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löwen), damit sie durch einfache Stimmenmehrheit das Gesetz fertig mache. Alles zur Durchführung der Grundrechte!" gerade so wie ehedem die italienischen Knabenzur Ehre Got­tes" kastrirt wurden. Wer in diesem Jagdgesetz-Entwürfe keine Reaction sieht (d. h. nicht mehr die still in Knoöpen schießende, sondern die Reaction in voller Blüthe!) der muß mit siebenfacher Blindheit geschlagen sein. Blühe, blühe liebes (März-) Veilchen, wir werden dich schon brechen, wenn es Zeit ist!

Der nationale Verein hat wieder 'mal eine ungeheure Adresse erlassen nebst einem Rundschreiben:Er muß, er muß, er muß Kaiser werden! Brüder auf dem Papier, nationale Papierbrüder, zwingt ihn , zwingt ihn! Jetzt oder nie!" Der König von Preußen hat nach der Kunde die­ser Zwangsadresse beschlossen, nach England zu flüchten.

Eine Sturm -Möve.

Daß am dritten Ostertag keine rothe Fahne sollte entfaltet werden, weiß Jedermann; daß aber Glasermeister Schombart als Schütz keine schwarz. roth - goldne Mütze im öffentlichen Iuchtpolizeigericht dulden wollte, wissen wohl noch Wenige; wir machen solches hiermit bekannt.

Man muß zu sterben wissen!

Neichs-Zeiselbär I. bei der Kunde, daß die Reichèzeiselbären-

Zeitung 120 Abonnenten weniger hat.

Der Berliner Telegraph arbeitet wie toll.

Der Kreis Kassel, 52 Ortschaften, wird einstimmig gegen den famo­sen Entwurf des Jagdgesetzes protestiren.

Die Neuhessische meint, die Soldaten würden ja wohl den Demokra­ten Nichts gethan haben, sie hätten keine Angst haben sollen. Wer stets die Angst im Kopf hat, wie die Neuhessische, konnte getrost hinge­hen , sich gutwillig die Fahne nehmen lassen und dann fortlaufen.

Eine Adresse des Vororts des nationalen Vereins an den König von Preußen vom 2. April beginnt:

Allerdurchlauchtigster König! Deutschland hat seinen Kaiser!"

Der König soll geantwortet haben:

Allerweisester Vorort! Der nationale Vorort hat seinen Sparren!"

Hessische Presse in Fritzlar.

In Fritzlar erscheint ein Blättchen:Der Volksbote von der Ed der", was wir hiermit der Welt bekannt machen wollen. Es läßt sich in seiner Nr. 32 über die Hornisse also aus:

Weit entfernt, der reinen demokratischen Richtung dieses Blat­tes im Allgemeinen entgegen treten zu wollen, verdient es dennoch Tadel und Mißbilligung, daß seine Spalten stets geöffnet sind, um Verdächtigungen und Angriffe der gehässigsten Art, meist entsprun­gen aus Leidenschaft (leidenschaftslose Angriffe will der Edderbote!) und bösem Willen (gutwillige Angriffe sind auch amüsanter) aufzu- nehmen."

Ein solcher Angriff soll nun die Aeußerung der Hornisse sein, daß die barmherzigen Schwestern nächstens ihren Einzug auf Fritzlars fruchtbarem Boden halten würden. Darüber legt derEdderbote" die Hornisse mit der gerechtesten Boten-Entrüstung aus der zitternden Hand. Lege sie noch­mals aus der Hand, mein hinkender Rote, wenn du liesest, daß sich bis setzt auf unfruchtbarem Boden noch niemals ein mönchischer Orden nieder^ gelassen hat, und daß ein solches Ordenshaus oder ein Kloster niemals so gut ist, daß es nicht besser wäre, wenn an ihrer Stelle ein gutes welt­liches Krankenhaus oder ein Schulgebäude seinen Platz fände.

Ernennungen und Beförderungen.

Die früheren Garde du Corps sind am Jahrestage der Garde du Corps-Nacht durch eine ministerielle Ordre zu Kurfürst- Husaren befördert worden. Chef derselben der AUergnädigste, Allerdurchlauchtigste, Aller­großmächtigste Kurfürst und Herr, Herr Friedrich Wilhelm I. von Hessen.

Bekanntmachungen.

(185) Clavier- und Gesang-Unterricht ertheilt

G. Lotzgesell,

Holländische Straße Nr. 874.

(iso) Holz-Auction.

Die Sendung von sehr hübschen Mahagoni- und Palisander-Four- nieren, sowie auch dergleichen Pohlen ist angekommen, und findet der Verkauf nächsten Freitag den 13. April, Vormittags halb 10 Uhr, statt.

E. Wehr, Schreinermeister.

'> Für Konfirmanden !

Gewürkte Tücher, das Stück ä 44 Thlr., türkische Mousseline de laine - Kleider , Sommer-Mousseline und Schweizerkattune sehr billig bei

J. Schön felds Wittwe,

(191) Da sich in Betreff der sichern und prompten Beförderung der Aus­wanderer allerlei unwahre Gerüchte verbreiten , deren Grundlosigkeit bereits nachgewiesen ist, so erkläre ich hiermit, daß Auswanderer, welche bei mir zur Abfahrt nach Rew-Pork , Baltimore und Uew-Vrleans am 15. und 22.April akkordiren, selbst bei einer möglichen Blokade auf eine durchaus sichere, prompte und ungehinderte Abfahrt mit neutralen Dreimastern rechnen kön­nen, und verpflichte ich mich, die Preise niedriger zu stellen, als Auswan­derer in Bremen sie bedingen können.

Joh. Conr. Bachseid jun., (Mittelgasse Nr. 131, an der Entengasse Ecke) bevollmächtigter Agent von Ed. Ichon in Bremen.

092) Z u vermiethen.

In der Ziegengasse Nr. 161 Logis mit und ohne Möbeln, ersteres im ersten Stock, mit Aufwartung.

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I. Schönfelds Wittwe,

untere Schloßstraße (Graben) Nr. 770.

(202) Ein Logis in der 4ten Etage des Hauses Nr. 181 der Wilhelms­straße ist auf Johannis zu vermiethen. Das Nähere darüber in Nr. 35 der Frankfurter Straße.

(203) Alter abgelagerter Aepfclwein in großen und kleinen Quantitäten zu haben bei

H. Rosenthal,

Holländische Allee Nr. 44.

Kassel. Verantwortliche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. Druck der Estienne'scheu Buchdruckerei.