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M., begleitet von M's. Schwiegersohn W. Es entspinnt sich folgendes Gespräch:
R.: Ihr geht nicht in die Kirche?
M.: Nein. Jedermann und Sie dazu wissen, daß ich schon seit 14 Jahren lahm bin und an Krücken gehe.
R.: Aber Ihr seid vorher auch nicht hineingegangen.
M.: Wer sagt das?
R.: Euer Schwiegersohn.
M.: Ist das wahr?
W.: Nein.
R : Hm! — dann habe ich mich verhört. Aber Ihr geht auch nicht um Abendmahl.
M.: Das mache ich, wie ich will. Dafür gibt es keinen Zwang.
R.: Ihr wollt also meine Lehre nicht annehmen ?
M.: Nein, dazu haben Sie mich vorher belogen.
R.: Euch hat der Teufel am Seil.
M.: Ist hier ein Teufel, dann hinaus mit Ihnen.
R.: Dec Satan soll Euch auf dem Todtbelt zerreißen.
M.: Raffen Sie sich!
R. (wehmüthig): Ihr habt kein gutes und empfängliches Herz.
M.: Wer weiß, wer das beste hat, Sie haben meins noch nicht gesehen Gehen Sie!
Beklagenèwerther Pfarrer R.! Sie wollten früher als Heidenbekehrer nach China. Hätten Sie's doch gethan! Sie würden dort empfänglichere Herzen gefunden haben, als bei den hessischen Landieuten. Dort wurde vielleicht auch der blutarme Taglöhner, dem Sie, als Sie ihn mit der Au-befferung seiner Hütte beschäftigt trafen, zornig anließen, weil er sein Herz an Weltliches hänge, Ihnen gefolgt sein, während unsere deutschen Taglöhner gottlos genug sind, um nicht für eine Anweisung auf das himmlische Glück den Pfaffen die Erde zu überlassen. Ader würden Sie es dort auch dahin gebracht haben, daß die Weiber sich weigern , gegen ihre Ehe- Herrn gewisse Pflichten zu erfüllen? So weit wir die Chinesinnen aus den Berichten der Reisenden kennen, sind wir nicht berechtigt, es zu glauben. Aber in dem Lande der blonden Germanen gibt'è Frauen, die--wir hoffen, es sind ihrer nur wenige. T.
Als Beitrag zu den Wirkungen der neuhessischen Verleumdungen theilen wir auch folgende Adresse an Hrn. Knobel mit:
An den Landtagsabgeordneten, Herrn Bürgermeister
Knobel in Ehlen.
Geehrter Herr!
Die von mehreren Seiten gegen Sie gerichteten unwürdigen und gemeinen Angriffe, die deutlich die Absicht verrathen, das Vertrauen Ihrer Committenten zu Ihnen zu untergraben, veranlassen uns, die unterzeichneten Einwohner Ihres Wahl- distriktS, zu der Erklärung, daß Sie, Herr Deputirter, nach wie vor unser volles Vertrauen besitzen, dasselbe Vertrauen, welches Ihnen durch unsere Wahlmänner fast einstimmig Ihr Mandat gegeben hat!
Wir Unterzeichnete sehen nur in der Durchführung der wahren und vernünftigen Volksherrschaft das Heil unserer Zukunft, und wissen die ehrenhaften und redlichen Bestrebungen wohl zu schätzen, mit welchen Sie, Herr Deputirter, unsere und unseres Vaterlandes wahren Interessen zu fördern streben.
Wir sagen Ihnen hiermit für die unwandelbare Pflichttreue, mit welcher Sie zum Volke halten, unsern Dank, und unterzeichnen mit Hochachtung.
(Folgen die Unterschriften von 72 Ortövor- ständen, Gemeinderaths - und Ausschußmitgliedern aus 16 Gemeinden des Landwahldistrikts Hofgeismar.)
Ernennungen.
Der Rechnungs-Revisor Henkel bei der General-Direktion der StaatS-Eisenbahnen ist auf sein Ansuchen seines Dienstes entlassen.
Der Oberfeuerwerker Karl Wilhelm von der Artillerie- Brigade ist zum 2ten Zeugschreiber beim Zeughaus ernannt worden.
Kekanntmachungen.
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0'0) Einladung zum Abonnement
auf die
„Neue Rheinische Zeitung",
für das zweite Quartal (L April — Ende Juni) 1849.
Alle Postämter von Deutschland nehmen Bestellungen an; für Frankreich: das Königl. Ober-Postamt in Aachen und Hr. A. Havaè, Nr. 3, Rue Jean Jacques Rousseau in Paris; für Holland und Belgien: die Belgischen Brief-Postämter; für Großbritanien: Mr. William Lhomas, Catherine-Street, Strand, in London, und das Belgische Brief-Postamt in Ostende.
Der Abonnements-Preis pro Quartal beträgt bei allen preußischen Postämtern, Postaufschlag einbegriffen, Thlr. 1, 17 Sgr. Im übrigen Deutschland sowie im Auslande kommt der fremde Postaufschlag hinzu.
Inserate: die 4spaltige Petitzeile oder deren Raum: 1 Sgr. 6 Hlr.
Anzeigen aller Art erlangen durch die sehr großen Verbindungen des Blattes eine sehr weite Verbreitung.
Die Redaktion bleibt unverändert.
Die bisherigen Monatsgänge der „Neuen Rheinischen Zeitung" sind ihr Programm. Durch ihre persönlichen Verbindungen mit den Chefs der demokratischen Partei in England, Frankreich, Italien und Nordamerika ist die Redaktion in den Stand gesetzt, ihren Lesern die politisch-sociale Bewegung des Auslandes richtiger und klarer abzuspiegeln, als irgend ein anderes
Blatt. Die „ Neue Rheinische Zeitung " ist in dieser Beziehung nicht blos das Organ der deutschen, sondern der europäischen Demokratie.
Köln, im März 1849?" .....
Die Expedition.
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Kassel. — Verantwortliche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. — Druck der Estienne'schen Buchdruckerei.