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Hornisse.
Zweiter Jahrgang.
M^ 38» Kassel, Donnerstag, am 29. März 1849#
G^“ Die ,,Hornisse " wird wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends, Nachmittags 4 Uhr, (die einzelne Nummer gegen den Betrag von 9 Hlr.) und zwar im Hause der Madame Zimmermann, obere Entengasse jNr. 132, neben Hrn. Kaufmann Bachfeld, ausgegeben. Ebenda, sowie bei allen Postanstalteu Knrhessens, kann auch auf unser Blatt für das folgende Vierteljahr gegen den Preis von 18 Sgr. abonnirt werden. Ausländische Postanstalten können bei den inländischen ihre Bestellungen machen.
Anzeigen aller Art (abzugeben in der Expedition des Blattes) finden Aufnahme und wird die Spalcenzeile aus der Petitschrift, oder deren Raum, mit 1 Sgr. berechnet. Die Redaction.
Telegraphische Depesche.
Frankfurt, 27. März.
Der Kaiser ist fertig — mit 4 Stimmen Majorität ein erblicher Kaiser! Wer? — Eine andere Depesche verkündet die Wahl des Königs von Preußen zum Kaiser von Deutschland mit 20 Stimmen Majorität (!!!). Eine dritte Depesche verkündet die Annahme der Kaiserkrone in Berlin. — Glück auf!! — Nun wissen wir, woran wir sind!!!! —
Die Civillifte des K nr fürfte «.
„ Welch' reichen Glanz wirst diese Fürstenkrone!
Das ist von Albion der Sündensold."
Der Kurfürst von Hessen, unser erster Staatsbeamter, erhält eine Summe von 300,000 Thlrn. Außerdem hat er ein Einkommen von ohngefähr 400,000 Thlrn. aus dem Hausschatz. Macht in runder Summe 700,000 Thlr., macht für jeden Tag im Jahre circa 1900 Thlr., macht für jede Stunde des Tags einige 80 Thlr., macht für jede Minute 1 * Thlr., macht in jedem Augenblicke circa 1 Silbergroschen.
Unser erster Staatsbeamter kostet uns ein schönes Sümmchen *). Man wird dabei unwillkürlich an ein altes Mährchen erinnert, in dem einem schönen Mädchen bei jedem Wort ein Goldstück auS dem Munde fällt. Doch cs gilt ja den Glanz, die Hoheit der Krone. Ei! wer sollte da nicht lieber HungerS sterben, ehe er seinen letzten Heller seinem armen Fürsten vorenthielt.
Die 400,000 Thlr. Einkünfte des Hausschatzes müssen bei diesem Einkommen deswegen mitgerechnet wer- den, weil sie aus dem Lerkauf der Unterthanen , aus dem blutigen Menschenhandel und aus dem furchtbarsten Erpressungen von dem erlauchten hessischen Fürstengeschlechte zusammengebracht wurden.
_ . de" Extragratisikakionen qar nicht zu reden, als da sind Geld für'è Theater, geschenkte 600,000 Thaler Einkünfte der
Quart Rotenburg u. dergl. Lumpereien.