bern aufs Beste. Prompte Bedienung! selbstkostende Preise! Matz, bankerotter Kuutenhändler.
Ein Rittmeister als Bettelvogt.
Ist es wahr, daß der Rittmeister R......in eigener Person einen armen Bettler arretirt und aus seinem Hause in die Polizei transportirt, resp. eSkortirt hat. Ein Nachbar des Rittmeisters.
Sollte 2C von Urff die Nennung des fraglichen Herrn Rittmeisters „im dienstlichen Interesse" für nöthig halten, so sind wir gern erbotig dazu. Die Red.
Niemand recht machen kann — Niemand mehr habe! — Selbst Tornister sehen muß, neue preußische. ä! ä! ä!
Warum hält der Generalstabsarzt Dr. Sch..., so oft er ein Krankenzimmer des hiesigen Garnisonslazareths besucht, mit seinen liebenswürdigen Augen immer nur Inspektion über das Glattmachen der Bettdecken, und warum befragt er die kranken Soldaten so selten nach ihrem Befinden?
Der Oberstlieutenant von B...., genannt Napoleon, begnügt sich nicht damit, Donnerwetter und Tau- sendschwerenothe auszuspeien, sondern wirft auch noch mit Millionenschwerenothen um sich.
Gewöhnliche Ehrentitel der kurhessischen Soldaten Seitens ihrer Vorgesetzten: Theekessel, Schassnase, Bestie, Saukopf, Schweinehund, Kerls, die im Sautrog jung geworden sind, Kerls, bei deren Anblick man Läuse bekömmt.
Es gewährt eine wahre Freude, zu sehen, aus welche sanfte und schonende Weise die Herren Offiziere, Unteroffiziere und Gesreiten, überhaupt die Instrukteure der Rekruten mit diesen letzteren beim Erereiren umgehen. Es giebt doch setzt keine Rippenstöße, Fußtritte, Ohrfeigen, Donnerwetter und verschiedene Ehrentitel mehr, wie sonst bei dergleichen Gelegenheiten. — Sind von oben herab andere Maaßregeln getroffen worden, oder fürchtet man, von Agenten und Correspondenten der Hornisse beobachtet zu werden?
Es wäre sehr zu wünschen, daß die jungen Herren vornehmen Offizierscandidaten, deren nunmehr ein jedes Regiment und CorpS eine ziemliche Anzahl besitzt, baldigst, längstens aber bis zum 1. April d. I , wo der Waffenstillstand mit Dänemark zu Ende geht, zu Offizieren avaneirten *), indem sonst zu befürchten steht, daß sie, als unmündige und schwache Kinder, den An- strengungen des Marsches, besonders aber den Müh- fcllgkerten des Tornistertragenö re. schon den ersten Tag unterliegen werden.
. . ) " < Mach Dir keine Sorgen. Die jungen Vom zum Spaß ein bischen Gemein spielen, haben alle schon das Patent in der Tasche. Lnm. des Setzers.
Geistliche Wühler wider das Gesetz.
Wir sollten richtiger sagen: Geistliche Empörer wider das Gesetz! Da aber jener Ausdruck als eine pfiffige Erfindung der Reaktion, dieser zunächst, wie der Mutter ihr geliebtes Kind, am Herzen liegt, so ziehen wir ihn vor.
Ein Geistlicher im. Amte Wetter hat vor Kurzem einem Bräutigam weiß machen wollen, seine Kinder würden nicht selig, wenn er sich nicht vom Priester trauen lasse. — Ein anderer predigte vor der versammelten Gemeinde Aehnliches mit dem Zusatze: „ Die Civilehe ist eine zusammengelaufene Hurerei, ist keine christliche Ehe!"
Wir übergeben diese Facten ganz einfach der Oef- fentlichkeit. Nur setzen wir hinzu: Sehr bedenklich scheint es unS doch zu sein, wenn durch solche geistliche Wühlereien die Ächtung unserer Gesetzgeber in Kassel und Frankfurt beim Volke sehr verletzt wird, daß sie als Beförderer der Hurerei und des Heidenthums u. s. w. hingestellt werden. 4.
Geht's die Ständ e, Staa tsreg ierung, auch die Bezirksräthe was an?
Im Ebsdörfer Grunde — Kreis Marburg — können die Bauern dem Gesetze nicht nachkommen, weil sie die Bürgermeister, anstatt sie den Gemeinden bekannt zu machen, in den alten Rumpelschrank zu den von Gottes-Gnadenblättern: „Wir gebieten und befehlen" werfen. Wenn auch eine Rebellion, die sie darin miteinander anfangen könnten, für den Staat nicht gefähr- lich werden kann, so sollte doch darauf gehalten werden, daß die Bürgermeister ihre Pflichten gegen das Volk gewissenhafter erfüllten. Besonders sollte den Geld- sack-Bürgermeistern besser auf die Finger gesehen werden!
Dagegen agirt in dem schönen, segensreichen Grund ein junger Jesuit mit erstaunlichem Eifer für die Muk- kerei — ob vermischt mit der weiland Königsberger, ist noch unbekannt. 4.
Kassel, am 14. Febr.
Zu unserem größten Bedauern müssen wir die in Nr. 18 gegebene Nachricht von den Ankunft unseres allerdurchlauchtigsten Landesvaters in Seiner treuen Residenz als allzuvoreilig widerrufen. Es war eine schöne Täuschung kindlicher Unterthanen- Liebe. Wichtige Geschäfte fesseln Se. kön. Hoheit länger, als unser biederes Hessenherz ertragen kann, an die Seite Seiner Majestät des volksfreundlichen Königs Friedrich Wilhelm IV. zu Potsdam. — Mögen sich jedoch allzu ängstliche Seelen nicht zu sehr beunruhigen; die hessischen Staatsgeschäfte erleiden dadurch keine Unterbrechung.