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Die demokratische Monarchie.

Der Fürst muß unschädlich gemacht werden!

Dem Fürsten müssen alle Wege verschlossen werden, auf die sittliche Entwickelung des Volkes einzuwirken, dem Fürsten müssen alle Mittel genommen werden, das Volk zu seinen eigenen Zwecken zu benutzen, das Volk zu demoralisiren, das Volk an seiner freien Thätigkeit zu hindern.

Das ist der Glaubenssatz der demokratischen Royali­sten, der ehrlichen Betrüger, der redlichen Verräther, der Reaktionäre mit dem besten Willen, der Contrere- volutionäre auS Dummheit.

Der Fürst muß unschädlich gemacht werden Zu dem Ende muß ihm die Schule, die Kirche, das Heer, das Ministerium, Alles genommen werden, zu dem Ende muß er zum Sclaven , zur Puppe, zu einer lächer­lichen, einfältigen Kinderpuppe Herabgewurdigt, zu dem Ende muß er unter Curatel gestellt, geradewegs in eine Zwangsjacke gesteckt werden.

Kirche, Schule, Gerichte, Heer, Alles kann mög­licherweise in der Hand des Regenten eine Waffe gegen das Volk werden; mit der Kirche und Schule läßt sich das Volk verdummen, mit den Gerichten läßt sich der Volksfreund in die Eisen werfen, mit dem Heere läßt sich das Volk in Stucke schießen. Kirche, Schule, Ge­richt , Heer müssen deshalb dem unverantwortlichen, hei­ligen Regenten genommen, müssen in die Hände der verantwortUchen Minister gelegt werden.

Verantwortliche Minister! Aber wer ernennt die Minister? Der unverantwortliche Regent. Wohl! Die verantwortlichen Minister lassen sich ebenfalls corrumpi- ren, der heilige Regent kann seine Heiligkeit benutzen, die Minister ebenfalls heilig, unverletzlich, unantastbar zu machen.

Die demokratische Monarchie, die Fortsetzung jener Plünderung, welche die konstitutionelle Monarchie an der starken Gewalt des Regenten, an der absolut noth­wendigen Gewalt der Regierung begonnen hat, die de­mokratische Monarchie reißt auch die Minister aus der Hand des Fürsten, verlangt ihre Ernennung durch daö Volk, predigt die Revolution, sobald ein Fürst sich un­tersteht, ein Ministerium nach seiner Ansicht, nach seinem Willen zu bilden. -

Die demokratische Monarchie erklärt den Fürsten für einen Verbrecher, einen Räuber, einen Unmenschen, ge­gen den Wälle und Gräben gezogen werden müssen, der um jeden Preis unschädlich gemacht werden muß.

Dem Fürsten dürfen nur die Mittel blei­ben, Gutes zu thun! Wer nur Gutes thun darf, wer keinen freien Willen hat, auch das Böse zu thun, kann überhaupt nichts mehr thun, weder Gutes, noch Böses, er ist ein indischer Götze, ein Stück Holz, eine pure Lächerlichkeit.

Die demokratische Monarchie geht in ihrer Plünde­rung der Herrschergewalt, sie muß darin bis zum Wahnsinn gehen. Wenn der heilige Monarch weder Schule noch Kirche, weder Heer noch Gerichte, weder Minister noch Beamte in den Händen hat, so hat er doch noch Geld, Lakaien, einen Marstall re.

Die demokratische Monarchie plündert deshalb auch die Civilliste, kritisirt deshalb auch die Ernennung der Lakaien, die Anstellung der Marställer, den Kauf der Leibpferde. Der Fürst könnte möglicherweise das Volk durch die Lakaien, die Marställer, die Pferde ruiniren, — der Fürst könnte durch einen Hofball, durch seine Hofdamen, durch das Hoftheater, durch die Kammermusikanten ge­fährlich werden, der Fürst könnte durch seine Schneider, Schuster rc. die Nation in den Abgrund stürzen.

Die demokratische Monarchie ist nicht mehr komisch, sie ist burlesk. Es gibt kein ärgerer Feind, kein lächer­licherer Verräther der Fürsten, als sie. Die demokra­tische Monarchie ist die Anarchie des Verstandes, die ewige Revolution, das ewige Spionirsystem, die ewige geheime Polizei gegen sich selbst, gegen ihre eigenen Gesetze, gegen die selbstgeformte Heiligkeit der Monarchie.

(Schluß folgt.)

Herr Löber! Sie traten am Tage der Wahlgesetz­annahme in die Kammer ein. Brav, daß Sie die zehnte Stimme gegen gaben, zu der Hr. Rauh dann seine eilftc legte. Aber wie verhält es sich mit den Versuchungen, die Sie überwunden haben? Sagen Sie es heraus. Das Volk muß das wissen.

Wie verlautet, arbeiten die europäischen Fürsten eben an einem Völkerkatechismus. Welche Rolle wird darin die deutsche Volksehre spielen?

Der „Neuhessischcn" zeigen wir hiermit an, daß seit unserer letzten Rennomage über unsere Abonnenten- und Nichtabonnentcn-Zahl und Qualität, ein Exemplar die­ses geflügelten Wurmes für die Türkei bestellt worden ist, um den Divan zu unterwühlen. Wir sind eine Hof- zeitung geworden, erfreuen uns türkischer Unterstützung und warnen somit vor uns.

Der Putsch, Herr Schwager, ist nur aus Grün­den aufgeschoben worden. Demnach wird die Verein­barung der Reichsgesetze auch aufgeschoben werden müssen.

Ein Mucke r.

Gott! wenn man den Kurfürst und die liebens­würdigen Herren Offiziere so ruhig und anmuthig im Theater dafitzen sieht, so weiß man nicht, wie es sich böse Blatter, z. B. die Hornisse, beikom­men lassen können, so über dieselben zu schimpfen.

Eine Aristokratin, welche nach einer Hofdamenstelle jammert.