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Bekanntmachungen.
(315) Den 1. Juni a. c. findet die Verloosuug der Kurhessischen 40 Thaler - Loose Statt; hierzu vermiethet die Original- Prämissenscheine für 2 Thlr. das Stück (womit 36,000, 8000, 4000, 2000, 1500, 1000 Thlr. ic. erlangt werden können)
H. Al. Dellcvic^
Hedwigstraße Nr. 995 , der Realschule gegenüber.
(316) Am Markt Nr. 373 ist die dritte Etage, 6 Piecen, Küche und Keller, nebst Mitgebrauch des Waschhauses, auf Johannis, und eine möblirte Stube sogleich zu vermiethen.
(319) Guten Essig empfiehlt
Ludwig König, in den Barracken Nr. 14, im Hinterhause der Sternapotheke.
(320) Einige tüchtige Weißbindergesellen finden Beschäftigung. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes.
(321) Zu vermiethen. — In Nr. 42 der Garnisonskirche gegenüber Stube und Kabinet mit Möbeln, auf den 1. Juni.
(323) Pferdeverkauf.
Dienstag den 29. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen bei der Posthalterei zu Hofgeismar zehn Pferde öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung verkauft werden.
(323) Donnerstag den 3i. Mai d. I-, Vormittags 1 0 Uhr, sollen zu Wehlheiden 6 bis 8 Stück gesunde, sowohl zum Fuhrwesen als auch zum Ackerbau brauchbare Pferde, welche seither am Eisenbahnbau benutzt wurden und jetzt disponibel sind, öffentlich an den Meistbietenden gegen sofortige baare Zahlung verkauft werden. Ebenso kommt an diesem Tage eine bedeutende Anzahl Pferdegeschirre zum Verkauf.
Kaufliebhaber werden ersucht, sich zu obiger Zeit im Eisenbahnbau - Büreau zu Wehlheiden einzufinden.
(326) In meinem vor dem Holländischen Thore im f. g. Seilerwege Nr. 13 gelegenen Garten, versehen mit Boöketö und Kegelbahn, habe ich Wirthschaft eröffnet, welches ich meinen verehrten Mitbürgern mit der Bitte um zahlreichen Zuspruch bekannt mache. Joh. G. Müller.
(329) Neue Auswahl in
gemalten Rouleaux,
Bronze - Gallerien und andern Gardinen - Verzierungen, sowie Tapeten, Tischdecken u. s. w., bei
£. Mansbach H Sohn,
Steinweg Nr. 186.
(230) In meiner Gartenwirthschaft auf dem Philippinenhof bei Kassel habe ich eine Douche und Brause errichtet, welche ich dem Publikum ergebenst empfehle. Es können daselbst Bäder im Abonnement und einzeln zu billigen Preisen genommen werden. Kranke werden dort in Logis genommen nnd unter ärztlicher Anleitung in Kur und Kost verpflegt. Auch werden Erfrischungen jeder Art daselbst ge
reicht. Namentlich eignet fich mein Etablissement wegen der dort befindlichen Turn anstalt für Turnvergnü gu n g e n.
Friedrich N u st, früher Bademeister zu Wolfsanger.
(331) Die Verlegung meiner Wohnung aus der Wilhelmshöber Allee in den Garten des Weißbindermeistcrs Hrn. Zaun, in der Kölnischen Allee, nahe am Bahnhöfe gelegen, hierdurch anzeigend, bemerke ich zugleich, daß ich neben der seither von mir geführten Wirthschaft auch Kaffee, sowie warme und kalte Speisen verabreiche.
Hl. Hochapfci's Witwe.
(232) Es ist Jemannd gewillet, gründlichen und billigen Unterricht im Weißnähen zu ertheilen, wobei auswärtige Frauenzimmer Kost und Wohnung erhalten können, und werden diejenigen Eltern, welche ihre Töchter dieser Weißnähschnle anvertrauen wollen, ersucht, nähere Auskunft bei der Expedition der Hornisse einzuziehen.
(333) Die Sektion „Struve" hat Sonntag den 27. Mai Abends 8 Uhr, Versammlung im „ deutschen Hause" (Frankfurter Straße) bei Bürger Loth.
Der Vorstand.
(234) Ein junger Mensch, welcher das Blechschmiedegeschäft zu erlernen wünscht, findet einen Lehrmeister. Wo? sagt die Expedition d. Bl.
(235) Eine mit guten Attesten versehene, gut gelernte Köchin, welche auch andere häusliche Arbeiten zu verrichten verspricht, wünscht gleich oder auf Johannis eine Kondition. Zu erfragen in der Expedition d. Bl.
(336) Dem Hrn. Dietrich, Blecharbeiter, diene bei meiner Durchreise zur Nachricht, daß die per Post mir zugesandten Arbeiter-Kokarden, mit Ausnahme der bereits bezahlten, bei den Borstanden auswärtiger Arbeitervereine zum Verkauf niedergelegt sind. Nach der bereits geschehenen Aufforderung werden ihm nun in kurzer Frist entweder die Geldbeträge oder die nicht abgesetzten Kokarden zugehen. Bis zu dieser Zeit gebe ich aber dem Hrn. Dietrich und Konsorten die volle Befugnis) , meine Privatbriefe auf Bierbänken zu veröffentlichen und in Ermangelung anderer Beschäftigung Schimpfreden zu provociren , indem ich hiermit die feste Versicherung abgebe , daß ich das in meinen Briefen erwähnte Gesindel weder fürchte noch beachte. G. Franz.
(337) Die Versetzung des Beamten Kleinhans hat bei der Mehrzahl der Bewohner des Amtsbezirks Spangenberg nicht geringes Erstaunen und die größte Aufregung hervorgebracht , indem, dem Wunsche entgegen, dieser Beamte nach Ziegenhain versetzt wurde, während die Versetzung des weniger beliebten Amtèphysikus unterblieb, obgleich doch der Stadtrath und Volksrath um die Entfernung des Letztern mehrmals nachgesucht hatten und das Gegentheil gerade eingetreten ist. — Wie verhält sich denn doch wohl die Sache? — Haben vielleicht die vielen Reisen des Physikus nach Kassel gewirkt? —
Wenn nun die Staatsregierung geglaubt hat, durch die Versetzung des von fast Allen hochgeschätzten Beamten die Gemüther zu beruhigen, so möchte sie sich wohl getäuscht haben, indem der Widerwille gegen obenge- dackten Arzt bei sehr Vielen nur erhöht worden ist. — Ist es daher die Absicht hoher Staatsregierung, die schon oft ausgesprochenen Wünsche zu berücksichtigen und die Gemüther endlich einmal zu beruhigen, so würde wohl das einzige Mittel darin zu finden sein, daß der Obengenannte baldmöglichst versetzt würde.
Wahrscheinlich würde die Stadt Spangenberg für den Fall der Versetzung ohne Gehaltszulage die Umzugskosten gern tragen, oder durch Sub- scription aufbringen! — Geschieht die Versetzung sofort, so ist der Unterzeichnete bereit, 5 Sgr. dazu beizutragen.
Ein Anhänger.
Kassel. — Verantwortliche Herausgeber: H. Heise «. Dr. Kellner. — Druck der Estienne'schen Buchdruckerei,