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sage verbitterst, jede Gnade" zu Gift machst! ES gibt eine Art zu antworten, die man geschmacklos nennt, es gibt eine andere Art, die empörend ist.

O, wie feige seid ihr! In welcher ewigen Angst, in welcher steten Noth vor der Zukunft lebt ihr!

Die Bewegung wird trotz der hohen Protektion, trotzdem, daß stch die Hände der Minister und Stadträthe derselben an­nehmen, gelingen. Sie wird gelingen trotz der total nichts­sagenden Erklärung des Gesammt- Staatsministeriums. Es war nicht die Absicht, daß sie durch das Ministerium vor sich gehe, sie sollte mit ihm gehn, vermuthlich geht sie neben ihm weg.

Neben dem Kasseler Stadtrath wird sie jedenfalls weggehn. Mag er treiben, waâ er will. Für das Geld, was er sam­melt , wird er vermuthlich Feuerwerke abbrennen. Blödsinnige Bürger!!! _____________

Frankfurter Manie.

Die Frankfurter Parlamentöcentren beschäftigen sich im Augenblick mit der Frage:

ob nicht Johannes, der Tyroler, die deutsche Kaiserkrone erhalten solle.

Wahrlich, wäre der Verrath nicht gar zu weit getrieben, wäre eine Ermannung der Schulmeister noch möglich, die Perfidie, der brutale Trotz der Centreu wäre unbegreiflich. Nachdem Johann, der Unverantwortliche, 9 Monden lang ein gehorsamer Diener in den Händen unserer Henker war, derselben Männer, welche unS den Krieg erklärt haben, Johann, der Erzherzog, der Mann aus dem Hause Habsburg, das gegen die Freiheit seine Existenz in die Schanze wirft, soll er

--- deutscher Kaiser werden! Der Verrath soll legali- sirt, heilig gesprochen werden Bravo! Wenn der König von Preußen sicher wüßte, daß der Antrag der Centren znm gesetzlichen Blödsinn erhoben würde, so könnte er seine Kano­nen sparen, das Reich könnte in aller Ruhe und Ordnung zu Grunde gerichtet werden. Johann deutscher Kaiser! Ein Professor lacht nicht, sonst müßte er sein eigener Tod werden, durch Lachkrämpfe über sich selbst!

Es cursirt wieder das Gerücht, der König von Preußen werde abdanken zu Gunsten des Prinzen. Wer unser Blatt liest, weiß, was daâ bedeutet. Die ganze Durchführung des kaiserlich-königlichen Schurkenstreiches ist dem Könige zu schwer, der Prinz und seine Gemahlin haben derbere Schultern.

Werden sämmtliche Compagnien der Bür­gergarden sich von einem Theile des Offizier- corps die den Ministern ofsiciell zu erkennen gegebene Ansicht octroyiren lassen:

Der am Sonntag erschienene Erlaß des Gesammt-Staatöminifteriums sei im Sinne des Geistes der hiesigen Bürgerwehren ab­gefaßt?

Werden sie es sich gefallen lassen? Ist der Knechtsinn so weit gediehen? Barocke An­maßung dieses Offiziercorps! Wir hoffen, daß ein bogenlanger Protest eingeht!!!

Dekanntmachungen.

(267) In ein Colonial-, Eisen- und Manufaktur- Waaren- Geschäft einer lebhaften Landstadt wird unter annehmbaren Bedingungen ein Lehrling gesucht. Näheres in der Expedition.

(286) Ein junger Mann von guter Erziehung und mit den nöthi­gen Schulkenntniffen versehen kann als Buchbinderlehrling zu Pfingsten oder Johannis d.J. ein Unterkommen finden; auch kann demselben der Eintritt in den Laden, der Schreibmaterialien und Kurze Waaren führend mit der Buchbinderei verbunden ist, auf besonderes Verlangen gestattet werden. Wo? ist in der Ex­pedition dieses Blattes zu erfahren.

(289) Ich mache hiermit ergebenst bekannt, daß ich meine Essig- Fabrik eröffnet habe, und lasse ich den Essig an meine Abnehmer in größeren wie in kleineren Quantitäten. Ich bitte um geneigten Zuspruch.

Carl Boßhammer, Unterneustadt, Waisenhausstraße Nr. 134.

(296) Wiener Leinen, das Kleid zu 2 Thlr., W o llen- Mousseline und carrirte wollene Stoffe, mit und ohne Seide, zu Sommerkleidern geeignet, empfiehlt

UH J. Sichel,

Pauli - und Holländische Straße-Ecke Nr. 809.

(300) Ein Lehrling kann sofort bei mir eintreten.

H. Riehl, Tapezierer.

Markt Nr. 400.

(303) Meine Wohnung ist im Hause meines Vaterâ, Johan­nisstraße Nr. 732.

Dr. Fr. Wild, pract. Arzt.

(306) Trockene Hefen,

vorzüglicher Qualität, jeden Morgen frisch zu haben in der Behausung des Hrn.

Kaufmann Elster, Frankfurter Straße Nr. 26.

(307) Guten abgelagerten Essig zu den billigsten Preisen empfiehlt Fr. Bechtel,

Carlshaferstraße Nr. 711.

(308) Zur Vermeidung von Mißverständnissen bittet man, Correspondenzen, Circulare rc., welche für den seit längerer Zeit hier bestehendenVolksverein" bestimmt sind, genau mit der hierunter bemerkten Adresse zu versehen.

Gudensberg, den 10. Mai 1849.

Der Vorstand des Volksvereins. In dessen Namen:

H. Kleim, Vorsitzender.

(309) Ein junger Mensch wird sogleich in die Lehre gesucht bei W. Löffler, Buchbinder.

(310) Da ich nicht mehr schneidere, so warne ich einen Jeden, besonders die Herren Kaufleute, Etwas auf meinen Namen verabfolgen zu lassen, indem ich keine Zahlung leiste.

Elise Spohrleder, Witwe.

Kassel. Verantwortliche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. Druck der Estienne'schen Buchdruckerei.