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Der Kaiser Nikolas ist gegen die Präsidentschaft Louis Napoleons in Frankreich, und für Cavaignac. Versteht ihr das? Cavaignac ist das lebendige „Bestehende", der „Rechtsboden", wie er sein soll und muß, Louis Napoleon ist alles Mögliche, der Krieg, die Revolution, Gott weiß, was, aber der Rechtsboden ist er nicht. Obendrein ist er ein Ochse, und das bedeutet in Frankreich noch mehr als — Revolution!
Louis Napoleon erhält vermuthlich die meisten Stimmen bei der Präsidentenwahl. Dem kleinen Gewerbstand gehen die Augen auf, er wird sich großen Theils gegen den „Rechtsboden" auâsprechen.
Wer schon einmal einen Jongleur gesehn hat, der auf der Nasenspitze einen Degen balancirt, und zu dem Ende sich wie ein Wurm krümmt, — eS ist dasselbe Kunststück, was Heuer die verehrlichen constitutionellen Minister aufführen. Ganz genau so!
In Cassel haben einige Offiziere wiederholt ihrer Mannschaft den Besuch der Volksversammlungen untersagt. Wird endlich gegen dies Verfahren eingeschritten werden?
Deutsche Preßfreiheit.
Das deutsche Parlament,---Um GolteswiUen, Freund, bedenken Sie, was Sie thun. Sprechen Sie Sich nicht ins Gefängniß.
Der deutsche Reichsverweser,----
UmS Himmelswillen, lassen Sie das gut fein, Sie schreiben Sich um den Hals.
Der Minister Schmerling, ---- Lieber Freund, wollen Sie Sich mit Gewalt ins Kühle bringen?
Der Deputirte Jordan,---So, nun können Sie Ihre sieben Sachen zu sammenpacken und daS Weite suchen.
Der Kurfürst von Hessen,---
Allmächtiger Gott, haben Sie keine Familie ?
Der Minister Wippermann hat,--- Halten Sie ein, oder--Gott im Himmel! nehmen Sie Sich ein bischen in Acht.
Die Landstände sind offenbar,--- Herr, ich erkläre Ihnen hiermit, daß wir geschiedene Leute sind.
Das Militär wird nächstens,--- Adieu, Sie, Sie--ich möchte sagen, Verrälher an Ihrem Leibe!
2C. 2C. rc.
Friedrich Wilhelm IV. hat Recht!
Der Mann von Gottes Gnaden, Friedrich Wilhelm IV, hat also seinem getreuen Volke ein recht artiges Christkindchen bescheert — eine Verfassung. In der That, fein König meint es besser mit seinem Volke, als Er.
Seit seiner Thronbesteigung ging der Mann mit völkerbeglückenden Gedanken schwanger. Es verging kein Tag, wo er nicht mit gehobener Hand schwur und gelobte, wo er nicht die ganze Fülle seines christlichen Gemüths verkündete, wo er nicht predigte von der „un* g^ schwächten" Liebe zu seinen lieben Berliner« und Preußen. Nur die Boâheii und der beschränkte Unterthanenverstand des schändlichen Raute konnte ihm zu- trauen, daß er bei solchen Gelegenheiten allemal gewisse Kleidungsstücke links anziehe, — zur Abwehr der schädlichen Folgen deS Meineides! Denn wiewohl ein Mann aus dem Volke, dem Volke, das er beglücken wollte, die Ehrfurcht gegen die Majestät soweit außer Augen setzte, um auf ihn zu schießen, so war er doch schon damals großmüthig genug, diesen Fehler seinem Nölke zu verzeihen, sein Verspreche» zu halten und seinen Unterthanen jene berühmte Verfassung zu verehren, die Verfassung mit Prinzen, Standcâherren, Rittern, Bürgern und Bauern, Alles hübsch in Curien und Schachteln eingepackt, auf deren jeder sauber und nett geschrieben stand: „berathende Stimme". War das nicht edel gedacht? Konnte das Volk mehr verlangen? Gewiß nicht, und in der That , einige kleine Streitigkeiten abgerechnet, nne sie zwischen Liebenden vorzukommen pflegen, war die schönste Hadmouie vorhanden, der Zweck deS edlen Menschenfreundes schien erreicht, daS Glück deS Volkes schien begründet, Zufriedenheit malte sich auf den feist glänzenden Gesichtern der Bourgeois, der Adel jauchzte, die Standeâherren schlugen Purzelbäume.