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Wer kann über diese Verhältnisse Aufschluß geben? MehrereBürger.

darf man doch nicht erwarten, daß sie als Bock zum Gärtner gesetzt sei?

Ein Nichtstipendiat.

O deutscher Michel freue dich!

Wer sagt, daß wir nicht mächtig sind? Wir leiben an Macht keinen Mangel, Welch anderes Volk hat 'nen Windischgrätz, Welch anderes Volk einen Wrangel?

Wer sagt, daß wir nicht herrlich sind? Die deutschen Bajonette

Sie haben in Ost, West, Nord und Süd Gebracht die Freiheit zu Bette.

Wer sagt, daß wir nicht einig sind? Wer wagt das zu sagen, o Deutsche? Wir haben ein Nationalzuchthaus, Und eine gemeinsame Peitsche!"

WaS man verspricht, muß man auch halten.

Bei der damaligen Wahlagitation für Baumbach- Kirchhain wurden die Feldhüter von dem St.-R. B. beordert, um Briefe an die Ortsbürgermeister zu be- sorgen, und zwar sehr eilig; unsere Wege sollten uns gut bezahlt werden. Unser Ge­halt, sechs Thaler monatlich, ist zu gering, solche wichtige Arbeiten und Wege umsonst thun zu können! Wir fragen also hiermit den geehrten Rep. B......, wer zahlt daS Versprochene?

Im Namen einiger Feldhüter

ck -

Klassisches Fürstengespräch.

[Suetonius vita Caligulae. Suetonè Leben des Caligulaj

Ein römischer Mandarin oder Senator:

. . . . Halten zu Gnaden! MehercuJe! (Hol' mich der Teufel!) Imperator semper Auguste! (Allerdurch­lauchtigster Herr!) Die Liebe von Allerhöchstdero ge­treuen Unterthanen (cives) wird ....

Caligula (in der Uniform eines Kriegstribuns der Präto- naner) : Waö? Lieben sollen? (amare ?) Nicht lieben sollen! (non amare!)--fürchten sollen! fürchten! fürchten! (timere!)

Sehnsucht.

Nach Franksurtigen, nach Frankfurtigen, Wo man sucht den Kaiser hurtigen, Wie einst Israel den Saul.

Wo SanktHenkel" sich verheißen Die Oestreicher 'rauSzuschmeißen Aus der Kirche von St. Paul.

Dahin, Alter, laß mich zieh».

Marburg, im März 1849.

Einer für Viele.

Frage: Warum erscheint die Neuhessische früh Morgenö und Abends?

Antwort: Weil sie den hellen Tag scheut.

Für die Hornisse.

Neulich kam ein Landmann aus der Umgegend in die Lederer'sche Bierwirthschaft, um dort ein Stück Wurst zu einem Schoppen zu verzehren. Nach dem Genuß wurde dem Manne sehr übel und das Publikum dachte schon an Blutwurstgist, als sich endlich herausstellte, daß die Wurst, Gottlob! in ein Stück der Neuen Hes­sischen gewickelt gewesen war.

Marburg im März 1849.

Einer für Viele.

Bescheidene An frage an die Herren Vorsteher der Stipendiaten-Anstalt zu Marburg.

Wie kommt es, daß jetzt kein Geld in der Kasse deS Stipendiums vorräthig ist, während doch im vori­gen Semester genug dagewesen sein soll, um einem ge­wissen Dr. K . . . . ein Geschenk von 60 Thalern aus dem genannten Beutel zu machen? Bei der bekannten hohen Weisheit einer hochlöblichen Verwaltungsbehörde

Das Zetteln um Unterstützung.

1) Das verwahrloste Institut des Pfarrers Rausch zu Rengs­hausen leidet Mangel an Fonds und der Metropolitan Altmüller zu Melsungen hat daher aus Nächstenliebe unter dem Motto:

Wohlzuthun und mitzutheilen vergesset nicht!" K. eine Ansprache an die Mildthätigkeit der Bewohner Melsungens ergehen lassen und darin zur Unterstützung! jenes Instituts aufge­fordert. Dem armen Pfarrer muß geholfen werden.

2) Der Metropolitan A........ zu Melsungen hat aus Mangel an Leichenbegängnissen im Jahre 1848 bei Kurfürstlichem Konsistorium zu Kassel um eine Unterstützung! aus der milden Früh- meßstiftung zu Melsungen gebettelt. Dem armen Metropolitan (der jährlich nur 1000 bis 1200 Thaler Einkommen hat ist mit Zehn Thalern geholfen worden.

3) Ein armer Handwerksbursch kam unlängst zu mir und bat um eine Unterstiisung! Es war kalt, der arme Bursch schlecht ge­kleidet und hatte Hunger; ich gab, was ich für recht hielt; in dem­selben Augenblicke tritt ein Polizeidiener herzu und fordert den Burschen auf, ihm zu folgen. Dem armen Handwerker wurde ge­holfen; am nächsten Morgen wanderte er aus dem Gefängnisse mit Iwangspaß nach seiner Heimath.

Ueue Herren, neue Ucchte.

Ist das recht, daß der Hr. Regierungsrath und Direktor des ref. Waisenhauses, W., das seit langen langen Jahren ausgetheilte Reisegeld an die gewesenen Zöglinge des ref. Waisenhauses nicht mehr verwilligt und wenn dieselben blutarm sind, aus dem Grunde, weil keine Lotterie mehr gespielt wird? Sollte das früher ausgetheilte Reisegeld wohl vom Nutzen der Lotterie ausgetheilt sein? Oder soll­ten gewisse Ausgaben für gewisse Werkführer den Fortbestand deS Reisegeldes hemmen?

Mehrere gewesene Zöglinge.

(Beilage.)