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Klasse Arbeiter , welche sich Staatsdiener nennen. Wer daher an diese magna Charta rührt, der ist allerdings verloren.
Der Staatsdiener würde augenblicklich Revolution machen, ohne alle Rücksicht, eine Revolution â la -- ihr versteht mich schon. Das Staatsdienstgesetz muß bleiben, und wenn die Welt zu Grunde geht. Es ist daS Kopfkissen, die wollene Decke, auf der sich die Beamten wälzen, der Wein, den sie trinken; ihr Evangelium, ihr Alles. Schön!
Der Spießbürger duldet aber keine Organisation der Arbeit. Der Spießbürger ist jetzt am Ruder. Sollen dem sehnsüchtigen Arbeiter nicht die Oualen des Tantalus zugemuthet werden, soll ihm nicht zugemuthet werden, für sich den Himmel verschlossen zu sehen, während seine Kameraden, die Staatsdiener, lustig hineinspazieren, so wird der Spießbürger, so werden vor allen Dingen die Höchstbesteuerten für Abschaffung dieses aufrührerischen Staatsdienstgesetzes Sorge zu tragen haben.
Wir wollen nicht behaupten, daß die Organisation der Arbeit im Staatsdienstgesetz eine gescheidte wär, — bewahre! Es ist aber doch eine Organisation.
Das Staatsdienstgesetz verlangt für jede Arbeiterstelle einen fixen Gehalt, es duldet keine Entlassung der Arbeiter ohne Urtheil und Recht, es erkennt dem ergraueten Diener, ja sogar den Witwen eine Pension zu. Recht nette Einrichtungen für eine Fabrik! Nicht wahr, Arbeiter!
Obendrein geht's mit der Anstellung nach Tüchtigkeit, eventuell nach der Anciennität. Wenn einer auch lange warten muß, so kommt er doch einmal an die Reihe. Dumme Leute würden diese Einrichtung ein Neckt auf Arbeit nennen.
Recht auf Arbeit, ein Gehalt, der das Leben einer Familie sichert, Entlassung nur in Gemäßheit eines Urtheils, Pensionen re. — wirklich eine gapz erträgliche Organisation der Arbeit.
Wir hoffen, die Spießbürger und namentlich die Höchstbesteuerten werden gegenüber ihren gemeinschaftlichen Dienern für die Folge das System ihrer Fabriken befolgen:
nämlich: Regelung des Lohns nach dem Angebot!
Bei gleicher Tüchtigkeit Verdingen der Arbeit an den Mindestsordernden!
Freie Entlassung der Staatsarbeiter! Beschränkung der Pensionen auf Fälle der persönlichen Inklination!
rc. 2C.
Der Spießbürger muß wissen, daß das System, waö er in seinen Fabriken befolgt, das billigste und dem Resultat noch vollkommen genügend ist. Er würde es sonst mit einem andern vertauschen.
Oder glaubt etwa Jemand, daß es mit den Dienern des Staats eine andere Bewandtniß habe, als mit den Privatdienern? Nicht im mindesten! Bei gehöriger Vorsicht werden die Arbeiten eben so gut abgethan wer
den, als jetzt, vielleicht noch besser. Es wird zwar zuweilen ein Diebstahl oder sonst ein Unglück passiren, wie bei den armen Fabrikarbeitern auch, das wird aber durch die Vorzüge deâ Systems vollkommen ausgeglichen. Stirbt der eine aus Hunger oder Verzweiflung, so nimmt man einen andern. Leute, die sich auf die verschiedenen Fächer wersen, wird's genug geben, und gibt's genug. Wird einer aus Noth träge und gleichgültig, so jagt man ihn fort, es gibt andere Männer. Man muß nur die gehörige Gleichgültigkeit gegen daS Elend andrer Menschen in Anwendung bringen, und es wird sich Alles machen.
Wer sich die Sache irgend vernünftig und kaltblütig überlegt, wird einsehen, daß durchaus kein haltbarer Spicßbürgergrund für das Staatsdienstgesetz besteht.
Im Interesse der Menschlichkeit, der Gerechtigkeit erwarten wir die Aushebung desselben.
Prophezeiung eines kurfürstl. Hofdieners.
Ein solcher äußerte bei Gelegenheit eines Gesprächs über die Einberufung sämmtlicher Soldaten zu ihren Regimentern: „Es wird gar bald noch mehr Neues geben, dann wird das Blut in den Druseln der Stadt fließen, wie das Wasser nach einem Regengüsse."
'Mal zu!
Es gibt Leute, die nach einer langen Seereise noch Wochen lang das Gefühl haben, als befänden sie sich auf dem Wasser.
Ein ähnliches Gefühl hat der Republikaner der Ordnung, der Henkel. Er segelt in Gedanken noch immer im Schiffe der Frankfurter Paulskirche, obwohl er schon seit Monaten auf dem Trockenen unserer Oberncustadt gelandet ist.
Lauter verhaltene Anträge!
Gott, was haben die Herrn
Doch für ein langes Gedärm.
„Die Nationalversammlung ist bankerot!"
„Wir haben noch nie das vollste Vertrauen zu hoher Versammlung verloren oder dergleichen."
ES wird mir so jämmerlich und so dumm, Als ging ich selbst mir im Kopfe herum.
Die Hessische.
Sollte es in der Absicht der Direktion des kurfürstlichen Gymnasiums zu Kassel liegen, durch Einführung von Prügeln und Ohrfeigen unsere Jugend der Märzerrungenschasten, nämlich des russisch-preußischen Knuten- kaiserthumS würdig heranzubilden? Wenn dies der Fall wäre, so fordere ich alle reactionären Eltern, d. h. die nichts von den obgenannten Errungenschaften wissen wollen, auf, ihre Söhne dieser wühlerischen Bildungsanstalt nicht anzuvertrauen, mit dem Bemerken, daß ich eS wenigstens nicht über das Herz bringen kann, meine Söhne zu Revolutionären erziehen zu lassen.
Ein reaktionärer Vater einer große» Familie in spe.
(Beilage.)