Zeitung für hessische Biedermänner.
M- 33.
Cassel, Mittwoch am 27. Dezember
1848.
C^” Die „Hornisse" erscheint wöchentlich zweimal, und kann jeden Mittwoch und Sonnabend Mittag gleich nach dein Erscheinen bei den Verlegern gegen den Betrag von 9 Hlr. in Empfang genommen werden.
J. C. J. Itaabé & Comp., Buch- und Kunsthändler.
Steinweg Nr. 190.
Zur Nachricht.
Das Blatt erscheint auch im nächsten Jahr und zwar jedenfalls bis zum Anfang des zweiten Vierteljahrs, bis wohin es hoffentlich gelungen sein wird, die Vorbereitungen zu der von Dr. Kellner und H. Heise beabsichtigten Herausgabe einer größeren politischen Zeitung zu vollenden.
Die „Hornisse" wird vom nächsten Jahr an wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends, Nachmittags 4 Uhr, (die einzelne Nummer gegen den Betrag von 9 Hlr.) und zwar im Hause des Buchbinders Stief am Mkarftällerplatz, ausgegeben. Ebenda kann dann auch auf unser Blatt für das nächste Vierteljahr, und zwar Freitag den 29. d. M. und an den folgenden Tagen, gegen den Preis von 18 Sgr. abonnirt werden. Für die Möglichkeit eines gleichen Abonnements durch die Post wird Sorge getragen.
Zur ferneren Nachricht diene, daß das Blatt im nächsten Jahre wöchentlich eine Nummer, und zwar die Sonnabends erscheinende, vorzugsweise den Jämmerlichkeiten und Thorheiten unseres lieben Vaterlands widmen, in den andern beiden Nummern aber wie bisher, trotz aller deshalbi- gen Verfolgungen durch Staatsanwälte und sonst, mit unerschütterlicher Ausdauer dem mißhandelten Geiste unserer Revolution das Wort reden wird. Die Redaction.
Frankreich und feine Präsidentschaft.
(Fortsetzung und Schluß.)
Wenn nun,— um auf den zweiten Gegenstand dieses Artikels zu kommen, — die abgesonderte Wahl eines Präsidenten für jede demokratische Republik einen logi- jchen Widerspruch in sich faßt, so ist dieselbe um so gefährlicher in einer Republik , die erst den ganzen Ueber- rest mittelalterlicher Institutionen , die erst die Masse widerspenstiger Elemente zu überwinden hat, welche mit der Hartnäckigkeit der Verzweissung ihre Blicke der Vergangenheit zuwenden und wider die unbequeme Gegen
wart in heimlicher nnd offener Fehde leben. Diese Partei findet in der Wahl des Präsidenten den günstigsten Boden ihrer Agitation, sie weiß den logischen Widerspruch in einen prac tischen Gegensatz zu verwandeln, sie braucht nicht eben übermenschliche Anstrengungen zu machen, um den nach geäfften Monarchen in einen wirklichen umzusetzen. Die günstigen Verhältnisse Amerika's liegen in Frankreich nicht vor, die französische Republik mußte auch nach den oberflächlichsten Berechnungen an der Präsidentenwahl zu Grunde gehn.
Aber, was man sich vor ein paar Monaten nicht