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die Sicherheit der fußfälligen Spießbürger! Das war's, was der Spießbürger wollte.
Unter solchen Auspizien hatte er wieder Muße, seine Bücher zu revidiren. Nachdem er Monate lang in seinen Beutel gelogen hatte, faßte er sich ein Herz und beichtete.
Die Beichte lautet folgendermaßen:
Alle Geschäfte stocken.
Massen von großen Fabrikherren haben nichts zu thun.
Massen von Arbeitern sind zu den andern auf die Gasse geworfen.
Die Noth ist in fortwährendem Steigen.
DaS ist das wahrhaftige Bekenntniß der geretteten Spießbürger, der mit dem Edlen v. Wrangel begnadeten preußischen Geschäftsleute, der Verräther zu Gunsten des Absolutismus.
Was nun? Wo ein Wunder ist, folgt daö zweite auf dem Fuße. Der Spießbürger geht ohne den Herrn v. Bassermann über die Gaffen und — — zum Erstaunen der Welt sieht er, daß die Revolution nirgends zu finden ist, die Gassenhelden verschwunden sind, daß die Demokratie sich von den Straßen in die revolutionären Herzen geflüchtet, daß der Belagerungszustand nichts gefruchtet hat, als die Organisation der Revolution, den Grimm der Revolution, die kalte, furchtbare Entschlossenheit der Revolution.
Der bankerotte Spießbürger erwacht hinter dem Jahre 89, ein Jahr, zwei, drei Jahre dahinter, ganz nahe vor der Zeit, wo ein Belagerungszustand so viel als nichts bedeutet.
Und nun? Nun kann der Spießbürger die Stunde nicht mehr erwarten, wo der Belagerungszustand aufgehoben wird, die offene Wunde der Fabriken geschlossen wird. Er will Luft, Freiheit, Bewegung haben, natürlich diejenige Luft, welche nur für den Spießbürger taugt, diejenige Freiheit, welche mit organischen Gesetzen gegen die Freiheit befruchtet ist, diejenige Bewegung, welche für andere Leute Todesschlaf bedeutet. Er will durch doppelten Wucher das wieder herauöschaffen, waö er umsonst ins Spiel gesetzt, umsonst zwischen die Garben der Bajonette geworfen hat.
Der Spießbürger kann die Zeit nicht erwarten, wo der demokratische Frühling mit organischen Gesetzen gebändigt, wo alle Herzen der Volksmänner in Ketten geschlagen, wo jeder Erhebung zum Voraus der Kopf abgeschlagen ist, wo er, ohne auf Hrü. v. Wrangel und seine Kameraden zu stoßen, die Börse besuchen kann.
Der Spießbürger fordert die Aufhebung des Belagerungszustandes und den Erlaß der organischen Gesetze.
Die preußischen Demokraten verlangen: Fortdauer deö Belagerungszustandes in Berlin.
Der König und die Demokratie haben während des Belagerungszustandes gewonnen, der Spießbürger hat bankerott gemacht. Es lebe der Belagerungszustand!
Ständeversammlung vom 5. März.
Registriren wir hier die Phrasen des Hrn. Sybel bei Gelegenheit des Bayrhoffer'schen Antrags, welcher bekanntlich dahin geht, an den Gehalten der höheren Staatsdiener zu Gunsten der niedern, namentlich auch der Schullehrer, etwas zu streichen.
Die Phrasen deS Hrn. Professors v. Sybel sind folgende:
(AuS der Neuhessischen Zeitung.)
„ Beklagen aber müsse er es, daß der Abgeordnete Bayrhoffer mit solcher Leichtfertigkeit von einer Expropriation der Staatsdiener ohne Entschädigung rede. Den jetzigen Inhabern der StaatSämter ihren Gehalt ohne Weiteres entreißen, sei eine Verletzung des Eigenthums, wie eS keine stärkere gäbe; die Drohung, daß die Ständekammer, wenn sie sich auf den Antrag nicht einlasse, achte er nicht (bekannte Redensart!); die Furcht vor Unpopularität könne ihn nicht bewegen, gegen seine Ueberzeugung zu stimmen (bekannte Redensart!); es heiße dem Staate einen schlechten Dienst leisten, wenn man den Beamtenstand durch dürftige Ausstattung veranlasse, sich durch ungesetzliche Mittel zu erholen — (Phrase!). Vernünftige Sparsamkeit werde er an jeder Stelle unterstützen (Phrase!), wie er z. B. auch für die Herabsetzung der Obergerichtsgehalte gestimmt habe (Beweis der Phrase!). Ein so allgemein gehaltener Antrag aber (!), wie der Bayrhoffer'sche, müsse den Wohlstand des Volkes, den er zu befördern scheine, ruiniren (Generalphrase!) Bis jetzt werde nur ein Land nach des Hrn. Bayrhoffers Grundsätzen administrirt, und daS sei Rußland! (!!!!!!!) und jeder wisse, wie traurige Früchte hier die dürftige Stellung der Beamten dem Volke gebracht hätte (Ende der Phrasen!).
Wahlagitationen.
„Der Zweck heiligt die Mittel." (Fortsetzung.)
12) In Wattenbach soll am 28. Febr. die Wahl unter der Linde bekannt gemacht, an demselben Abend ungefähr zwischen 6 — 9 gewählt und die Nichterschie- nenen sollen als für Henkel stimmend Getrachtet sein.
Offenlegung des Wahlprotokolls!
13) In Wellerode erscheint in der zum Wahlakt angesetzten Zeit Niemand. Hierauf eine Aufforderung von Kassel, daö Wahlprotokoll innerhalb 24 Stunden einzusenden. Im Wahlprotokoll finden sich 77 Stimmen für Henkel, obwohl mehrere Einwohner jenes OrteS versichern, daß Niemand gewählt habe.
Offenlegung des Wahlprotokolls!!!
(Fortsetzung folgt.)
( Beilage.)