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diesen Beweisen der Rohheit, Lieblosigkeit, der brutalen Niederträchtigkeit ist eine Versöhnung Aberwitz, Verrath, Feigheit, Charakterlosigkeit.

Im Kampf um sein Recht, das Recht des Wuchers und Betrugs, verleugnet der Spießbürger Gott, Him­mel und Glauben, Alles; verhandelt er Liebe, Gewissen, Weib und Kind; in diesem Kampfe erkennt er nur ein Gesetz an, das Gesetz: Lieber etwas zu viel gemordet, als zu wenig. Jeder Kopf mehr ist eine abbezahlte Schuld, eine quittirte Rechnung, jeder Mord weiter tilgt eine Mahnung, vernichtet eine Forderung. Wenn der Proletarier seine zweite Schlacht beginnt, wird er für ein anderes Recht auftreten, für das lebendige, strömende Recht deS Herzens, für das heilige, begeisternde Recht der Liebe, der Aufopferung, der Hingebung, aber jenem Rechte und jenem Gesetze gegenüber, dem Rechte der Gewaltigen dieser Erde gegenüber, wird er nach dem Style verfahren, der ihm im Namen der Ordnung und des Gesetzes gelehrt worden ist, er wird die Schuld bezahlen, wie sie ihm bezahlt worden, die Forderungen vernichten, wie sie ihm vernichtet worden.

Die Zeit dieses Kampfes ist noch nicht da, — Paris ist ruhig! Es ist die Ruhe, in welcher der Proceß der Krystallisation vor sich geht., wo die zerfahrenen Elemente aneinanderschießen, wo sich die gewaltigen Gestalten herausbilden, die ihr urplötzlich auf .den Gassen sehen werdet. Die Kaiserlichen, die Kanonenrepublikaner, die Gläubigen des Louis Philipp, die Harrenden auf den fünften Heinrich, sie alle werden sich um den einen Punkt legen: Vertilgung jedweder Erinnerung an die Februarrevolution, Restauration deS alten Glaubens, des alten Gesetzes, der alten Nichtswürdigkeit. Bis dahin wird das Schiff noch manchmal schwanken, das Eigenthum wird sich selbst in die Haare fallen — die Zeit der vollendeten Krystallisation wird aber kommen.

Wenn sie kommt, steht der Proletarier gerüstet. Das gesammte Proletariat wird sich bis dahin um einen andern Punkt gelagert haben, um ein anderes Dogma:

„Volle Liquidation der alten Gesellschaft!" Keine Versöhnung, kein Mitleid!!!

H. Heise.

Winke, Fingerzeige und Warnungen für die Soldaten,

das Werk von Herrn v. p.

(Schluß von Nr. 12.)

Frage: Wie ist's aber möglich, daß sich die Ro­then jede Nacht einen Haarbeutel antrinken? Haarbeutel ruiniren den Geldbeutel

Der alte Friedenssoldat von 43 Jahren, der im Ganzen fünf Jahre gedient und außerdem alte Chroniken studirt hat, antwortet seinen „Söhnen" also:

„Drauf muß ich Euch denn antworten, dieses (wo nämlich die Rothen das Geld für „Atzung" und Haar­beutel hernehmen) ist bis jetzt zum großen Theil aller­dings noch ein Räthsel, und es schwebt darüber ein tiefes Dunkel!" Armer Friedcussoldat! Daß auch gerade über einen so wichtigen Gegenstand ein tieses Dunkel schweben muß.

O waget nimmer und nimmer zu schauen,

Was die Götter bedecken mit Nacht und Grauen!

Im Gegentheil, der alte FricdcnSsoldat mit fünf­jähriger Dienstzeit tappt munter im Dunkeln umher, und — siehe da! ein „grelles Streiflicht!" Der alte Schlaukopf beguckt sich vor Freude links und rechts und betheuert seinen „Söhnen", daß die Haarbeutel von Frankreich bezahlt worden seien, und zwar mit einer baaren Summe von 500,000 Francs. 500,000 haar- bcutelige Francs!! Es ist himmelschreiend — und „ Fin­gerzeigs genug, denn abgesehen davon, daß für diesen Betrag z. B. 5,700,000 Schoppen Bier (genau gerech­

net!) flüssig zu machen waren, so ist zu glauben, daß auch von Rußland her viel Geld zur Anzettelung von Unruhen in Deutschland verwendet worden sein mag." Russisch-französische Haarbeutelallianz. Ein deutscher Haarbeutel ginge noch, aber ein ausländischer, nä!

5,700,000 flüssig gemachte Schoppen Bier! Eine schöne Summe. Aber der alte Friedenssoldat mit fünf­jähriger Dienstzeit weiß^sehr gut, daß selbigeS Quan­tum allein von den Kasseler Philistern innerhalb dreier Monate abgetrunken wird, — — es muß also noch russisches Geld eingelaufen sein. Nach unseren Berech­nungen sind zu einer Revolution „durch die Gnade des Bieres" 23,000,000,000, sage dreiundzwanzigtausend Millionen Schoppen Weißbier nöthig, macht circa 400 Millionen Reichsthaler preußisch Courant. Der alte Friedenssoldat glaubt, dieses Sümmchen fließe den Ro- then aus dem Staatsschätze des biedern Zobelkaisers zu.

„Die Pferde schnauben und setzen an,

„Liege, wer will, mitten in der Bahn,

„ Sei's Euer Bruder, Euer leiblicher Sohn,

„ Zerriß Euch die Seele sein Jammerton, „Ueber seinen Leib müßt Ihr jagen, „ Könnt ihn nicht sachte bei Seite tragen."

So singt der edle von D. nach der Schilderung der berühmten Haarbeutelaüianz zur Begeisterung seiner „ Söhne" für das Handwerk ihrer Väter.

Aber der alte Soldat ist, wie alle Soldaten, ein „Sap- permentskerl". Nachdem er seinen „Söhnen" das be­rühmte Lied gesungen hat, überkommt ihn der Moralische, und er schimpft die Kriegsübung ein „roh gewaltsam Handwerk." Schadet nichts!