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eine Einigkeit, welche fester ist, als die mit dem deutschen Kaiser ersehnte, eine Einigkeit zum Kampfe! Wahrlich, wenn nicht der Bund der Armen geschloffen wär, der Bund der Reichen würde nicht gesäumt haben, im März, trotz allen Bildungsganges, trotz aller deutschen Geschichte, die Throne der Fürsten zu stürzen, sich für die Courage der französischen Spießbürger zu begeistern, mit dem übergebliebenen Wust Garaus zu machen, den Geldsack der Fürsten für geschloffen zu erklären.

Nicht der Bildungsgang des deutschen Volks hindert Euch, Republikaner zu sein, aber die Angst. Ihr zittert! Lügt Euch vor, was Ihr wollt, lügt Euren Fürsten vor, was Ihr wollt, heuchelt Liebe, Pietät, winselt wie die Hündchen, Ihr liebt die Fürsten nicht, Ihr spottet ihrer, aber Ihr braucht sie! Soll ich Beweise liefern? Ihr werdet sie mir erlassen, Ihr werdet mir nicht zumuthen, den Hohn aufzudecken, mit dem Ihr Eure parlamentarischen Phrasen Lügen straft!

Ehrlose Frechheit! In Eurem Heerlager Spott und Hohn über die Fürsten, in unserm die offene Er­klärung freier Männer, daß wir der Fürsten müde sind, daß wir in ihrem Regiment ein Sacrileg erkennen, — — w o ist nun das Volk, dessen Bildungsgang die Monarchie begehrt? Pharisäer, Ihr!

Geduld! Die Zeit der Lüge ist vorüber. Es ist viel geträumt, viel überdacht worden, der Verstand ist in das Herz geworfen, der deutsche Verstand in das deutsche Herz, — — wie lange meint Ihr, daß cs währt, bis das deutsche Blut zu kochen beginnt? Nicht lange, — wahrlich! nicht lange! H- Heise.

An Euch.

Eh' sich das Schwert-soll mit dem Grimm vermählen,

Noch einmal träumen laßt uns von der Zeit, Noch einmal jene süßen Stunden zählen, Wo wir des deutschen Volkes Braut gefreit.

Es war die Zeit, wo unsre jungen Seelen Mit Jubelschall sich Deutschlands Glück geweiht, Wo allem Lieben, allem Sehnen, Hoffen Die Zukunft unsres Vaterlandes offen.

Du Frühlingstag mit deinen weißen Blüthen, Mit all der Pracht, die um die Berge lag, Mit jenem Lied, vom Norden bis zum Süden, Das selbst der Knab' auf Mutterschooße sprach! Wie frisch der Wind! Wie hoben sich die Müden! Wie stolz die Sonne an dem Schild sich brach! Auf deinen Au'n, statt weinender Cypressen, Die alten Eichen, die wir längst vergessen!

Mit weh'ndem Busch, mit wallendem Talare, — Ein Heer von Helden, wie es nie gesehn , Ein Heer von Priestern an des Rbichs Altare, Der heil'gen Schaar Sieg oder Tod zu flehn! — So war die Zeit, die erste und die wahre, Wir sahn die Sterne dasmal günstig stehn! — Im Staube lagen, die uns einst bezwungen, Die gegen uns uns selber einst gedungen.

Da, von den Alpen bis zum Meer hernieder Zog sich der Reis, den ihr „des Friedens" nennt. Gleich Lerchenschlag erklangen eure Lieder So hoch und frei an s blaue Firmament. Es hob der Aar, der alte, sein Gefieder! „Deutschland ist frei, ein deutsches Parlament!" Hoch schlug die See, cs flatterten die Bänder! „Deutschland ist frei, das herrlichste der Länder!" Deutschland war frei, ein Wort, gar schwer und bitter! Es war, es war! Es hatte einst getagt! Vielleicht, daß ihr vom Altar einen Splitter Als Amulet an eurem Bmen tragt.

Deutschland war frei! Da schliefen seine Ritter, Als hätt' ihr Arm des Guten g'nug gewagt, Als hätt' das Blut, das in dem März gegohren, Den Sohn der Hölle, nicht des Lichts geboren.

Der Traum war auS, verblichen alle Farben, Die Säulen brachen und die Kuppel sank. Die Besten gingen und die Kühnsten starben, — Wohl, wer den Becher nicht zur Neige trank! Sie aber schliefen oder sie verdarben; — Dort hängt ihr Schwert, so schneidend und — so blank! O, läg es da, in rothem Blut gerostet, Wir hätten nie die letzte Schmach gekostet.

Sie waren feig! Sieh, als der Donner rollte, In bleiche Mäntel hüllt sich ihr Gesicht.

Es war nicht Gott, der in den Wolken grollte, Der Geist von Erd und Himmel war es nicht. Des alten Trugs, der wieder herrschen wollte, Der mit dem Donner der Geschütze spricht, — — Es war die Sprache der zertretnen Buben, Davor die Männer ihr Gesicht begruben.

O alte Schmach! Nun blitzt der alte Degen, Die alte Rache lodert in dem Blick; Das Parlament sprach: Amen! sprach den Segen, Und Amen! sprach'S dem eigenen Geschick. Warum auch nicht? Von jenen bösen Wegen Führt keiner in das Paradies zurück; — O, als für Polen ihr nur konntet beten, War schon die schlimmste Erbschaft angetreten.

Wohlan, es sei! Laßt eS ein Spiel uns nennen, Das wir verloren, — blutend, blutend zwar, Und doch als Spiel! Wie eure Augen brennen! Es war ein Spiel , daS freilich traurig war.

Die Stunde kommt, wo sich die Geister trennen, Die trüben, die ein böser Traum gebar!

Germania auf! Es naht die Morgenwache, Unser dein Herz und unser auch die Rache!