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rüstung so außer sich geräth über daS „ Schmachvolle " einer Allianz der baierischen Regierung mit Frankreich, das begrei­fen wir in der That nicht. Du lieber Himmel, man muß doch den Umständen Rechnung tragen. Die Zeit, wo man aus christlich-germanischer, langhaariger, leinwandshosiger Vater­landsliebe mit Vater Arndt und Iahn Franzosen fraß, und welschem Tand und welscher Seise fluchte, sind ebenso vorüber, als die, wo das deutsche Spießbürgerthum mit Bassermann und Konsorten drüben über dem Rhein die Gestalten und Guil­lotinen der rothen Republik schaudernd sah. Die französische

Republik ist ebenbürtig geworden; der Czar hat sie ehrlich ge­sprochen, sie ist im Areopage der neuen heiligen Allianz zu Warschau vertreten; und es ist Hinfort für keine legitime Re­gierung eine Schmach, mit ihr sich zu verbünden. Die preu­ßische Regierung sucht in Rußland und Frankreich Bundesge­nossen zur Unterstützung ihrer Vergrößerungspläne; die baie- rische sucht sie für ihre selbstständige Existenz, für die wittels- bachische Souveränetät. Die Fürstenpolitik fragt nur nach dem Interesse ihrer Dynastie. Was dem einen Recht ist, ist dem andern billig." Bravo!

Dekan ntmach ungen.

(647) Die

Pariser Glacé-Handschuh- Wäscherei

bleibt nach wie vor in der Behausung des Bäckermeisters Hrn. Briebach, Kaserneustraße Nr. 930 (nahe der St. MartinS- kirche) dritte Etage. Benannte Handschuhe von allen Farben können nach Beschaffenheit des Leders 10 bis 12 Mal gewa­schen werden, und zwar so, daß sie den neuen an Reinheit und Glanz nicht nachstehn. DaS Paar 2 Sgr.

(652) Nach Kalifornien, Mio de Janeiro und Valparaiso wird im Laufe des Monats Oktober expedirt der kupferfeste Schnellsegler „ San Fran- cisco“, Capt. Claus Dierks. Näheres bei

C. G. Habich, untere Königsstrasse Nr. 962, ______Agent für Heydorn u. Comp. in Bremen.

(670) Englische Sprache, in sehr praktischer Weise und kurzer Zeit zu erlernen. — Schloßstraße Nr. 245, erste Etage.

L Aus der großen Seehandlung wieder

S angekommen: y

< £ breites Leine», 72 Ellen für 8 Thlr., K

Ë nur allein in Original-Waare zu haben bei $ I. Schönfeld s Wittwe, §

E (671) untere Schloßstraße Nr. 770.

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(673) Die Erben deS verstorbenen Gastwirths Peter Schwarz beabsichtigen, daS in der Wilhelmshöher Allee gelegene Wirth­schaftsgebäude, Garten, Kegelbahn rc., zum Zwecke der Erb- theilung meistbietend zu verkaufen, und haben zu dem Ende Termine auf den 10., 17. und 24. September l. I., Nach­mittags 2 Uhr, in das Verkaufölokal angesetzt. Falls im ersten Termin ein genügendes Gebot erfolgt, wird der Zu­schlag ertheilt.

(674) Am Marställer Platz Nr. 334 eine freundliche Stube mit Möbeln, sogleich oder auf den 1. Oktober.

(683) Auswärtige Eltern oder Verwandte, welche einen jun­gen Menschen eine hiesige Schule besuchen lassen, werden hier­mit auf eine bequeme Lokalität für denselben aufmerksam ge­macht, bei deren Benutzung auch zugleich praktischer, wie theo­retischer Unterricht in der französischen Sprache, auf Ver­langen, ertheilt werden kann. Nähere Auskunft ertheilt die Expedition d. Bl.___________

(685) Montag, den 17. September d. I., Nachmit­tags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Schützenhause 75 Stück

ausgestopfte, gut erhaltene, in 36 entsprechenden Glaskasten sich befindende Vögel, so wie eine Sammlung Seemuscheln und eine dergleichen verschiedener guter Steine auf's Meist­gebot verkauft werden.

(6861 Ein Mann, welcher ein Staats-Examen gut bestanden, wünscht vorzugsweise in der reinen Mathematik, dem Schön­schreiben rc. von Michaelis an Unterricht zu geben. Das Honorar wird billig gestellt, und Adressen mit A. B. bezeichnet, beliebe man in der Expedition d. Bl. abzugeben. ___

<«) Der Hessenbote,

redigirt vom Reallehrer S. Bcrlit, wird auch im nächsten Vierteljahr wöchentlich dreimal (Dienstags, Donnerstags uud Sonnavends) erscheinen, und abwechselnd mit politischen Aufsätzen unterhaltende Lektüre bieten. Seine Richtung — entschieden demokratisch — bleibt unverändert dieselbe. Da das Blatt eine fortlaufende, gedrängte und populäre Mittheilung der gesbegebenherteu gibt, so eignet es sich besonders als politische Zeitung den Mittelstand aus dem Lande und in der Stadt. Der Preis beträgt 12 Sar. 6 Hlr. für das Vierteljahr und macht auch dem Unbemittelten die Anschaffung des Blattes möglich. Man abonnirt bei allen Postanstalten. Bekanntmachungen aller Art finden durch den Hessenboten Verbreitung w ganz Kurbessen und werden mit 8 Hlr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. — Neu zugehende Abonnenten erhalten den Hessenboten für den Monat September vom Tage der Bestellung an umsonst.

Hersfeld, den 12. September 1849.

Die Expedition des Hessenboten^

(688) Neueste Damen-Mäntel bei

Jakob Kufjelmann-______,

(6d!>) Lokal - Veränderung.

Meine Wohnung befindet sich jetzt in der Frankfurter Straße Nr. 26, im Hause deS Kaufmanns Hrn. Elster, dem ich dieses meinen geehrten Kunden ergebenst anzeige, bl ich um geneigten Zuspruch.

Kassel, am 14. September 1849.

W. Erdmann, Schneidermeister^

(690) Eine Parthie 1848r März-Tabake, also abge­lagert , wird der außer Mode gekommenen „schwarz-ro - goldnen " Etiquetten wegen billig abgegeben bei mittlere Iobannisstraße Nr. o

Für die hessischen Flüchtlinge in der Schweiz ist âiss gangen: e m la * Uebertrag . ’ 3 " Von Heinrich........• « — — „ Bürgermeister Loth . . . . . • ' 5 -' „ v. D. , . . . , . • . es»",

Die Expedition der „Harn l ___

Kassel. — Verantwortliche Herausgeber: H. Heise y. Dr. Kellner.

— Druck der Estie vne'^schen Buchdruckern.