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seinen lieben verhungernden Kindern schenken wollte, für dieses Jahr, für das zukünftige und für alle folgenden.

Antwort der Landstände.

Allerunterthänigste, allergehorsamste! In Ew. Kön. Hoheit landesväterlicher Erklärung finden wir nunmehro die dringende Aufforderung, Allerhöchstdenselben die ganze Summe schleunigst zu verwilligen. Da! Aber wir geben es lieber nicht, aber wir wünschten, daß .... aber wir hoffen doch, .... aber wir meinen, daß in der Zukunft, .... aber wir glauben, daß Ew. Königl. Hoheit verpflichtet sein dürfen könnten, Etwas zu sagen aber, aber ....

Leiser Chor: Ab er . . . aber . . . die konsti­tutionelle Monarchie?

Abgeordneter Rauh: Ich glaube, fie ist die größte Lüge, die Gott vom Himmel auf die Erde geschickt hat (Beifallsjauchzen der Tribüne). Aber lassen Sie uns das Gewitter abwarten, den Donner und Blitz. Lassen Sie uns keinen Vertrag brechen, und wenn ihn auch der eine Theil bricht, lassen fie uns auf dem Boden der Gesetzmäßigkeit beharren.

Das Volk: Wer ist denn das? der Republikaner Rauh! So, Herr Hanauer! Also Sie und Ihre Herrn Kollegen wollen auf dem Boden des Gesetzes bleiben, d. h. hübsch still, ruhig, gehorsam und wir, das Volk, wir sollen Dao gutmachen, was Ihr verdorben; ihr seid die Lämmer, die Lady Macbeths, die keinen Blutstropfen an ihrer kleinen, feinen weißen Hand sehen können. Aber Ihr droht mit mir, mit dem Volke! Wir sollen uns für Euch besudeln, wir sollen die hessischen Wölfe spielen und die kurhessischen Oberlöwen zu Paaren treiben. Wir werden Euch mit zu Paaren treiben. Wir, das Volk.

Leiser Chor der Stände: Aber ... aber die konstitutionelle Monarchie!

Abgeordneter Wolf von Schmalkalden: Motto: Ich bin kein Republikaner.

Wenn die konstitutionelle Monarchie eine Lüge ist, dann weiß ich nicht, was es geben soll.

Das Volk: Ha! Ha! Er weiß es nicht. Etwas wird's geben, Viel, ungeheuer Viel, Alles, aber kein N i ch t s und keine Nichtfe von kon­stitutionellen Landständen.

Umriffe der famösen Sitzung vom 2 7. März.

Der Präsident ist, wie gewöhnlich, auf seinem Sessel eingeschlafen und der Strom der Debatte fluthet wie er kann und mag, hinüber und herüber.

Der große Professor von Sybel übertrifft sich von Neuem mit seiner Rede, gedreht aus Kautabak, Gummielastikum, Kautschuck und langem, zähem Maka- roni. Wenn ich ihn höre, denke ich sofort an die

schmatzenden Lazzaroni'S des Kartätschen-Königs in Na­poli, wie sie die langen Makaroninudeln in den Mund und aus dem Mund ziehen. Und hinten donnert der Vesuv. Kümmert sie nicht.

Der große Professor von Sybel will eine reine Hand behalten, will sich nicht beschmutzen, aber er wünscht Anmerkungen zu machen zum Entschluß Sr. königl. Hoheit, er will die konstitutionelle Praxis mit einem neuen Pröbchen Kautabak berei­chern. Stellt den Antrag:

Bei Wilhelm nur ist Seligkeit, und ohne Wilhelm Hölle! "

Mit den Zusätzen:

Polen ist noch nicht verloren,

In ihm lebt sein Glück!" und

Warte nur! warte nur, kleiner Gesell!"

Dem großen Vorbild derkonstitutionellen Kaut­schuk - Praxis" treten würdig nach die Schüler der Sy- belei (Saibelei oder Seilerei) der berühmte kalifornische Kanzelredner von Meier aus dem Bürgerverein dahier, Nachfolger und Stellvertreter des Hrn. Reichskanoniers Bergk, und der ehemals regiert haben wollende Bier­brauer und hin- und herreisende Bezirksrath, Stadtrath und Landtags-Abgeordnete Lederer.

Hr. v. Meier:mit dem Anstand, den er hatte, seit das Licht er sah", pustet vonmeinem Volke", von der vaterländischen Civilliste", von seiner weißen Hand, die er um keinen Preis besudeln will, dideldum, dideldum.

Der Herr Bierbrauer - Mitregent und Untersybel Lederer gedachte mit Rührung derseligen Tage", wo er mit dem Volk an das Thor seiner Rechte geklopft habe, d. h. an daS Palais in Kassel, und ließ dunkel merken, daß er seine Mitregentschaft ndch nicht ganz aufgegeben habe. Aber die Civilliste? Gern, herzlich gern! Ganz zu Befehl! Verlangen Sie viel­leicht noch ein Extra - Almosen ? Da!

Nun erhob sich die juristisch-poetische Grafschaft Rinteln, die sanft meckernde Himmelsziege, und ver­wickelte die endlosen Endlosigkeiten noch endloser. Sie will Alles verwilligen, aber unter haarsträubenden Be­dingungen, da sollen Se. königliche Hoheit hübsch den Leuten was zu verdienen geben, und bauen und bes­sern, und hauen und wässern, in Auen und Schlössern; dorten wo die altersgrauen Burgen sich entgegen schauen, dann soll l e i se Sonnetten weise, heiser preisen die Hochherzigkeit Sr. königl. Hoheit.

Also sprachen sie dort unendlich die Redner der Rechten,

Sprachen Gesprochenes nochmals und dach­ten Gedachtes noch zwölfmal.

Da erbob sich mit Donnergepolter der Käm­pfer der Schlachten

(Fortsetzung in der Beilage.)