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Kurz, meine Andächtigen, dieser Verstorbene war ein kreuz, braver, er war ein guter Mensch, friedfertig, bedächtig, aufopfernd gegen seinen Nächsten, namentlich gegen den König von Preußen, wohlthätig, wo es sein mußte, ein sorgsamer Haushalter, der gerade so viel ausgibt, als er einnehmen will. Nun ist er todt , aber seine Werke werden ihn überleben. Mit Thränen der Rührung und deS GramS wird manches seiner armen Kinder sein gedenken.
O ihr Geliebten, trauert nicht zu hoffnungslos. Haltet am Glauben! Vielleicht werdet ihr ihn wiedersehen! Amen!
Erklärung des Ministerpräsidenten in der preußischen zweiten Kammer am 21. April.
1) Die Regierung bleibt bei ihrer Notenerklärung.
2) Bedauert bereits schmerzlich (s. ersten Artikel), daß einige Fürsten selbstständig bleiben wollen.
3) Leider! leider! ist die deutsche Verfassung ohne Berücksichtigung der von den Regierungen für nothwendig erachteten Veränderungen angenonmen von der Nationalversammlung. Die Negierung kann ohne Abänderung die unbedingte Annahme derselben Sr. Majestät nicht empfehlen.
„Meine Herren! Es ist hier schon oft von der Macht der öffentlichen Meinung die Rede gewesen. Ich erkenne diese Macht an; sie besteht auf dem ganzen Erdkreise, sie besteht, so lange die Geschlechter der Mensel' en leben. — Pause. — Ich erkenne sie an, aber so wie das Schiffsvolk die Elemente rings um sich her anerkennen muß; - cs muß die Elemente anerkennen, aber es darf das Schiff nicht herrenlos umhertreiben lassen; dann wird das Schiff niemals die Brandungen überwinden, dann wird es niemals in einen sichern Hafen einlaufen — niemals — niemals — niemals!! (Schwaches
Bravo auf der äußersten Rechten.)"
Von der Kammer wurde darauf, nach Tumult und lebhafter Debatte, der dritte Satz des Antrags von Rod- bertus mit 175 gegen 15U (16 Stimmen Majorität) angenommen. v
Der Beschluß heißt:
„ Zu erklären, daß die Kammer ihrerseits die von der deutschen Nationalversammlung vollendete Verfassung, sowie sie nach zweimaliger Lesung beschlossen worden, als rechtsgültig anerkennt und die Ueberzeugung hegt, daß eine Abänderung derselben nur auf dem von der Verfassung selbst vorgesehenen ft -Essig iss"
-vas wirds helfen! Die deutschen Kö- nlge und ihrx Minister wissen, was sie zu thun haben!
, , ^'^ lebe der Kaiser der Deutschen! Es lebe as K ai senhum!
und die ganze Fürsten geleUlchaft!!!
Aus Schleswig-Holstein. (Auszug aus dem Bericht des Generalmajors Spangenberg, Kom
mandeurs dèr kombinr'rten kurhess. Brigade bei dèr Armee in Schleswig-Holstein — auS Wester- Düppel, 1 5. April 1849.) „... Am 12. April Abends wurde der Befehl ertheilt, noch in der Nacht einen Angriff auf die Schanzen auf den Düppeler Höhen durch mehrere bairische Bataillone auf dem rechten und zwei sächsische Bataillone auf dem linken Flügel zu unternehmen, und durch die kombinirte kurhessische Brigade, sowie durch die übrigen sächsischen Bataillone (nebst ihrer Artillerie) zu unterstützen. DieTruppen der kurhessischen kombinr'rten Brigade rückten um 11 Uhr früh vor und nahmen in der Nähe der Düppeler Schanzen Stellung. Die zum Angriff bestimmten Bataillone waren vorangegangen und in die vordersten Schanzen, welche von einzelnen Posten und Patrouillen besetzt waren, eingedrungen; in der zweiten Linie stießen sie auf geschlossene Infanterie -- Abtheilungen , welche nach kurzem Gefecht gegen den Sonderburger Brückenkopf zu- rückgeworfen wurden. Auf der linken Flanke waren die sächsischen Kolonnen auf einem durch das Feuer der feindlichen Strandbatterien auf Assen und der Kanonenböte schwierig gemachten Weg vorgedrungen, auch war ihre auf der Düppeler Höhe eingenommene Stellung durch jene Batterien sehr gefährdet. .. . Der Feind unterhielt von TageS-Anbruch an von drei Wasserskiten aus ein Geschützfeuer auf fast alle Punkte der Düppeler Höhen, nach deren erfolgter Besetzung das 2. Bataillon des kurhess. 2. Infanterie- Regi m e n t ö in die Linie einrückte, in welcher nun am rechten Flügel ein bairisches Bataillon und dieses kurhessische, am linken zwei sächsische Bataillone mit vorgeschobener Tirailleurfront nach dem Brückenköpfe standen. Feindliche Infanterie -und Jäger- Abtheilungen rückten vor und nun entspann sich ein Tirailleurgefecht; Geschützfeuer nur von feindlicher Seite. Die diesseitige Linie wurde auf der rechten Flanke Mittags durch das kurhess. Schützenbataillon verlängert. DaS Tirailleurgefecht dauerte bis 8 Uhr Abends. Das Resultat ist die Einnahme und Besetzung der Düppeler Schanzen. In der Nacht vom 13. auf den 14. bivouakirten sämmtliche am Gefecht betheiligten Bataillone vor den Düppeler Höhen. Abends 7 Uhr am 14. besetzten 1 baierischeâ, 1 sächsisches und 2 hannoversche Bataillone den Vorpostendienst und die übrigen 6 Bataillone nebst der Artillerie bezogen enge Kantonnements in den nächst gelegenen Ortschaften. Außer einigen Schüssen von den Kanonenbö n und Strandbatterien rc. haben bis jetzt weiter keinerlei Feindseligkeiten von Belang stattge- funden. Die Mannschaft der beiden kurhessischen Bataillone und der Fußbatterie war um 2 Uhr Morgens au Smarschirt und (mit Ausnahme der Batterie) biS 8 Uhr Abends im Tirar'llcur-Gefecht, sodann im Vorpostendienst und Bivouak bis zum folgenden Tage und bewies ebensowohl Ausdauer als Ruhe und Muth im Gefecht. Von der Fußb atterie waren am 13. Morgens zwei Geschütze am Strande der Bucht Wen- nig-Brad ausgestellt, und bewirkten durch einige auf ein Kanonenboot gerichtete Schüsse, daß dieses seine Absicht aufgab, noch näher anö Land zu kommen. Die sächsischen Bataillone erlitten verhältnißmäßig den größten Verlust; sie haben allein 6 getödtete und 7 bles- sirte Offiziere. Von den kurhessischcu Truppen waren vom 2. Bataillon des 2. Infanterieregiments 1 Offizier (Lieut. von L enger ke), 1 Unteroffizier und 15 Soldaten verwundet; von letzteren starb der Mützkcticr Vogel am folgenden Morgen. Lieut. v. Lengerke hatte einen Prallschuß an der rechten Seite; er konnte bereits gegen Abend wieder zum Bataillon treten. Vom Schützenbataillon ist 1 Gefreiter durch eine Spitzkugel am Kopfe verwundet worden. — Das kurhesgiche kombinirte Husaren-Regiment traf gestern in hiesigerGegend ein."