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Volk wird zu dem Ende in einem großen, feierlichen Aufzuge gen Berlin ziehen müssen und also sprechen!
Allergnädigster König!
Wir sind bankerot! (Schluchzen) Nehmen Sie Sich unserer an, haben Sie Mitleid! (Schluchzen.) Werden Sie unser allerliebster Kaiser. Gott, wir wollen Ihnen ja Alles zu Liebe thun. (Schluchzen.) Lassen Sie Sich erweichen! Lieber, bester, allergnädigster König! (Das deutsche Volk kann vor Schluchzen nicht weiter sprechen.)
Nicolas aber spricht: Das thu' i ni t! Und damit holla!
Also der Präsident! Die Nationalversammlung ist bankerot, wir wollen ihr die Mandate entziehn, oder — _ _ vielleicht gibt's in tausend Jahren eine zweite Revolution, und da werden wir's gescheidter anfangen. Amen!
Auf die neuliche Danksagnng der Sergeanten rc. in der „Hornisse" Nr. 7, hat sich folgendes Gespräch zugetragen:
Wrangel der Kleine. Haben sie auch schon das einfältige Ding in dem Schandblatt gelesen, wo die Sergeanten — — —
Sergeant E. Ja wohl, Herr Lieutenant, es ist niederträchtig, wenn einer sich so 'was gegen seine verehrten Vorgesetzten erfrecht.
W. d. K. Ja, es ist scheußlich, aber hören Sie, Sie dürfen dieses nicht auf sich sitzen lassen, dadurch verlieren Sie die Achtung Ihrer Vorgesetzten!
S. E. Zu dienen, Herr Lieutenant! Ich war auch schon unterwegs und wollte wissen, wer es hätte einrücken lassen, aber — — nun, ich bekomme es aber heraus und sollte ich — - —
W. d. K. So ist's Recht! Sie müssen bei Ihren Kameraden thun, als wenn Sie sich recht darüber
freuten, daß solches in der „Hornisse" steht. Sie müssen thun, als würden Sie für den Einsender Alles aufbieten, weil er so ein gegebenes Versprechen recla- mirt. Sagen Sie, das wär' ein Ehrenmann re. — und wenn Sie eS wissen, so sagen Sie es mir nur , ich werde dann schon das Nöthige thun.
S. E. Ganz zu Befehl, Herr Lieutenant, es muß heraus und mag'S gehn, wie es will. Ist es von einem Civilisten eingesandt, so spalte ich ihm den Kopf. Ist es aber einer von Unsern, dann soll er sicherlich in die Eisen.
W. d. K. Sie sind ein tüchtiger Soldat. Ihre Belohnung dafür, und das eine glänzende, wird Ihnen nicht ausbleiben.
S. E. Ich danke, Herr Lieutenant. Ich bin schon halb befriedigt, wenn Sie mir Ihre Achtung schenken. Es ist weiß Gott! zu bettelhaft, seine Herrn Vorgesetzten an so ein Versprechen zu erinnern. Mir kommt es darauf nicht an, ich bin aus Liebe zum Stand Soldat geworden, nicht aber einer Stelle wegen, wie die andern Kameraden.
W. d. K. Das freut mich, forschen Sie es aus und wir sprechen uns dann.
Bekanntmachungen.
(8) Der Lieutenant N. N., welcher im Jahr 18J7 in einem hie- siaen, von feiner Kundschaft sonst noch nie beehrten Mode-Waaren- Geschasr 5 seidene Taschentücher nur unter der Bedingung anvertraut erhalten, entweder den Betrag in einer Stunde zu senden, oder, sollten die Tücher nicht gefallen, solche sofort wieder zurück- zuschicken, wird ersucht, da er bisjegt trotz aller geschehenen Anmahnungen weder Tücher noch Geld gegeben, den Betrag so gewiß binnen 8 Tagen zu entrichten, als man sonst den Namen dieses Lieutenants der Öffentlichkeit übergeben wird. x.
Gerücht einer Ministerkrisis! Garantien, des konstitutionellen Staatrechts!! Vortheile der berühmten Theilung der Gewalten!!!
Vorzug der getheilten Souvcrânetät I Sicherstellung der Ruhe und Ordnung!! Aufblühen des Handels und der Gewerbe!!!
Kassel. — Verantwortliche Herausgeber: H. Heise «. Dr. Kellner. — Druck der Estrenne'schen Buchdruckerei.