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Zweiter Jahrgang.
ISsE- SS
Kassel, Dienstag, am 19. Februar
1849
C^ Die „ Hornisse " wird wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends, Nachmittags 4 Uhr, (die einzelne Nummer gegen den Betrag von 9 Hlr) und zwar im Hause der Madame Zimmermann , obere Entengasse Nr. 132, neben Hr». Kaufmann Bachfeld, auegcgeben. Ebenda kann auch auf unser Blatt für das laufende Vierteljahr gegen den Preis von 18 Sgr. abonnirt werden. Auch bei allen Postanstalten Kurhessens kann nunmehr, und zwar entweder für das ganze Quartal, oder auch für die Monate Februar und März (im letztern Falle zu 12 Sgr.) abonnirt werden. Im erstern Falle werden die bereits erschienenen Nummern nachgeliefert Ausländische Postanstalten können bei den inländischen ihre Bestellungen machen.
Auzeigen aller Art (abzugeben in der Expedition des Blattes) finden Aufnahme und wird die Spaltenzeile aus der Petitschrift, oder deren Raum, mit 1 Sgr. berechnet. Die Redaction.
Tagesgeschichte.
Mit Fritz gesprochen Theorie der Belagerungszustände gelernt haben. Vettern nichts dagegen haben. Wrangel schon finden wollen.
Der Neuhessische „ Schwager " versichert überall, daß, es in Baden bald losbreche. . Er paukt die Theorie der französischen Revolution und macht Hefte fürs nächste Semester.
Die Neuhcssische sieht „Sturmvögel!"
Liebchen, ade! Scheiden thut weh!
Morgen, dann geht's in die wogende See.
Sturmvögel sehe! Gut sein! Fritz von Sturmvögeln gesprochen hat. Sturmvögel schöne Vögel sind.
Alle Galgenzeitungen berichten von einem bevorstehenden Aufstande in Thüringen.
Das Volk steht auf, der Sturm bricht los.
Hände nicht feig in den Schoos legen. Soldaten einberufen. Aexte anschaffen.
Furchtbare Verwirrung der Spießbürger.
Guter Mond, du gehst so stille.
Handel und Gewerbe blühen sollen. In Berlin Handel und Gewerbe blühen.
Die Spießbürger begeistern sich für die Kanonarchie.
Bürger nicht leiden kann. Spektakel gemacht. Mann aufge-
Fritz gesagt hat, Niemand sich Mann aufdrängen zu tagen braucht.
Ein freies Leben führen wir!
Das Frühjahr beginnt. Die Demokraten machen Ausflüge auf ^me1™!^ um Propaganda zu machen. Es zeigt sich
sich *S^ 8riè gesagte wenn eine rothe Fahne
Marchons , ca ira, marchons,
Es verbreitet sich das Gerücht., daß in Warburg preußische Truppen concentrirt würden, um nötigenfalls nachhelfen zu können
Vetter guter Mann ist. Vetter Niemand im Stiche läßt.
Vetter sich d'rauf versteht.
Lustig gelebt und selig gestorben!
Abermalige Verwirrung der Spießbürger.
In die Ferne wird er ziehn,
Wo der Mönch zum Biere geht,
Wo der Bomfacius steht!
Gerüchte von Bauernaufständen in der Umgegend , von Kanonenaufstellungen in Frankfurt, von losgebrochen'n Revolutionen in Thüringen , Baden, Würtcmberg, Polen , Italien, von Erdol- chungsprojecten gegen etliche Fürsten rc. rc.
Heil unserm Kurfürst Heil!
Der Neuhessische Schwager setzt sich auf den delphischen Dreifuß und versucht, zu orakeln. Es geht nicht!
Als ich von Marburg weggcmüßt!
Samiel hilf! Nach dem Telegraphen laufen. Wrangel holen. Truppen consigniren. Demokraten wieder mit rother Fahne draußen sind.
Wollen Sie die Güte haben, mir den Schlüssel zur Unterneustädter Kirche zu geben? — Rein!
Demokraten Sturm läuten wollen. Unterneustädter Kirche mitverschworen ist. Niemand mehr trauen. Hanauer mir auch nicht getraut haben. Für mich handeln will, Alles octroyiren will.
Verfassung octroyiren will.
Wahlgesetz octroyiren will.
Thronfolger octroyiren will.
Gehalte octroyiren will.
Minister octroyiren will.
Residenz, Alles octroyiren will, will, will — Ich!
ca ira, etc.