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In Berlin regiert noch immer Friedrich Wilhelm der Vierte, nach der octroyirten Verfassung König von Preußen mit Adel und Zagdrecht, Brandenburg und Man­teuffel, im Zustande der Unvereinbarlich- keit, früher nach der ihm von seinen Un­terthanen octroyirten Revolution allerhöch­ster Leichenbeschauer ohne Adel und Zagd- recht, im Zustande der Vereinbarlichkeit.

Zeitungsnachrichten zufolge ist für das hessische Militär eine besondere Art Bart in Gestalt eines W (bet erste Buchstabe von, Wilhelm ist W) octroyirt worden.

Märzerrungenschaften! J

Für den rc. von Urff! In der Artillerie - Brigade sollen sich bei einem Unteroffizier starke Prügelgelüste gegenüber den alten Rekruten zeigen. Vermuthlich im „Interesse des Dienstes".

Herr Lederer! Wollen Sie denn gar nicht auf die Frage antworten, wie es mit Ihrer Erklärung steht, nur für ein census- freies Wahlgesetz zu stimmen?

Ein Marburger.

Bekanntmachungen.

(27) Anzüge und Masken empfiehlt zu der Camevalsaeit

8. W. Menssing.

(29) Bei Wilhelm Appel in Kassel sind erschie­nen und in allen Buchhandlungen zu haben:

H effenlie der

von

Dr. G. Kellner.

96 Seiten 18°. — Preis 10 Sgr.

Den Freunden der Vvlksfreiheit und den Freunden des geschätz­ten Verfassers empfehlen wir diese kurz vor der Märzrevolution entstandenen Gedichte, ein Liedercyklus aus der hessischen Geschichte geschöpft, der die stets fruchtbringende Erinnerung gewährt an eine schmachvolle Vergangenheit, eine Erinnerung, welche der beste Schuh der Volksfreiheit ist. —

(31) Herr Ingenieur - Assistent H..........n zu Hönebach ließ im Juni 1843 drei Paar goldene Ohrgehänge zur Auswahl nach

sich kommen, gibt weder Geld noch Uhrgehänge zurück und läßt alle höflichen wie drohenden Ersuchen unbeachtet. Ich fordere Herrn H. daher hiermit auf, wenn er ein Mann von Ehre ist, mir den Be­trag sofort einzusenden.

Goldarbeiter M.

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(32) d^“ Die in der Hornisse Nr. 16 der Beilage befind- & Uche Annonce, unterzeichnet von den Scduhmacherzunftmei- & K stern Meyer und Scheyhing, dahin gehend, als Freiherr- « aussteller nichts von dem Inhalt der Briefe zu wissen, er- klären wir für grobe Unwahrheit, indem über den Inhalt > £ dieser Briefe mit Meyer Rücksprache genommen ist.

Es scheint uns weiter nichts zu sein, als ein Witz oder Ü p ein Kunstgriff, indem bald Gildemeisterwahl ist?--Um Ä 38. zu wirken?

Dem Comite der Schuhmacherzunft war es mit dieser Sache sehr Ernst, indem die Interessen unserer Committen- & 5 ten gewahrt werden sollten. Sollte nun die Sache von Hrn. p Meyer ein Witz sein, dann wäre es besser, er bekümmerte Ä & sich um das Innere seines Zunfthaushaltes, dann würden x % sich mehrere Meister nicht über Ungerechtigkeiten und Zurück- 5 setzung zu beklagen haben.

^ Das Comitë der Schuhmacherzunft:

X Fischer. Helmecke. Hofmann. Mengel. Messing.A Neichhold. Kchäser.

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--- : I

(33) Gut gearbeitete Fischereigeräthschaften sowie Fische in allen Gattungen sind billig zu haben in der alten Leipziger Straße Nr. 175, 2 Treppen hoch.

<34) Eine vorzüglich gute Stockflinte ist billig zu verkaufen. Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes.

(35) Eine Wohnung zu vermiethen bestehend aus Stube, Kammer und Küche, auf Ostern, in der Lo­renzstraße Nr. 702.

(36) Das „ Gewerbeblatt für Kurhessen " beschwert sich in seiner Nr. 4 und in seiner „ Ansprache an den Gewerbestand in Kurhessen" über geringe Theilnahme seines Unternehmens. Im Interesse des Blattes wird darauf aufmerksam gemacht, sich der vielen undemschen Worte zu enthalten, wie namentlich in Nr 5 „Agncultur-Pro­duction, Lustrnm, Decennium “ u. s. w. Einmal sind diese Worte nicht jedem Gewerbtreibenden verständlich, und dann passen diese undeutschen Worte weder in unsere Zeit, noch in ein Blatt, das von praktischen Geschäftsleuten zur Hebung des deutschen Ge­werbestandes gegründet ist. — gg.

(37) Mein Geschäft — in russischen Knuten und althessischen Zöp­fen — besteht vor wie nach unter der bekannten Firma:

„Zum Geheimen Hochedelen Starken Mann."

Dies zur Antwort auf die Zuschrift in Nr. 11 dieses Blattes.

(38) Wir warnen Jedermann vor der Leichenbesorgerin Sch., in­dem wir von derselben wissen, daß sie nicht allein an den Thüren der Leute horcht, sondern sich auch kein Gewissen daraus macht, das Abgelauschte zu entstellen und zu niedrigen Verdächtigungen zu

Kassel. — Verantwortliche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. — Druck der Cstreuue scheu Buchdruckerei.