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Iw erter Jahrgang.

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Die

W o r n i s s e.

Haum , Ihr Herren, dem Flügelschlag Einer freien Keele!"

ML 112.

Kassel, Donnerstag, den 20. September

1849.

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Der S candal

nimmt seinen Fortgang. Die deutsche Frage ist in ein ande­re- Stadium getreten:

Wir bekommen gar nichts!!!

Die klcindeutschen Unterthanen zappeln wie Hampelmänner, sie schnüffeln wie Hunde, denen man Fett über die Nase ge­schmiert hat, sie trippeln wie kleine Kinder, denen der Wille nicht gethan wird: Wir bekommen gar nichts.

Die preußische Reichsverfassung war eine pure Veration, ein vorgehaltenes Stück Fleisch, um die klcindeutschen Bären tanzen zu lehren, die preußische Neichsverfassung war eine EScamotage der deutschen Neichsverfassung, des Parlaments der Gothaer Nähjungfern, des nationalen Blödsinns, der libe­ralen Schreihälse. Mit dem Wurm dieser Neichsverfassung hat der König von Preußen die Gewissen der Herren von Ga- gern, von Iordan, von Eberhard, von Bückeburg und Lübeck gefangen; die gefangenen Fische werden fein säuberlich in die Hofküche gebracht, zum Ergötzen der Dienstmägde, der Zucker­bäcker , der Bratenwender.

Nachdem die kleindeutschen Möpse, die deutschen Schul­meister , mit unerwarteter Gelenkigkeit über den Frankfurter Knüppel" gesprungen sind, werden sie auch über den Berliner Knüppel" setzen. Die Frankfurter Dompfaffen müssen Purzel­bäume schlagen, wie'S der König von Preußen zu befehlen geruht. Zur Belohnung bekommen die Möpse und Dompfaffen gar nichts.

Der preußische Hexenmeister hat mehr gethan, als wir er­wartet hätten. Er hat den moralischen Eindruck", diebit­tere Resignation", dieMacht der Umstände", dieGegner der Revolution" so gründlich blamirt, daß wir sie hoffentlich auf ewige Zeiten loS sind.

Die deutsche Frage ist biâ zum Interim gediehen. Der gordische Knoten ist auf die famöseste Weise zerhauen, die Partie in'â kaiserliche Himmelreich ist bis auf das nächste Früh­

jahr verschoben. Im Herbst und Winter ist daS Wetter zu schlecht.

Biâ zum wunderschönen Monat Mai,wo alle Knospen springen", wird daâ deutsche Reich in Sequester gelegt. Ein paar Säbelprinzen übernehmen die Verwaltung und zahlen die Schulden an Rußland und an die Kroaten. Waö im nächste« Jahr vom deutschen Reich noch übrig ist, wird an den Meist­bietenden versteigert; die Gothaer Nähjungfern können sich'- zum Irrenhaus ankaufen.

Das Provisorium ist im Interesse der Unterthanen. BiS zum nächsten Frühjahr kommen keine bedeutenden Geschäfte vor. BiS zum nächsten Frühjahr ist nichts zu thun, als ein bischen hängen, köpfen, schlachten, viertheilen, stockprügeln, zuchthâu- seln. Dafür reichen die Kriegsgerichte hin, dafür können ein paar Säbelprinzen sorgen.

Das Provisorium beruht auf dem Grundsatz der Arbeits­theilung. Wenn im nächsten Frühjahr die Störche und die Mistkäfer kommen, dann ist auch die Zeit der Möpse und Dom­pfaffen, der Volkshäuser und Nähjungfern.

Wir bekommen gar nichts!!!

H. H e i s e.

tDie absolute Büreaukratie.

(Schluß.)

Die Revolution der Professoren, der gelehrten Stockjobber, war über die konstitutionelle Monarchie hinauSgegangen. Hr. von Gagern hatte das Volk für souverän erklärt. Diese Re­volution war, wie alle Revolutionen, eine Knittel- und Prügel­revolution, eine Revolution mit den Fäusten, mit Hammer und Art, mit Säbel und Flinte. Die Stockjobber pro- tegirten die welthistorische Prügelei.

Die Professoren haben sich auch wieder zurück geprügelt. In dem Augenblick, wo sie auS Feigheit, Feilheit, Gesinnungs­losigkeit, in dem Augenblick, wo sie als Gesetzgeber, als ban-