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dunkeln Kam mein, vor der geballten Faust in den Fabriken, an den Maschinen, an den Eisenbahnen, die deutschen Systematiker, alle Systematiker der socialen Reform werden als Feiglinge, als Männer ohne revolutionären Charakter, ohne Menschengefühl verachtet, verworfen.
Ihr lächelt, Spießbürger! Ihr glaubt nicht, daß der Hunger so zähe, das ausgebrannte, in Noth und Jammer verdorrte Herz einer so wilden Leidenschaft fähig sei, ihr glaubt, nur die Ueppigkeit, die Wollust, die Trunkenheit eurer Seelen sei im Stande, jenes Wort zu fassen, das Wort der Rache, nur euer Muth der Sicherheit, der gewissen Kanonen, der sicheren Büchsen sei groß, kalt, fürchterlich genug, das va banque zu spielen, die Welt mit Kartätschen im Schach zu halten; ihr glaubt, die Masse dort unten sei zu klein, zu elend, zu zerfahren, um einen ähnlichen Kampf für ihr Interesse, für ihre Leidenschaft zu kämpfen, als ihr ihn für die eure gefochten habt.
Ihr irrt euch, der Hunger ist zähe, der Hunger hat Leidenschaft! Laßt Jahr und Tag vorübergehen, und das Meer der Armen ist so sehr angeschwollen, daß ihr eS nicht mehr zu dämmen vermögt. Der Proletarier braucht keine Propaganda zu machen, er kann ruhig fortschwelgen an der Lust einstiger Rache, an seinem tiefen, unauslöschlichem Haffe, der Proletarier wird Tag für Tag , Stunde für St: nde sein Lager sich füllen sehen, jeden Augenblik werden neue Gestalten zu ihm treten, Gestalten, die ihr in eurem wahnsinnigen Spiele ruhig fallen ließet, die ihr abmagern, hinsiechen sahet, ohne ihrer zu achten, deren Fall euch lachen machte, wie der Purzelbaum eines Bajazzo auf dem Maskenballe, über den ihr ruhig weiter tanztet, weiter spieltet, weiter tränket, — eine tolle, bachantischc Wirthschaft, eine scheußliche, niederträchtige Wirthschaft, der gegenüber in einer Mitternacht sich die feurige Hand zeigen wird, die die Worte an die Wand schreibt: Es ist zu Ende.
In dem furchtbaren Wirbel der Gesellschaft schleudert ihr stündlich Genossen eures Spiels aus dem Kreise, stündlich brandschatzt euer Kapital eure eignen Banken, jeden Augenblick wirft euer Grundsatz: „nach uns die Sündfluth" Tausende in die Arme eben jenes Rachegefühls, dessen entsetzliche Wahrheit ihr zu leugnen wagt.
Der Proletarier beginnt, die Männer des berechtigten Kapitals, des gesetzlichen Wuchers, alle die Männer, welche wir eben deswegen mit dem Namen Spießbürger belegen, weil sie gegenüber ihrem Be- sitze, gegenüber dem Bestände der jetzigen Gesellschaft, gegenüber ihrem Rechte der Ueberkommenheit kein anderes Recht anerkennen , weil sie nicht anerkennen , daß ihr Recht und ihr Besitz nur soweit Recht ist, als das letzte Recht, bas letzte und erste Recht Aller es zuläßt, daS Recht auf Existenz, auf sittliche Entwickelung Aller, der srolctarlcr beginnt, alle diese Spießbürger für un» verbesier l i che Feinde, für seine g eboruen Gegner zu halten. Der Proletarier gewöhnt sich an den Gedanken eines entscheidenden Bürgerkriegs. Der Spieß
bürger hat ihm diesen Gedanken eingeimpft, unauslöschlich eingeimpft, als er selbst mit Kanonen antwortete, wo der arme Haufen dort unten nur mit Bitten sprach, wo er nur auf den Knien lag.
Eine traurige Zukunft, eine Zukunft ohne Licht, ohne Sonne, eine Zukunst voller Blut und Leichen, eine Zukunft, vor welcher auch der Stärkste zurückschrickt, eine Zukunft, die keine andere Devise trägt, als das hohle, dumpfe Wort: Revolution um der Revolution willen, Revolution aus Rache!
Die Stunden sind gezählt! So wenig alte Liebe rostet, so wenig der alte, ewige Haß der Getretenen, unmenschlich, viehisch Getretenen gegen die Henker, die Mörder, gegen Alles, was da den Fuß jemals zum Tritte hob.
Das war eine Revolution der Zukunft, über die ihr zu lachen wagen durftet, jene Revolution, wo sich das Volk um ein System, um ein sociales Programm zu schaaren gedachte, — — um die einfache Rache, den einfachen Haß schaart es sich aber leichter, stärker, unauflöslich.
Angesichts dieses Banners würde euer Lachen den Wahnsinn bedeuten. H. Heise.
Die Staatsdiener und die Organisation der Arbeit.
Der Staatsdiener ist bekanntlich Diener, Knecht der Gesellschaft, ein gewöhnlicher Arbeiter im Dienste des ganzen Staats. Abgesehn von der verschiedenen Art der Dienste steht das Beamtenpersonal genau auf derselben Linie wie das Arbeiterpersonal in einer Fabrik. Voila tont!
Der Staatsdiener, jetzt nächst der Spießbürgerschaft der erbittertste Feind der Organisation der Arbeit, wird sich's gefallen lassen, ein paar Worte mit ihm zu reden.
Zur Zeit, als der Staat der Fürst war, als der Spießbürger den Mund nicht auflhun durfte, zu dieser Zeit wußten die Staatsdiener, unbekümmert um die Consequenz ihrer Forderungen, allmählig Position zu fassen. Ihre precäre, ungewisse Arbeiterstellung, das beliebige Entlassen auS dem Dienste, der geringe, aber den Umständen und der Menge der Candidaten ganz angemessene Gehalt war ihnen unbequem, sie fingen an zu raisonniren, wurden aufwiegelerisch; schließlich verbanden sie sich gegen gehörige Zusicherungen Seitens der Herren Bürger zu der bekannten Revolution, welche den Bürgern so ziemlich nichts, den Herren Staatsdienern aber das bekannte Staatsdienstgesetz verschaffte.
Das Staatsdienstgcsetz! Laßt die ganze Verfassung znm Teufel gehen, so lange der Staatsdiener das Staatsdienstgesetz behält, rührt er keinen Finger, so lange es nicht an dies Heiligthum geht, ist ihm Alles egal, Schimpf und Ehre, Schande und Recht. Warum? DaS Staatödienstgesetz bedeutet nichts anders, als eine Organisation der Arbeit zu Gunsten der besonderen