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Zum Erstaunen der Welt sei's gesprochen: R o m ist ruhig! Während in unserm mit 34Gesalb­ten des Herrn" gesegneten Deutschland nach der Ansicht der Spießbürger seit Monden nichts als Anarchie herrscht, so daß man fast glauben sollte, die Anarchie sei eine ziemlich haltbare Staats- verfaffung! herrscht in Rom, wo der Papst fortgelaufen ist, Ruhe! Es ist unerhört, unglaub­lich. Jedes Kind weiß, daß in einer Republik ei­gentlich nur gemordet, gesengt und geplündert wird, daß eigentlich nur ein wohllöblicher Regent von Gottes Gnaden" im Stande ist, einen einiger­maßengesicherten Rechtsboden" zu erhalten, jedes Kind begreift, daß ein Staat ohne Fürst so gut oder so schlecht ist, wie eine Orgel ohne Blasebalg, wie eine Trommel ohne Fell, und Rom ist ruhig. Rom hat keinen Papst und keinen Ca- vaignac, es hat noch keine Wrangel und Belage­rungszustände, es hat noch keine Schwerter ge­schliffen und keine Büchsen geladen, man sollte glauben, unter solchen Umständen müßte der Welt Ende nahe sein, ein Stern nach dem andern müßte vom Himmel deshistorischen Rechts" fallen, aber--- Rom ist ruhig. Wenn das einen Spießbürger nicht zur Verzweiflung bringt, so kenne ich meine Pappenheimer nicht. In jener glücklichen Zeit, als in Oesterreich der halbselige Kaiser Ferdinand, blödsinnigen Andenkens, fortlief, um seinen Wienern zu zeigen, daß jetzt für ihre Unterthanenseelen der Augenblick gekommen sei, ivahn- sinnig zu werden, hatte er doch wenigstens die Croaten in der Nähe, um an Kaiser's Statt für die gehörige Entwickelung des Wahnsinns zu sorgen; der König von Preußen , bombardiren- der Erinnerung, hatte wenigstens die Kriegsknechte von Schleswig bei der Hand, als er seine lieben Berliner im Stich ließ,--Roni hat nichts, gar nichts, weder Kroaten, noch Eosaken , und Rom ist ruhig! Begreife daß, wer's kann.

DerMuIdemhaltr Bote» moquül sich foiqendergestait über btt Lcntralnewall (2 Jah« (SkMmtniS!): '

® bleibt halt btt btt allen (Melodie), und so mtintj aurtt bei Lckmeriing und Bassermann, die pfeifen mit Jammt der andern centralgewalnichen Bummellasche audt immer noch aus dem it^en Loch, « 1 Ist da« nich! unverschilmt? Muß deeweaen niâit nach «rank fwt um «nhaVuntztmaHiegetn gefthnedea werden?

3« Preußen beschäftigt sich das Volk bereits mit

Wahlagitationen. Die Democraten hoffen, in bei­den Kammern die Majorität zu gewinnen. Was sie nicht so bald wieder gewinnen werden, ist der verlorene Grundsatz der VolkSsouveränetät, für den man die Barri­kaden gebaut hatte.

Der sehr ehrenwerthe König von Preußen, Ma­jestät, von Gott auf die Erde gesandt, um die Leiden der Obervormundschaft über 16 Millionen Lumpengesin­del auf sich zu nehmen, hat sich in der neuen Verfassung das Recht, über Krieg und Friede zu bestimmen, Vor­behalten. Da nun Seine Majestät nicht so unfreundlich sein werden, gegen Höchstdero Schwäger, Detter oder Halbgeschwister zu Felde zu ziehn, so kann mit jenem Rechte nichts anders gemeint sein, als das Recht, Höchst­dero eigene Unterthanen zu Zeiten mit dem Gefühl ein­schlagender Kanonen - oder Flintenkugeln zu über­raschen. Einverstanden?

Die preußischen Behörden, welche sich noch vor 14 Tagen vor der souveränen Bewegung des Volks zu Boden warfen und derselben Rauch- und Brandopfer brachten, erheben jetzt wieder das Haupt im Namen deü Königs, und im Namen des Königs wird wieder inquirirt, incarcerirt, masacrirt, und dergleichen. Die deutschen Behörden gehören zum nichlöwürdigsten Gelichter, waS der Absolutismus, die viehische Tyran­nei der Fürsten gezeugt hat. Ihr Geld, die Stelle! und sie dienen dem Satan so gut, wie dem sehr ehrenwerthen König von Preußen, Majestät.

Obwohl es eigentlich ganz natürlich ist, daß bei den jetzt eingeführten Staatsverfassungen, wo der Proletarier mit schuldiger Hochachtung behan­delt, d. h. wo für jeden Proletarier ein Soldat oder Polizist gehalten wird, obwohl es eigentlich ganz natürlich ist, daß die Vermehrung deß Heers eine Verminderung der Steuern und somit ein immer schöneres Gedeihen der Volkßwohlfahrt mit sich bringt, obwohl daß Alles ganz einleuchtend und natürlich ist, so laufen doch aus allen Enden und Ecken Deutschlands Berichte ein, daß der kleinere Gewerbstand nahe daran sei, aus der Reihe der Stände zu verschwinden und sich eine Stelle im Proletariat zu pichen. Schadet nichts, dann wer­den noch mehr Soldaten gehalten.

I» Oesterreich gibt 6 jetzt eine Einkommensteuer, d»e Spießbürger muffen die Kroaten bezahlen. D,e (^elbjacfi missen sich zwar zu entschädigen, indessen aber wenn'S Hazard zu hoch gespielt wird, kön- nen'S nur Rothschilde durchsetzen.