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Der wesentliche Inhalt unserer Revolution ist die „deutsche Einheit."

„Mitbürger! Haltet fest an dem nach Lichtenstein übergesiedelten Parlament. Nur das unerschütterliche Vertrauen auf unsere gute Sache und der Much der imponirenden Resig­nation kann uns zum Siege führen."

Von Karlshasen aus beschwert man sich, daß die nach Schleswig-Holstein bestimmten Fourierschützen die Extrapost und nicht das viel billigere Dampfschiff be­nutzt hätten. — Ist das ein Grund zur Beschwerde? Wenn's gilt: „Mit Gott für Freiheit und Kaiserthum!"?

Bei fortgesetzter Reaktion können wir zurückgelegle „deutsche Grundrechte" Dutzendweise zu billigen Preisen ablassen. Für die bonitas wird nicht garantirt.

Es sind weitere Klagen über den Amtmann Kl. in Sp. eingelausen. Nächstens wird dort ein sashiouabler Bürgerkrieg ausbrechen.

Im guten Kurstaate gibtS hin und wieder Jnstruc- tionsrichter, die toujours sans soucis in der alten Manier fortinquiriren, forttorquiren und fortprotocol« liren. Jung gewöhnt, alt gethan!

Die Mitglieder der Altstädter Gemeinde in Roten­burg verlangen ihren zweiten Pastor wieder, der ihnen vor vier Jahren ohne ihren Willen fortgekommen ist.

Wir können ihn nicht schaffen!

Wir wollen keine constituirende Versammlung! Das wäre gerade so, als wenn man unS einen ganzen ge­bratenen Ochsen hinwürfe und keine Messer und Gabeln dabei. Ein F n l d e r *).

*] Nur keine bange, lieber Fulder! Es denkt Niemand mehr an conftituirenbe Versammlungen in Deutschland. Das Rindfleisch wird oktroyier. Die Red.

Unsere Stadt geht mit großartigen Reform-Ideen schwanger. Man will die gesammte Armen-, Kranken - und Kleinkinderpflege von Grund aus reformiren, bezie­hungsweise mit einander verbinden. Zu dem Behufe soll auch der Orden der barmherzigen Schwestern dahier installirt werden. Von „ geistlichem Einflüsse " soll jedoch keine Rede sein, — bewahre! Also die barmherzigen Schwestern und ■— die Armen! D. h. die Schwestern trinken und die Armen melken. Arbeitstheilung!

Fritzlar. D.

Großer Gott! Wo die Zeit hernehmen? Akten — also wieder was zu thun, nach kaum erst vierzehn Tagen Ruhe. Der Landrichter verfährt schonungslos mit mir; thut er doch, als gäbe es keine Spaziergänge, kein Whist und PHombre mehr!

Rinteln. *

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben der Deputation der Landstände, welche um Er­mäßigung der Civilliste betteln sollte, geantwortet:

„Wir behalten uns weitere Entschließungen vor."

Geschieht diesen Revolutionärs recht!!!!!!

Das Weitere später!

Im Wochenblatt der Provinz Niederhessen findet sich eine Verkaufsanzeige einer Parthie Hirschhäute rc., Termin auf Dienstag den 20. März, in der Hofwild, pretschirne angekündigt; Käufer werden sich einsinden und von fern herkommen, — so eben erfahren wir aber, daß solche heute an einen auswärtigen Verkäufer ohne alle Konkurrenz abgegeben worden sind. Wir fragen im Namen aller Fabrikanten, ob diese Handlungsweise die richtige sei, ob überhaupt jene Stelle ein besonderes Recht für sich habe, die zum öffentlichen Verkauf aus­gebotenen Häute vor dem Termin aus freier Hand zu verkaufen? Wir können es nicht billigen.

Kassel, am 15. März 1849.

J in Namen einiger zum Termin sich eingefundener Käufer. L.

Nachdem mich die Neuhessische in ihrer Nummer 91 für einen Lügner erklärt hatte, beschuldigt sie mich in Nr. 99, daß ich, „ um auf meine Weise zu antworten ", von Herrn Winkelblech unterstützt, Unterschriften von Ständemitgliedern zu der „ nothgedrungenen Erklärung " gesammelt habe. Da nun dies durchaus unwahr ist, so könnte ich die Neuhessische schon wieder eine Lügne­rin, ja sogar eine hämische Verleumderin nennen.