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Aus der Paulskirche vom 25. März.
Sö wè der, Tuischin Zunge, wie stet din ordenunge, daz iiii din mugge ir künec hât unt daz din ére also zergât. Bekéra dich , bekére.
(Neuestes Jammergeschrei des Edlen Gagerii nach dem alten des edeln Walther von der Vogelweide.)
Wir brauchen kein Ministerium!
Wir haben, wir haben den Kaiser!
Wir haben ihn, Nichts bringt unS drum;
Adieu! Herr Reichöverwaiser!
Adieu! du Linke, du bist mcht mehr!
Wir sind wie neugeboren!
Wir springen und tanzen hin und her, Es wachsen unS wieder die Ohren.
Es mahnt uns daö liebliche Wachsen wohl
An Zeiten, die vergangen,
Es steigt mit Macht nach faulem Kohl, Nach Disteln unser Verlangen.
Nach der Heimath ziehen wir Knall und Fall
Mit neuer Löwenkourage.
Ihr Fürsten, o laßt uns zu unserm Stall! Gerettet ist die Blamage!
O gerbt unS noch zuletzt daö Fell
Mit tüchtigen Ruthenstreichen, Daß die Kaiserblähungen stark und schnell AuS den Unterleibern entweichen.
Daß über die Lande führet der Wind Ein balsamisches Kaiserdüften, Und daß wir kehren zu Weib und Kind Mit neugestärkten Hüften.
Adresse an Knobel.
Zufolge ei«stimmlgen lseschluUos ^e iuer
Volksversammlung zu Veckerh 8 dem Deputirten Kn o bel ttneZ ich stehenden Inhalts übersandt.
„ Bürger! Sie sind seit einiger Zeit: den, hawsch Angriffen einer Partei ausgesetzt, welcher _ zur Erreichung ihrer Zwecke zu schlecht tst, um nicht sogleich mund- und handgerecht zu mache«, meisten zeichnete sich hierin die „ sogenannte ^euy i sische Zeitung — deren Wahrheitsliebe bereits wörtlich zu werden beginnt — aus. Und das stand ihr sehr wohl an. „
„Sehr im Irrthume aber ist diese „sogenannte Neuhessische, wenn sic glaubt, behufs der bevorstehenden Laudtagöwahlen das Vertrauen Ihrer Wähler zu Ihnen
unterwühlen zu können. Ihre langjährige landständische Thätigkeit hat uns Gelegenheit genug geboten, Sie als einen ehrlichen und rüstigen Arbeiter an dem Bau der Freiheit und Wohlfahrt für Alle kennen zu lernen. Fahren Sie muthig fort auf der betretenen Bahn, und unsere Zustimmung wird allen Ihren Bestrebungen stets schützend zur Seite stehen. Gruß und Handschlag! "
Geheime außerordentliche Sitzung der Ständekammer vom 2 6. März.
Eine telegraphische Depesche verlangt sofortige Mobilmachung von isoovMann Die Ständekammer beschließt die Mobilmachung und die Einziehung der ersten Abtheilung des 2. Aufgebots (circa 3000 Mann).
Telegraphische Depesche vom 27. März.
Die marschfertigen Truppen sollen ohne Weiteres aufbrechen. Solche kostbaren Nachrichten bringt uns dieser kaiserl. königl. preußische Telegraph; diese wenigstens kommen zu unserer Kenntniß. Wozu man diese Truppen brauchen will, und was sonst noch, bleibt Regierungsgeheimniß von Rechtswegen. — Die Neuhessische lauscht und lauscht vergebens; in der Ertase über eine neue Quelle hat sie ihren Abonnenten die Nase lang gemacht nach Kasselschen Telegraphischen Berichten ! Und nun dieser Jammer! Sie lauscht und kann Nichts erhorchen. Ha! liegt Kassel an einem Telegraphen?
„Der Knabe Telegraph fängt an mir fürchterlich zu werden!"
Öffentliche Sitzung der Ständekammer
vom 27. März.
„Was hat er gesagt ? Was hat er gesagt? „Nichts hat er gesagt!"
Nichts! Einfaches und doch so gewaltiges Wort. Aus dir hat Gott die Welt geschaffen, auS dir ist oft schon sehr Viel geworden. Nichts! sagte Philipp II. den Niederlanden, und sie sielen ab. Nichts sagten die Stuarts und die Bourbons, Nichts sagten alle diese erlauchten, mit Blindheit geschlagenen Polen- taten, und aus diesem Nichts wurde ein Krawallchen, daraus ein Krawall, daraus ein Revolutiönchen, daraus über Nacht
die Revolution!
Nichts sagte der Kurfürst von Hessen und damit meinte er, die ungeheure Summe seiner Civilliste, die er als edler hochherziger Landesvater auf daS submisse Betteln seiner allergetreuesten, ergebensten Landstände