D i e Hornisse.
Zweiter Jahrgang.
1130. Kassel, Sonnabend, am 10. März 1849«
C^“ Die ,, Hornisse " wird wöchentlich dreimal, Diensteids, Donnerstags und Sonnabends, Nachmittags^ Ubr, (die einzelne Nummer aegen den Betrag von 9 Hlr ) und zwar im Hause der Madame Zimmerman», obere Entengasse Nr. 132, neben Hr». Kaufman» Bachfeld, auegegeben. Ebenda kann auch auf unser Blatt für das laufende Vierteljahr gegen den Preis von 18 Sgr. abonnirt werden. Auch bei allen Postanstalten Kurhessens kann nunmehr, und zwar entweder für das ganze Quartal, oder auch für die Monate Februar und März (im letztern Falle zu 12 Sgr.) abonnirt werden. Im erstern Falle werden die bereits erschienenen Nummern nackgeliefert Aus.ändische Postanstalten können bei den inländischen ihre Bestellungen machen.
Anzeige» aller Art (abzugeben in der Expedition des Blattes) finden Aufnahme und wird die Spalcenzeile aus der Petitschrift, oder deren Raum, mit I Sgr. berechnet. Die Redaction.
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Die „Hornisse" erscheint wie bisher, aber in größerem Format, auch im nächsten Vierteljahr. Der Abonllementspreiö bleibt 18 Sgr. Wir ersuchen im Interesse der Leser, nicht zu spät zu abonniren.
Oe st erreich.
(Schluß.)
„Die Demokraten sind Reichsfeindc!" Nachdem die Feigheit und Niederträchtigkeit unserer Gegner das große deutsche Reich unmöglich gemacht, nachdem unsere Gegner die Bildung deö Reiches in die Hände der gefragenen Dynasten gespielt, nachdem sie es dahin gebracht haben, daß sie setzt mit Allem, Allem, mit Schimpf und Schande, mit dem alten Bunde ober der preußischen Säbelherrschaft sich begnügen müssen, nachdem die ehrlosen Professorenseelen die Rolle preußischer Kammerknechte, antichambrirender Hoflakaien übernommen haben, nachdem diese unsere Gegner das deutsche Reich, die Souveränetät des deutschen Reiches tausend- und abertausendmal verrathen haben, wagen sie es, von Reichsfeinden zu sprechen, von einem unnatürlichen Bunde der Demokraten und der Oesterreicher, von einem nichtsnutzigen Liebäugeln mit der Metternich'schen Polititik, dem Ollmützer Kabinet. —
Was geht den Demokraten der Fürst Metternich, was geht ihnen das Ollmützer Kabinet, waö geht ihnen überhaupt ein Kabinet an! Aber gesetzt, es wäre so, wie ihr behauptet! gesetzt, die Demokraten arbeiteten für den Kaiser von Oesterreich, sie interessirten sich für den Inhaber des Windischgrätz, das Kind der allmächtigen Sophie?
Sophie oder die Prinzessin von Preußen! Windischgrätz oder Wrangel! Ob der Rest der verrathenen Freiheit an den Fritz-Wilm oder den jugendlichen Kaiser der Kroaten verschachert wird, ob dèr letzte Lappen deö großen deutschen Reiches an die Sieger über die Barrikadenkämpfer zu Wien oder an die Sieger über die in Berlin ausgeliefert wird,--es ist ein und dasselbe, derselbe elende, schmachvolle Untergang der deutschen Nation, des deutschen Vaterlandes.