D i e H n nisse.
Zweiter Jahrgang.
X' 1 Cassel, Dienstag am 2. Januar 1849.
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3 nr N a ch r i ch t.
Das Blatt erscheint auch in diesem Jahr und zwar jedenfalls bis zum Anfang des zweiten Vierteljahrs, bis wohin es hoffentlich gelungen sein wird, die Vorbereitungen zu der von Dr. Kellner und H. Heise beabsichtigten Herausgabe einer größeren politischen Zeitung zu vollenden.
Die ,,Hornisse" wird in diesem Jahr wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends, Nachmittags 4 Uhr, (die einzelne Nummer gegen den Betrag von 9 Hlr.) und zwar im «Hause des Buchbinders Stief am Marftällerplatz, ausgegeben. Ebenda kann auch auf unser Blatt für das laufende Vierteljahr gegen den Preis von 18 Sgr. abonnirt werden. Für die Möglichkeit eines gleichen Abonnements durch die Poft wird Sorge getragen.
Zur ferneren Nachricht diene, daß das Blatt in diesem Jahre wöchentlich eine Nummer, und zwar die Sonnabends erscheinende, vorzugsweise den Jämmerlichkeiten und Thorheiten unseres lieben Vaterlands widmen, in den andern beiden Nummern aber wie bisher, trotz aller deshalbi- gen Verfolgungen durch Staatsanwälte und sonst, mit unerschütterlicher Ausdauer dem mißhandelten Geiste unserer Revolution das Wort reden wird. Die Redaction.
Zum neuen Jahr.
Blut ist die Losung ’ — Dunkle Locken schüttelt Im Zorn der Herrscher über Tag und Nacht, Und wie er finster seine Würfel rüttelt. Springt aus dem ehernen Helm — die wilde Schlacht.
Blut ist die Losung! — Blut! — In Todesschmerzen Nach Freiheit lechzend, unter Racheschrei Zerbrechen müssen tausend Männerherzen.
Nur unter Qualen wird die Erde frei.
Blut ist die Losung! — Unsre Würfel liegen.
Ihr Opfer will die Nacht. Verzagte Welt, Die Stunde naht, zum Sterben oder Siegen! — Schon ist der Himmel flammenroth gehellt,