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nische Hoffnung, die deutsche Nationalversammlung werde ffch ihrer diplomatischen Schwächen bewußt werden, ffe werde sich ermannen, Johann ohne Land, die Folgen seiner Wahl, jener Frieden zu Malmö, jene nun alle jene Schmach, die im Gefolge der unseligen Wahl über Deutschland ausgegoffen ward, werde dem Parlamente daS Fegfeuer sein, aus dem es mit lebendiger Begeisterung für Volksrecht und Volkssouveränetät wieder hervor­gehen könnte. Die Nationalversammlung ermannte sich nicht.

Nein, nein! und wenn tausend und abertausend Gerichtsschergen gegen mich zeugten, die Nationalversamm­lung ermannte sich nicht. Das ist der Fluch, welcher sich an die Fersen der politischen Energielosigkeit hängt, an das einmalige Verleugnen der revolutionären Berechtigung, daß für alle weiteren Thaten die Zügel nicht wie­der zu ergreifen, daß alle weiteren Thaten dem Schicksal, der Gewalt des Gegners verfallen sind, daß die Re­volution durch eine einzige Feigheit für alle Zukunft im Unrecht ist.

Die Souveränetät der Fürsten ist der Souveränetät des Volks über den Kopf gewachsen. Während die Revolution verwelkte, gedieh der Baum des alten Absolutismus, des Menschenhandels, der Völkerbannerei. Ich glaube, ich will es glauben, ich muß es glauben, die Nationalversammlung sah mit Entsetzen die Saat ihrer unglücklichen That aufgehen, zitternd sah sie die trotzigen Häupter sich unter ihren Armen hervorwinden, mit zer­rissenem Herzen die gebeugten Aeste sich wieder aufrichten und sich bereitwillig dem Sturme überlassen, der von anderer Seite her über das Werk der deutschen Freiheit blies.

Aber zitternd oder nicht, die Nationalversammlung mußte es geschehn lassen, die Geister der Vergangenheit waren wieder los. Wie einst Napoleon von Elba, so kamen sie im Sturmschritt heran, um die alte Krone wieder zu erobern, die verlorne Allmacht zu erkämpfen, die Von-Gottes-Gnaden-Herrlichkeit aus der Asche zu retten. Die Nationalversammlung hatte keinen Blücher und Wellington, eine Schlacht bei Waterloo wurde nicht geschla­gen. Freilich, freilich, daS Volk wollte die Schlacht, das Volk erhob seine Stimme von Ort zu Ort, von Berg zu Berg, das Volk predigte den Kreuzzug gegen die losgerissenen Verräther, Schuld macht schwach, die Nationalversammlung erklärte sich gegen das Volk. Die Nationalversammlung erklärte: es geht nun nicht mehr. Armes Deutschland! es geht nun nicht mehr anders.

Es kommen die Tage der Weihnachten. Das Volk freut sich über die flammenden Lichter, die Kinder lachen über die Spielsachen, die auf den Tisch gelegt werden, Deutschlands Weihnachten konnten Deutschlands stiller Freitag" sein. Der Vorschlag eines deutschen Kaisers bedeutet die Erklärung, daß in den abgelebten Wurzeln der Vergangenheit noch mehr Lebenskraft sei, als in dem jungen Baume des Volks, von dessen Zweigen ich glaubte, sie würden himmelhoch schießen, himmelhoch, er bedeutet die Erklärung, daß die Nationalversamm­lung sich lieber freiwillig beuge vor der Allmacht der Herren, als gezwungen, die einfache, erschütternde Er­klärung, daß es nun einmal nicht mehr anders gehe. Die Wahl des deutschen Kaisers wird unter Gepränge und Aufzügen die deutsche Ehre ans Kreuz schlagen, die deutsche Feigheit mit Musik und Liedern ver­herrlichen.

Das aber steht bei alledem fest wie die Mauern der Erde, Deutschlands Kaiser wird nicht geschaffen, ieiu.cn Nachfolger zu segnen, - die Rosen, die ihr ihm streut, bedeuten Blutstropfen.

Frankreich und seine Präsidentschaft.

Es kann nicht unsere Absicht sein, in diesem Artikel die französische Republik durch alle Phasen ihres Beste­hens zu verfolgen, um so den Leser vollkonnycn vorbe- rertet^in das Gewühl der ersten Präsidentenwahl Frankreichs muzusühren. Zu solchen Rückblicken wird unser Blatt noch Gelegenheit genug finden. Für jetzt begnügen wir uns mit den beiden Beweisen, daß die Einführung einer französischen Präsidentschaft in den democratischen Staat mn logischer Unverstand ist. daß sich für die franzö- , i t ch e Republik nur nach ihrer durchaus undemocrati-

schen, die Revolution verleugnenden, Entwickelung die erste Präsidentenwahl als eine Wohlthat, als ein revo­lutionärer Vortheil her ausstellt.

Der democratische Staat ist der Staat ohne allen Classen - und Ra^-en - Unterschied, es ist d e r Staat, welcher sich aus den zerschlagenen Ständen des Mit­telalters und der Neuzeit, also aus den zersplitterten Körperschaften des Adels, der Bürger und Bauern, wie andererseits auS den in der ersten Begeisterung der letz­ten Revolution arffgelösten beiden feindlichen Massen, der Besitzenden und Proletarier, herausbildet, ein Staat, dessen Glieder das Gemeinwohl Aller als