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D i e Horn i f f e.

Zweiter Jahrgang.

ML 14. Kassel, Donnerstag, am 1. Februar 1849*

g^ Die Hornisse " wird wöchmtlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends, Nachmittags 4 Uhr, (die einzelne Nummer gegen den Betrag von 9 Hlr) und zwar im Hause der Madame Zimmermann, obere Entengasse Nr. 132, neben Hrn. Kaufmann Bachfeld, ausgegeben. Ebenda kann auch auf unser Blatt für das laufende Bierteljahr gegen dm Preis von 18 Sgr. abonnirt werden. Auch bei allen Postanstalten Kuchessens kann nunmehr, und zwar entweder für das ganze Quartal, oder auch für die Monate Februar und März (im letzter» Falle zu 12 Sgr.) abonnirt werden. Im erstern Falle werden die bereits erschienenen Nummern nachgeliefert Ausländische Postanstalten können bei den inländischen ihre Bestellungen machen.

Anzeigen aller Art (abzugebcn in der Expedition des Blattes) finden Aufnahme und wird die Spaltenzeile aus der Petitschrift, oder deren Raum, mit 1 Sgr. berechnet. Die Redaction.

Der Februar ist gekommen!

Der Jahrestag der Pariser Revolution naht heran!

Paris ist in Gährung!

Die Anklage der Minister ist von 230 Deputirten verlangt wegen Verletzung der Versammlungsfreiheit und Schließung der demokratischen Klubbs.

Die Bergpartei, die Socialisten und die Kommunisten haben sich ver­söhnt, um der Reaktion die Spitze zu bieten.Keine Erneute", rufen sie,Brüder, bleiben wir ruhig. Seien wir stark gegen alle Herausforderungen. Unsere Feinde brauchen eine Emeute, um ihre Staatsstreiche zu rechtfertigen. Mögen sie sich die Leh­ren der Geschichte ins Gedächtniß rufen! Die Staatsstreiche allein waren es, welche den Ruderschlag der Revolution förderten."

Die Staatsstreiche in Berlin, Wien und Paris und die in den kleinen Lumpenstaaten werden die Stürme zeitigen, denen jetzt jene furchtbare Ruhe vorher­geht, welche die Orkane der Revolution zu verkünden pflegen.

Es lebe die demokratisch - sociale Republik!!!