihr und den gegenwärtigen europäischen Verwickelungen anfangen soll. In seiner Verlegenheit läßt er AlleS beim Alten. Man kann

nicht wissen, wozu eine Armee und eine Position in fremdem Lande in der Kurze gut sind.

Im klebrigen charakterisirt sich der Zustand in Frankreich durch Verfolgungen und Spionirerei, durch willkürliche Ver­haftungen, man arretirt nach Belieben und läßt nach Be- lieben wieder frei! durch kleine Arbeiterkrawalle und groß­artige Wühlereien im Interesse der angestammten LandeSver- räther und ihrer Geschwisterkinder, der Bonapartisten. In letzterer Beziehung haben sich ein paar Dutzend hoher Herren, Generäle, Napvleomden , Barrotiden rc. zu einem Klub ver­einigt.

Die Kammer ist seit 8 Tagen wieder versammelt und war­tet der Dinge, die da kommen sollen.

Der Zustand in Oberitalien ist hinlänglich durch die Mit­theilung bezeichnet, daß die österreichischen Militärbehörden von der Mailänder Municiplität eine Entschädigung im Betrage von 32 fl. gefordert haben für Auslagen Zwecks Beschaffung des nöthigen PrügelapparatS. Für 32 fl. läßt sich schon eine hübsche Summe Knüppel anschaffen.

Oesterreich. Der alte Gott lebt noch! Der fugend- liche Clelili^, dessen Stumpfsinn durch die Scharfrichterenergie der Frau Sophie Paralysirt wird, hat daS Vergnügen, nun­mehr auch Ko morn zu seinen russischen Vasallenfußen zu sehen. Diejungfräuliche" Festung hat kapitulirt. Da eS uns niemals darum zu thun ist, Klaglieder anzustimmen, so registriren wir diesen Fall ganz einfach. Es wär freilich besser gewesen, wenn Komorn und Rastatt in die Luft geflogen wären, da ü aber nicht geschehen ist, so ist auch die Frage, warum es nicht geschehn ist, unnöthig.

-L^ beabsichtigte Centralisation kann nun unter der MaSke einer sogenannten Verfassung ihren ungestörten Fortgang neh­men. Allerdings plündern und morden die rettenden Engel" in Ungarn fortwährend auf eigene Faust, allerdings ist der Zustano in Ungarn ein so trostloser, daß er fast aufhört, ein Zustand zu sein, allerdings plündern die abziehenden Russe» auch ihrerseits, soviel als möglich, allerdings haben die böh­mischen, mährischen unb ungarischen Tschechen ihre eigene Auf- fassung von der Umgestaltung des österreichischen SlaalcS, al­lerdings haben die Serben so gut als die Walachen keine be­sondere Zuneigung zu der neuen Verfassung, allerdings möch- ten die Lombarden lieber italienisch als österreichisch sein, " aber die L>charfrichlerenergie der Frau Sophie und ihrer Blut­hunde haben Slaatörath gehalten, und die Ueberzeugung ge­wonnen, daß ihre Regierungsmaximen unfehlbar seien, daß der österreichische Säbel eben so scharf geschliffen fei, alS der wrangelsche, der preußische. Die Centralisation nimmt also

ihren Fortgang.

Daß in Ungarn wacker gestandrechtct und verurlheilt wird, die Strafen durch vorhergehende Schindereien sämmtlich (puiilftcitf sind, daß man in Ermangelung der Männer seinen haynau-kaffelschen Muth an den Weibern und Kindern der Iraner kühlt, die Familie Kossuth also z. B. gefangen halt, versteht sich alsMittel zum Zweck" von selbst. Die Canaille muß raison lernen.

Der Metternich - schwarzenbergische Kanzlist Alexander Hüb­ner ist österreichischer Gesandter beim französischen Ochsen ge­worden. Der Präsident hatte zuvor Herrn Gustav de Beau­mont zum Gesandten beim fugendlichen Kaiser ernannt. 3ut 4inerifa hat er den Republikaner Marrast bestimmt. Da man mit den napoleonischen Vagabunden machen kann, waS man will, so erklärt sich's, warum sich erst NikolaS, ^dann der große Friedrich Wilhelm und schließlich der kleine Franz Joseph zu Frankreich in ein freundnachbarlicheS" Verhältniß gesetzt haben. Es »st für den Nothfall.

Preußen. Die beiden Kammern revidiren die preußische Verfassung weiter. Während unter den Auspizien deS