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Kaiser Nikolas soll in Potsdam sein! Natürlich eine ganz unschuldige Visite, der Kaiser will seinem Schwager nur das Küchen­geheimniß mittheilen, daß frische Eier gute Eier sind und daß Er, Falls die Suppe nicht salzig genug sei, seiner Zeit nach- salzen wolle.

In den Rheinlanden wüthet die rothe Monarchie ruhig weiter. Die Soldaten haben unter andern des Plaisirs wegen eine 70jährige Frau mit Kolben geschlagen. — Nur nicht aufgebraust, lieber Michel, es dient alles nur dazu, mit der Ordnung deinen Wohl­stand zu befördern.

Die Frankfurter Oberpostamtszeitung bemerkt ganz gemüthlich, es komme ja nicht darauf an, ob der König von Preußen jetzt gleich gemäß des Befehles ho­her Nationalversammlung daS Ministerium Bran­denburg entlasse. Früher oder später werde er's doch thun müssen und dann sei ja — Alles erreicht, was hohe Versammlung beabsichtigt hätte. Versteht sich! Die hohe Nationalversammlung kann ganz ruhig nach Hause gehen, früher oder später wird doch Alles erreicht!

So lange noch ein einziger Regent auf den Thronen sitzt, wird das Volk die ihm eingcprügelte Speichelleckerei und Selbst- verachtung nicht ablegen.

So lange noch ein einziger Regent auf den Thronen sitzt, wird sich das Volk vor ven Creaturen desselben im Staube wälzen und gegen einen gnädigen Blick seine Ehre, sein Gewissen, Weib und Kind, Alles ver­schachern.

So lange noch ein einziger Regent auf den Thronen sitzt, ist jede sittliche Erhe­bung ein Aberwitz, der Stolz des Man­nes eine Tollkühnheit, Lüge und abge­feimter Betrug — politische Welt- klugheit!

Fürst Windischgrätz hat einer städtischen Depu­tation (auö Wien) geantwortet, er sei General, sie sollten machen, daß sie zurThür hinaus kämen.

Und die städtischen Deputaten verhüllten ihr Antlitz und warfen sich dreimal nieder vor Windischgrätz, dem General des blödsinnigen Kaisers zu Olmütz.

Deutsche Märzerrungenschaften!

Das Reichsministerium hat beschlossen, die ganze Nationalversammlung als Reichs- commissäre abzusenden, um in allen 4 Welt­gegenden dem deutschen Volke zu verkünden, daß es ruhig sein könne, die Fürsten hätten den besten Willen von der Welt.

Es ist nicht wahr, der Lieutenant v. B... ist feine 21 Jahre, sondern 19 Jahre alt. (Zur Berichtigung der Nr. 25.)

Ein Unteroffizier.

Welker hat im Parlament zu Frankfurt eine sehr lange und sehr kostspielige Rede gehalten, deren wesent­licher Inhalt der war, er könne in einer Post­chaise absolut nicht schlafen. Deutschland wird sich das merken! UebrigenS hat der Reichscommissar vielleicht einen Rücksitz gehabt, — der ist allerdings fatal!

Bassermann hat auf seiner Rückreise von Berlin ebenfalls nicht schlafen können, aber lediglich aus Ueber- füllung des Magens.

Polz und Bauer — die beiden jetzigen Reichscom- missare im Oesterreichischen — werden wohl auch nicht schlafen können. Es ist eine ekelhafte Zeit. Die Com- missare schliefen so gern — und der eine hat einen Rücksitz, der andere Magenbeschwerden, der dritte H erzklopsen, der vierte das R eich s podagra rc. re.

ES hat sich herausgestellt, daß die Ueberwachung der Volksversammlungen im Reitstall aus mancherlei Gründen nicht mehr zu bewerkstelligen ist. Einmal ist es sehr unbequem, im Stehen zu schreiben, und kann ich in dieser Hinsicht versichern, daß bereits 2 meiner Commissare dabei ohnmächtig geworden sind und sich ein anhaltendes Knieschlottern zugezogen haben, das andere Mal erscheint es aber auch einigermaßen schwie­rig, in stockfinsterer Nacht geregelte- Aufsätze zu Pa­pier zu bringen. Diese Mißstände haben dahin ge­führt, daß meine Comissare erst Abends vor Schlafen­gehen , wo bekanntlich der Mensch zuweilen wegen eigen­thümlicher Magenverhältnisse keine Frage ans Schicksal frei hat^ die respectiven, in den Volksversammlungen gehaltenen Vorträge anfertigten, und dabei ihre eigenen politischen Phantasien mit unterlaufen ließen.

Da es mir nun nicht darum zu thun ist, die ver­brecherischen Reden der Republikaner zuvor ins Polizei- commiffariatliche übersetzt zu sehen und somit Aufrühre zu verfolgen, die am letzten Ende lediglich im revolu­tionären Abendmagen meiner Unterbeamten ihren Sitz haben, ich obendrein eine derartige Enthüllung der im Geheimen allerdings vorhandenen anarchischen Gelüste