Einzelbild herunterladen
 

— 191 —

Crste Beilage zu Nr. 35 der „Hornisse"

In Niederl ........ und Phil........ sollen die Schullehrer zugleich Uebergangsabgaben- Erheber sein. Wir wissen nicht, ob sich's mit der Stellung eines Schul- lehrers verträgt, wenn er Angesichts der Schuljugend auf den Spirituosen herumklettert und sich vermöge des Hebers eine genügende Uebersicht verschafft.

Wollte unsere Staatsregierung wohl die Güte haben, die Namen der auf „Wartegeld" Stehen­den zu veröffentlichen?

190 Thaler für abgedruckte Gesetzentwürfe? Meint Ihr, wir hätten das Salz dabei verdient?

Die NeuhessiWe.

Da es unser innigster Wunsch ist, daß die neuhes­sische Zeitung für das nächste Semester so viel als mög­lich Abonnenten erhält, so ersuchen wir alle „Organe der Demokratie", namentlich den Hessenboten, die Hanauer-Zeitung rc., sie in den Augen aller „ehrlichen Männer" durch qeßtünbete Vorwürfe nicht herab-, sondern herauf zu setzen.

Die Redaction.

! ?!— Diese Chiffrebedeutet den Hrn. v. S y b e l (!), und den Hrn. v. Oetker (!), wie sie vor und hin­ter dem muthwilligen Adam v. Pfaff, republi­kanischen Angedenkens, Schildwache stehn, und „lo>e Worte" verkaufen lassen.

„ Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist daS Himmelreich."

Die Abonnenten der Neuhessischen an die Herren ! ? !

(AuS der Neuhessischen. — Ständeverhandlungen. — Civilliste betreffend.) Herr Winkelblech: „Auch er habe mit Spannung dem Bericht des Rechtüpflege- AuSschusseS entgegengesehen, der leider nicht auf die Rechtsfrage eingegangen sei; nun wollten Einige Pro­zessen, Andere adressen, Andere petitioniren, Theils mit, Theils ohne Faust in der Tasche, Hr. Meyer sogar daS noch gefährlichere Mittel der Protokollerklärung anwen­den; es sei aber Alles einerlei, weil es nur damit ende, daß die goldenen Aepfel der Hofdotation zu hoch hingen, um gepflückt zu werden; die ganze Diskussion werde eine konstitutionelle Gemüthsergötzlichkeit bleiben. "

An einem gewissen Gymnasium des Kurstaatcè Hessen existirt ein bekannter Gymnasiallehrer, der sich neulich auf der Straße an der Cigarre eines Abiturienten seine eigene ansteckte und — hinter­her den Abiturienten wegen Cigarrenrauchens benunciirte. Bravo!

Wir erlauben uns an ein hohes Justizministe­rium die ergebene Anfrage, ob die protocollführen- den Rechtspractikanten auf die gewissenhafte Pro- tocollführung Cite verpflichtet sind?

Telegraphische Depesche.

Morgen mehr!

(AuS der Neuhessischen.

Nachdem wir seit längerer Zeit nichts mehr vom großen deutschen nationalen Vereine gehört hatten, hielten wir unS für verpflichtet, behufs Auffin­dung desselben bedeutende Rundreisen in unserem großen Vaterland zu machen. Die Kosten der Reisen betragen circa 250 Thlr. Ueber das Ergebniß sehen wir uns im Interesse des Kasseler CongresseS genöthigt , zu schweigen.

Der Vorstand des großen deutschen nationalen Vereins.

Telegraphische Depesche.

Der Waffenstillstand mit Dänemark ist verlängert!

Er ist nicht verlängert!

Er ist doch verlängert!

Nein nicht!

Ja doch!

Die Ohren der deutschen Unterthanen sind we­der verlängert, noch verkürzt. Man lese die Reden des edlen Dahlmann und die „seit lange nicht so majestätisch " gehaltenen Reden der Reichsminister in der Waffenstillstandsangelegenheit.

Fritz-Wilm: Belieben Sie dieses oder jenes mei­ner „schönen Länder"? Ich beabsichtige, meine gelieb­ten Unterthanen zu arrondiren. WaS bieten Sie?

Der „jugendliche" Kaiser: Ich beabsichtige, meine Unterthanen ebenfalls zu arrondiren. Beliebt Ihnen dieses Gesindel oder daS?

Nikolas: Ich beabsichtige, meine Unterthanen gleichfalls zu arrondiren. Würden Sie mir nicht diesen und Sie jenen Lappen überlassen? Aus Ehre! Es würde mir angenehm sein.

Pfaff: Und wenn die ganze Welt diese Verräther dulden würde,

„Wir werden sie nicht dulden."