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Unter dem Schutze der Czechen und Croaten, im Angesichte der Metzeleien in Wien, die jetzt statt auf der offenen Bri­gittenau in der Stille vor sich gehn, unter dem Jammergeschrei der Verwaisten und dem schnapstrunkenen Geheul treuer­gebener Räuberschaaren,

ist Franz Joseph, das Lieblingskind der berüchtigten Sophie, der öster­reichische Kartätschenprinz, auf den kaiserlichen Thron erhoben.

Der Kaiser Ferdinand hat einen rüh­renden Abschied genommen, sein Nachfolger aber die Versicherung gegeben, er werde den Glanz der Krone ungeschwächt zu erhalten wissen.

Oesterreich ist ruhig!

Die preußische Nationalversammlung, berufen kraft der Souveränetät des Volks, die mit dem Blute desselben be­siegelt war, ist von der Majestät zu Preußen aufgelöst!

Preußen ist ruhig!

Die Majestäten von Preußen , Oesterreich, Ruß­land und England sollen einen Bund geschlossen ha­ben , der socialen Bewegung des europäischen Volks, d. h. den Forderungen des Hungers und Elends, mit den vereinigten Kanonen zu antworten.

Die Nationalversammlung zu Frankfurt beschließt

2 Kammern, die Volkskammer und die Staaten­kammer. In der letzteren sollen 40 Vertreter Preußens sitzen, deren Wahl dafür bürgt, daß Seine Majestät sich bei dieser Einrichtung nicht schlechter stehen werden, als beim früheren Bund. Kurhessen liefert 6 solcher Vertreter.

. ^âch alledem ist die deutsche Bewegung bis auf den Wunsch der Herren Welker, Bassermann 2C. herabgebracht:

ein\j Hr.ftunn beè deutschen Volks am Bundestag. .. ~ vurstenverschwörung kann im In - und Ausland ungestört . nehmen. Die Herren Volksvertreter werden zuwei- Vergnügen haben, eine „parlamentarische Jn- Qn d'e Herren Minister zu richten, d. h., sie wer- Lallen Sie mir das gut sein, oder

'1 L1 ' die Herren Minister werden sich aber hinter

Seine Majestät von Preußen oder Seine Durchlaucht von Waldeck verkriechen, und die Herren Volksvertreter werden an ihre Familie schreiben, sie hätten aber unterm heutigen dato den Her­ren Ministern dieHölle heiß gemacht. Alles sehr ergötz­lich und anständig!

Seine Heiligkeit der Papst sind setzt vielleicht im aller­christlichsten Lande, im Lande Seines allerchristlichsten Präsidenten, des Hrn. Cavaignac, oder LouiS Napoleon, glücklich angekommen. Der französische Gesandte soll ihn zu dieser ganz unnöthigen Flucht lediglich aus dem Grunde bewogen haben, damit er im allerchristlichsten Staate seinen heiligen Einfluß auf die Präsidentenwahl ausübe. Eö sollte mich gar nicht überraschen, wenn's später 'mal an's Tageslicht käm, daß Bürger Cavaignac die ganze Revolution in Rom arrangirt hätte, um den weggelaufenen Papst in seine Arme schließen zu können.

Während Jellachich wegen treu geleisteter Dienste vom abge- danktcn Ferdinand zuvor noch einen ganz vorzüglichen Orden bekom­men hat, hat sich Wrangel neben Üeberreichung einiger Thaler in den Verein der Maschinenbauer zu Berlin gemeldet, — als E h- renmitglied, versteht sich! Die Maschinenbauer haben indessen erklärt, daß sie ihres Wissens nicht zur königlich preußischen Ca- vallerie gehörten, auch habe ihre rothe Fahne, und die BUrger- blutfahne des Herrn von Wrangel verschiedene Bedeutung.

Es werden noch einige Theilnehmer an einer Deputation gen München an des Königs von Baiern Majestät gesucht, um Aller- höchstdemselben die Krone für das vereinigte Mittel- und Süd- deutschland anzubieten.

Die Deutsche Einheit wird für die Folge darin bestehen, daß wir etliche 30 constitutionelle Staaten haben, in denen sich etliche 30 Ständeversamm­lungen Jahr aus, Jahr ein mit den höchsten Herrschaften herumprügeln. Sodann werden wir eine Volkskammer besitzen, welche das eine Mal für den Einen, und das andere Mal für den An­dern der Paukanten Partei nimmt, sich selbst aber mit der Staaten kämm er holzt. Schließlich er­halten wir einen Kaiser, der sich wiederum entweder zum Besten seiner eigenen Person oder seiner hohen Anverwandten bald mit der Staatenkammer, bald mit der Volkskammer, bald mit der ganzen Welt prügelt. Alles das — im günstigsten Fall, wobei Handel und Wandel in achtungswerther Blüthe stehen werden.

Vermöge der Staatsschulden sind die Früchte der Arbeit in Europa auf 100 Jahre voraus verzehrt. Man kann sich denken, welche Riesenanstrengungen die Völker machen müssen, sich unter dieser Last durch das Leben zu schleppen. Die Kriege, welche die Majestäten von Preußen und Oesterreich in diesem Jahre gegen das souveräne Volk führen, kosten neue Millionen, welche dem armen Volk in Rechnung geschrieben werden. Auch