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Der Zwang jenes „ Sichabfindensollens" ist die Vernichtung einer der beiden Parteien, — die Ver­söhnung dieser Parteien ist die Eröffnung des Banditen­kriegs, des Rachekriegs, die Heiligsprechung des Be­trugs, des Jesuitismus, des moralischen Verfalles.

Die Rlvolution der Versöhnung ist die Bankerot- erklärung an die Diplomaten, die Bankeroterklärung der Gutmüthigkeit an die Lieblosigkeit, des feigen Sol­daten an den courageusen Meuchelmörder.

Anarchie! So oft der Spießbürger daS Wort hört, läßt er seine Kinder die Hände falten und greift in sittlicher Entrüstung zu den Waffen. Nach der Ansicht des Spießbürgers ist jede Debatte auf den Straßen, jede Debatte in der strömenden Leidenschaft der gehobe- nen Fäuste ein Aberwitz, eine Gottlosigkeit, ein Atten­tat auf die Religion, auf die gesittete Entwickelung der menschlichen Gesellschaft, ein Verbrechen am Geiste der Weltgeschichte.

„Zuerst collegium logicum ! "

Aber trotz seiner Logik ist der Spießbürger noch „kein Weber" geworden, trotz seiner Logik hat der Spießbürger den Revolutionen nicht vorbeugeu, sondern sie nur escamotiren können.

(Schluß folgt.)

Das Consistorium zu Kassel hat „die Ebre und die Pflicht", die alleinseligmachende Kirche zu vertreten. Man höre: Die Beschwerde eines Dissi- denten wider den Pfarrer Ritter zu Vaake (wegen der Aeußerung: „jeder, der aus der Kirche austrete oder vom Consistorium auögewiesen werde, sei wie ein Heide oder Türke") ward vom Consistorium als „ unerfindlich " zurückgewiesen. Am Ende des Beschlusses heißt es aber wörtlich: „ Die Kirche, welche das Consistorium zu ver­treten die Ehre und die Pflicht habe, könne einen solchen Austritt, den sie, von ihrem Stand­punkt aus, als eine Verirrung ansehen müsse, wohl bedauern, aber niemals im Widerstreit mit ihrem Grund­satz, daß die religiöse Ueberzeugung nur insofern Werth habe, als sie Ueberzeugung sei, denselben anfeinden oder rügen." —

„ Der ich die Ehre und die Pflicht habe, im Namen des VerfassungsauSschusses zu berichten."

Herr v. R.

Kann ein Beamter für 120 Thlr. Umzugskosten von Wolfshagen nach Kassel kommen?

Sitzungen der Ständeversammlung vom 16. und 19. März.

Registriren wir hier vorläufig, daß Herr v. Eschwege die Civillifte für dieses Jahr noch b eizub ehalten wünscht, in voller, runder, schöner Summe,-- eS wäre jetzt noch kein Mangel!!

Das ist sublim! Eine Million Schulden, 2| Mil­lion emittirte Kassenscheine, Unterstützungsgesuche von allen Ecken und Enden und — Herr von Eschwege empfindet noch keinen Mangel.

Möge der bankerotte Gewerbstand und der brodlose Proletarier warten, bis Herr v. Eschwege Mangel empfindet.

Registriren wir ferner, daß Herr von Waitz eben­falls keinen Mangel empfindet.

Warte das Volk mit der Herabsetzung der Civilliste, biS Herr von Waitz Mangel empfindet.

Registriren wir sodann, daß die Ständeversammlung — wenn wir nicht irren — einflimmigl!!!) beschlossen hat, noch einmal an die hochherzige Gesin­nung Seiner Königlichen Hoheit zu appelliren.

Registriren wir endlich, daß die Linke unserer Stände- versammmlung nunmehr glücklich auf dem Standpunkt des „ Rechtsbodenö" angekommen ist. Gott mache ihr die Erde leicht!

Sollte der Sohn des Herrn Löffel 'mal wieder um 1 Thlr. in der Bürgergarde gestraft werden, so könnte er ja, damit dieser nicht gepfändet werde, son­dern die Strafe wieder in Arrest umwandeln lassen kann, daS ihm verschriebene Vermögen von 100,000 Thlr. u. s. w. zur Abwechselung wieder seinem Sohn schenken. Ein Israelit.

Die Nachricht, daß sich in Oberitalien die Oesterreicher vor den Piemontesen zu­rückgezogen haben , scheint sich zu bestätigen, der Uebergang der Ungarn auf die rechte Seite der Donau nicht

Alle Galgenzeitungen schlagen ein wadrhaft rührendes Gelächter auf über die frivole Sorglosigkeit der Italiener. Das inarchons $a ira der Sansculotten will dem fettäugigen Bourgeois noch nicht in den Sinn.

Eins rathen wir den Italienern: bei erster Gelegenheit den vielgeliebten Lan­desvater der Sardinier unschädlich zu machen.

In Frankfurt wird fortgekaisert.

(Erste Beilage.)