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ziere der andern mitkämpfenden Truppen sich solche Handlungen nicht zu Schulden kommen lassen, daß sie sich überhaupt freundschaftlicber und weni­ger barsch und stolz gegen ihre Soldaten benähmen. — Wir machen darauf aufmerksam, wie nachtheilig allein ein solcher Glauben zu wirken vermag. Für die Offiziere selbst immer am nachtheiligsten!

bene, schwer verwundete baierische Kameraden zu retten und nebst Geweh­ren und Tornistern in Sicherheit zu bringen. Bei dieser schönen That ha­ben sich dann noch weiter betheiligt der Korporal Sippel, sowie die Mus­ketiere Hoffmann, Wagner, Schneider, Gleim, Steckel, Wehner, Schmidt Brand, Schellhas, Wettlaufer.

Aus Schleswig-Holstein. — Bei Kurf. Kriegsministerium ist ein Schreiben des Generals von Prittwitz aus dem Hauptquartier Kolding vom 10. Mai eingelaufen , worin den kurhessischen Truppen, namentlich dem 2. Bataillon des 2. Infanterieregiments wegen ihres Verhaltens in dem Gefechte bei Düppel den 13. v. M. besonderes Lob gespendet wird. Die Ruhe und Ordnung, die Standhaftigkeit im Geschützfeuer in der Ge­fechtsstellung und während des langen Tirailleurgefechts wird besonders hervorgeh»ben. Besonders zeichneten sich aus die Koiporale Riedel II. und Degenhardt , sowie die Musketiere Preis, Keil und Rohrbach. Sie gingen freiwillig in das heftigste Feuer, um vier zwischen den Linien liegen geblie­

Die ganze Provinz Hanau starrt von Waffen! Bei Gelnhausen erheben sich Schanzen, um die heranziehenden Preußen furchtbar zu empfangen. Sobald die Sturm­glocke ertönt, muß sich jeder Waffenfähige stellen — oder er wird erschossen. Ei! ei! Ministerium von Kur­hessen, steht das im Gesetz für Volksbewaffnung vom 13. Mai?

Bekanntmachungen.

(315) Den 1. Juni a. c. findet die Verloosung der Kurhessi­schen 40 Thaler - Loose Statt; hierzu vermiethet die Original- Prämiffenscheine für 2 Thlr. das Stück (womit 36,000, 8000, 4000, 2000, 1500, 1000 Thlr. rc. erlangt werden können)

H. M. Detlevie,

Hedwigstraße Nr. 995, der Realschule gegenüber.

4 br. Turndrell, die Elle â 34 und 4 Sgr.;

4 br. Leinen, 88 Ellen für 8 Thlr.; gestickte Gardinen, a 5 Thlr., bei

J. Schönfeld s Wittwe.

(305) Graben Nr. 770.

(318) Fuldaer Bier bei

Wilhelm Köhler, obere Marktgaffe.

(319) Guten Essig empfiehlt

Ludwig König, in den Barracken Nr. 14, im Hinterhause der Sternapotheke.

(320) Einige tüchtige Weißbivdergesellev finden Be­schäftigung. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes.

(321) Zu vermiethen. — In Nr. 42 der Garnisonskirche gegenüber Stube und Kabinet mit Möbeln, auf den 1. Juni.

(322) In den nächsten Tagen soll ein Aufruf an die Wäh­ler auSgegeben werden, welcher die Forderungen enthält, die der Verein für Volkörechte an den nächsten Kur­hessischen Landtag stellt. Unsere Mitbürger in Stadt und Land werden auf diesen Aufruf hiermit im Voraus aufmerksam gemacht. Kassel, deu 21. Mai 1849.

Der Vorstand.

(323) Pferdeverkauf.

Dienstag en 29. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen bei der Posthalterei zu Hofgeismar zehn Pferde öffentlich meistbie­tend gegen baari Zahlung verkauft werden.

(324) ©er dermalige Besitzer eines im Gasthause zu Wilhelmshöhe am Himmelfahrlè - Nachmittage wahrscheinlich aus Versehen mitgenommenen grünseidenen Regenschirms wird gebeten, letzteren dessen Eigenthümer, Hrn. Liqueurfabrikanten Herbold dahier, alsbald auszuhändigen. Geschieht dies nicht, so wird ein unbemittelter Mann, welchem dieser Schirm zur Bewahrung gegeben war, zum Werthersatz desselben genöthigt.

(325) Dienstag den 29. Mai d. I., Vormittags 1 0 Uhr,

sollen zu Wehlheiden 6 bis 8 Stück gesunde, sowohl zum Fuhrwesen als auch zum Ackerbau brauchbare Pferde, welche seither am Eisenbahnbau benutzt wurden und jetzt disponibel sind, öffentlich an den Meistbietenden gegen sofortige baare Zahlung verkauft werden. Ebenso kommt an diesem Tage eine bedeutende Anzahl Pferdegeschirre zum Verkauf.

Kaufliebhaber werden ersucht, sich zu obiger Zeit im Eiseu­bahnbau - Büreau zu Wehlheiden einzufinden.

(326) In meinem vor dem Holländischen Thore im f. g. Sei­lerwege Nr. 13 gelegenen Garten, versehen mit BosketS und Kegelbahn, habe ich Wirthschaft eröffnet, welches ich mei­nen verehrten Mitbürgern mit der Bitte um zahlreichen Zuspruch bekannt mache. Joh. G. Müller.

(327) Lanzen von bester Qualität sind zu haben bei

Wiegand in Bettenhausen.

Avertissement.

Kund und zu wissen ! — Heute stand *)

Termin zum Holzverkaufen *);

Im Wochenblatt war dies bekannt

Gemacht, — viel Schock und Haufen.

Das Publikum, die Kreuz und Quer

Von Stadt und Land erschienen,

Und kamen in der Absicht her

Zu kaufen nach Belieben.

Doch der, der uns dorthin cilirt,

Ein Mann mit Namen Raabe,

Hat uns am Narrenseil geführt,

Gleichwie ein böser Knabe!

Denn er kam nicht — er blieb zu Hauè!

Er hatt' uns angelegen;

Wir mußten wieder leer nach Haus,

S o waren wir betrogen.

Doch dieses kann ihm nicht für gut

Von uns gehalten werden,

Wenn er nicht künftig besser thut,

So führen wir Beschwerden.

Für diesmal mag Frau Horniss' ihn

Dafür ein wenig stechen,

Uns ist es jetzt noch nicht vcrlich'n An ihm uns selbst zu rächen!!

Am 15. April 1849.

♦) Den 15. Mai.

**) Im herrschafli. Tannenwald bei Dörnberg.

Kassel. — Verantwortliche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. — Druck der Estienne' schen Buchdruckerei.