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so mit Füßen getreten dein Ehrgefühl, daß du nicht beim Gedanken an jenen Kaiser in Millionen Flüchen deinen Protest einlegst.
Republik oder Friedrich Wilhelm IV. Kaiser!
Ein Präsident aus dem Volke oder die blutige Monarchie als Imperator.
Die Democraten Preußens und Deutschlands werden wissen, was sie zu thun haben.
H. Heise.
Stehender Artikel.
So lange das Volk noch stehende Heere duldet, ist es nicht werth, frei zu sein, und verdient, was ihm stündlich zu Theil wird, die Knute! Auf 10 Millionen erwachsene Deutsche anderthalb Millionen Polizeiknechte!
Beiläufig gesagt, ist der Papst aus Rom fortgelaufen. Er kann das viele Schießen nicht vertragen.
In Italien schlagen wieder die Flammen der Revolution aus; Frankreich wird nachfolgen, Deutschland ebenfalls. Die Contrerevolution begräbt sich in ihrem eigenen Blute, — die rothe Monarchie hat die rothe Republik unnöthig gemacht. Angesichts der Greuelthaten zu Wien, wo fortwährend die Männer des Volks standrechtlich gemordet werden, wo der Thron zum Schaffet, der Kaiser in einen Scharfrichter verwandelt ist, Angesichts der entsetzlichen Schurkenstreiche in Preußen, wo unter den Fäusten der königlichen Kriegsknechte alles Recht gebrochen, jedes Gesetz zerrissen wird, Angesichts dieser Greuel und Schandthaten muß jeder ehrliche demokratisch-monarchisch Gesinnte sich offen als Republikaner bekennen oder sich als Verräther brandmarken lassen. Die Illusion der redlichen constitutionellen Monarchie ist jetzt nicht mehr Illusion, sondern offenes Attentat auf Leben und Freiheit der Mitbürger.
Die geduldige „ Weser-Zeitung " erklärt jetzt geradezu, kein Mensch, selbst nicht einmal ein Conservativer — das lebendige Juchtenleder — bekümmere. sich noch um die Nationalversammlung zu Frankfurt. Wird die nationale Partei nicht zu Verstand kommen?
Der 21 jährige Lieutenant v. B... bedauert, daß es ihm nicht gestattet worden sei, den Trauerzug für Robert Blum zusammen
zuschießen, — cs sei ja nicht ein einziger Adeliger dabei gewesen. Versteht ihr? Die Revolution wird furchtbar aufräumen müssen.
Ueberall werden die Soldaten auf das nichtswürdigste für die rothe Monarchie bearbeitet. Jemehr sich die Democraten Mühe geben, den Soldat seinem Vaterlande, seinen Brüdern zu erhalten, desto mehr wird er für den ritterlichen Kampf, für die Schlacht gegen Vater und Mutter, für Mord und Brand fanatisirt, desto mehr wird sein Verstand so lange umnebelt, bis er keine andere Heimath mehr kennt als die Casernen, keine andere Bibel als die Kriegsartikel, keine andere Liebe als die zu Pulver und Blei. Manche Resultate der consequenten Verthierung sind empörend. Aeußerte sich doch ein Artillerieunteroffizicr in Frankfurt: „er dürste nach Blut (Bürgerblut! Blut seiner eigenen Familie vielleicht), Gott möge geben, daß endlich die Stunde schlage." — Versteht ihr auch das?
Das Volk wird sich in der nächsten Revolution sofort der Familienglieder der Ofsiciere als Geiseln bemächtigen müssen, und so gegen die Brutalität des Militärs die letzte Appellation einlegen.
Das Ministerium Brandenburg-Manteuffel hat der Centralgewalt erklärt, daß sie im Grunde genommen nichts zu sagen habe, es komme alles auf den König an. Versteht ihr das auch?
In Bonn hat ein Capellmeister von seinem Regiment versichert, die Soldaten wären durch ihre Ofsiciere so aufgebracht gegen die Democraten, daß sie im Fall einer Revolte die Kinder mit dem Bajonett erstechen würden.
Derselbe Capellmeister ist Nachts 2 Uhr in die Schlaf- und Kinderstube einer angesehenen Dame in Bonn, in deren Haus er einquartirt war, mit bl ank- gezogenem Säbel gedrungen, — — vermuthlich, um der Dame den Segen deö Belagerungszustandes klar zu machen.
Wahrlich, es gehört Heldenmuth dazu, mit ruhigem Blut die Zeitungen zu lesen. Allüberall in den deutschen Gauen wird das Volk zusammengemetzelt; die Tage der Schreckensherrschaft in Frankreich werden bald Kinderspiel gegen die Lage der rothen Monarchie in Deutschland sein. Beim allmächtigen Gott, — so viehijch, wie