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aufgefordert, Galgen und Rad in Bereitschaft zu halten, die LandeSverräther müßten nicht gerichtet, sondern ge­hängt werden.

Das Gerücht war eine elende Lüge. Es waren deutsche Demokraten, die in ihre Heimath wollten, in ihre Heimath, in die Heimath der Professoren und Polizeidiener, in dieses Land der Jämmerlichkeit und Feigheit, in dieses Land der Schreier und Landsknechte, der Minister und Parlamentäre.

Es waren Deutsche! Einerlei, das Geschrei hörte nicht auf; es waren doch keine deutsche Deutsche, es waren keine Deutsche a la Welcker, Bassermann, Gagern, â lu Nationalversammlung, cs waren Deutsche, die in Frankreich gewesen waren, die ein Herz im Leibe, gesunden Menschenverstand im Kopfe hatten, eS waren Deutsche mit der Revolution in der Hand. Entsetzlich! Diese Hand voll Menschen, säst ohne Waffen, ohne Geld, müde, krank, abgespannt, sollte nicht über die Grenze; die Hand voll Menschen wollte dem 9$plfe zu Hülse ziehn, den Brüdern beistehen.

Aber nun, nun? Nun, wo es die ganze Welt weiß, daß sich Rußland, Oesterreich und Preußen zu einem Schutz- und Trutzbündniß vereinigt haben, nun, wo die Kosaken an der Grenze Oesterreichs stehen, wo einige dieser Rotten bereits die Grenze überschritten haben, nun erhebt sich keine Stimme gegen diesen kai­serlichen Landesverrath, gegen diesen blutschänderi­schen Verrath , gegen dieses gottverfluchte Manöver zu Gunsten der Gewalt von Gottes Gnaden gegen die Gewalt des Volkes, gegen die Freiheit des Volkes.

Es gilt ja gegen das Volk zu ziehen, gegen ein Volk, was für seine Freiheit im Felde liegt, für seine Freiheit seit Monaten verblutet, gegen ein Volk, was kein deutsches ist, es gilt ja gegen die hochverrätheri- schen Ungarn. Was gehn uns die Ungarn an, waS gehen unS diese Leute an, die die Hand an der rothen Fahne haben, was geht uns, uns, was geht dem deutschen Parlamente, den deutschen Kammerdienern, waS geht den deutschen Lakaienseelen Ungarn an!

God save the king! Heil unserm Kurfürst Heil! Der Landesverrath ist zu Gunsten der Monarchie, zu Gunsten der gekrönten Händler, der in Pur­pur gehüllten Seelenverkäufer, der Völkerkuppler, der Völkerzertreter, er ist zu Gunsten einiger Stück Men­schen, welche an keinen Gott, an kein Recht, an kein Gesetz glauben, das sie nicht mit ihren Kanonen dem Volke dietirt haben.

Dieser Landesverrath ist nach Ansicht des deutschen Philisters zulässig. Zulässig ist überhaupt Alles, was dem Spießbürger Ruhe verschafft.

Aber irret euch nicht. Wir haben es tausendmal gesagt: Der Kampf ist nicht mehr allein gegen uns, der Kampf ist auch gegen euch, der Kampf ist zu Gun­sten deS Absolutismus.

Dieselben Kosakenschwärme, welche jetzt gegen Ungarn

ziehen, dieselben viehischen Horden werden auch zu euch kommen. Die Pläne der Großmächte sind größer als ihr denkt, besser angelegt, als ihr glaubt.

Während ihr einem Wrangel, einem Windischgrätz applaudirtet, sind ganz andere Männer gefunden, als Wrangel und Windischgrätz, Männer, welche den letzten Rest von Schaamgefühl lange verloren, welche nie Schaam- gefühl besessen haben.

Das Wetter wird über euch zusammenbrechen, sicher, zuverlässig, es wird.

Fürchtet ihr euch nicht? Wollt ihr die Knute? Beim allmächtigen Gott, ich glanbe, ihr seid jämmer­lich genug, mit Ja zu antworten.

Die römische Republik hat die französische um Anerkennung und freundliche Beziehung gebeten.

Da die SpießbürgerrepublikLouis Napoleon" in freundlichen Beziehungen zu allen gekrönten Lan- desverräthern steht, so wird dem Gesuche nicht zu fügen sein.

Es lebe die Brüderlichkeit!

Das französische GouvernementLouis Napo­leon" hat den deutschen Regierungen eröffnet, es scheine sich in Deutschland eine demokratische Be­wegung vorzubereiten. Man möge sich vorsehn.

Es lebe die freundnachbarliche Polizei!

Bekanntmachung.

Morgen wird die Schutzwache nicht ererziren, auch kei­nen Patrouillendienst thun, und wenn die ganze Stadt zu Grunde ging, weil der Herr Kommandenr geschlachtet hat. Künftigen Sonntag, wenn daS Wetter hält, kann's übrigens zum Gänseschießen gehen. Bei dieser Gelegen­heit sollen zugleich auch die Gewehre strengstens visitirt werden, ob jedes noch Schaft und Lauf hat, wonach Jedermann hiernach sich zu richten hat.

Fulda. DaS Schutzw ach e - C ommando.

(L. 8) _____

Hesr rc. Kulenkamp in A. findet in einem sehr langweiligen Artikel der Beilage zur Nr. 18 der sehr un­schuldigen Kasseler Allgemeinen Zeitung die Fassung des §. 7 der Grundrechte: alle Titel, soweit fie nicht mit einem Amte verbunden, sind aufgehoben u. s. w." schwer begreiflich, und stellt lediglich darum eine Revision der­selben in Aussicht. Zur Abwendung eines solchen Unheils werden Leser der Hornisse ersucht, bei Einreichung einer Petition um Verleihung eines beliebigen Titels an den Herrn rc. Kulenkamp sich zu vereinigen mit

einer jungen Idee."

(Beilage.)