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Himmel einstiirzt. Um Gotteswillen, Bückeburger! bezahlt!
So eben verbreitet sich das Gerücht, den Cen- tralgewaltscommissar Bassermann habe bei Potsdam der Schlag gerührt. Es ist deshalb kein Wunder, daß die Central-Gewalts-Maßregeln noch nicht ausgeführt sind.
Kinderchen still! Bald ist Nikolastag — dann gibt's Pfeffernüsse !
Das Berliner Volk ist auf dem rechten Wege. Die Monarchie ist den Ernst nicht mehr werth, sie ist pur und allein noch — lächerlich. Die Kartätschenmajestät, die vermuthlich auf schnellen Zuzug aus Rußland gerechnet hatte, wird durch Spott, Hohn, Ironie, sie wird selbst schon durch die Berliner Gassenjungen über die Seite geschafft. Man amüsirt sich am Friedrich Wilhelm, rex , ex !!! Wenn er auch noch ein Jahr oder so die Krone tragen sollte, so gebe ich zu bedenken , daß es einem zuweilen ein ganz angenehmes Vergnügen gewährt, eine Fliege ab und zu auf die Nase fliegen zu lassen. Seiner Zeit natürlich erlaubt man sich, das Vergnügen einzustellen.
Die Militärpatrouillen des Herrn von Wrangel sind angewiesen, den Berliner Witz mit gefälltem Ba- jonet anzugreifen. Wird auch nichts helfen, vorausgesetzt, Haß nicht die Casseler Schutzwache requirirt wird.
Die Bürgerwehr ist wiederholt aufgefordert, die Waffen abzuliefern. Man könne ihren Ungehorsam gar nicht begreifen, sie sollten sie ja nachher wieder haben. Ist das nicht zum Tollwerden?
Nach der Weserzeitung hat der König von Preußen geäußert, er sei mit seinem Gott im Reinen! Das ist sehr möglich, die Fürsten haben bekanntlich einen besondern Gott, der's so genau nicht nimmt und fünf gerade sein läßt. Uebrigenö wärS dem preußischen Volke viel zuträglicher, wenn Seine Majestät vor Aller- höchstdero Abschied erst die Geschichte mit dem Staatsschatz ins Reine brachte. Kaffendienst geht vor Gottesdienst!
Nachdem die Heidelberger Professoren-Zeitung seit Monaten vergeblich auf ein Vertrauensvotum gewartet hat, behauptet sie jetzt ganz naiv:
Misstrauen ist die erste Bürgerpflicht! Ganz unsere Ansicht, namentlich der Profefforenzeitung gegenüber!
Durch alle servilen Zeitungen laust jetzt mit Hin- weisung auf die deutschen democratischen Vereine, eine übersetzte Abhandlung über die Clubbs in Amerika Wir
behalten uns vor, allen denen, welche das Unsinnige jener Hinweisung nicht auf den ersten Blick begreifen einen besondern Artikel zu widmen.
Während das deutsche Volk mit den Füßen stampft, beschäftigt sich eine deutsche Königliche Hoheit, die im Sommer nachgemachte Schlangen in den Wäldern versteckt, um seinen Ministern ein Plaisir zu machen, mit förmlicher Ernennung von Leibgaulen. Ich habe die notion — sagen die Amerikaner — : Seine Königliche Hoheit will nächstens durchbrennen und sich dazu einen Gaul bereitwillig machen.
Nach dem König von Preußen soll geschossen sein. Vorläufig wär' aber nur die Wagenlaterne getroffen. Der Schütz hätte wissen müssen, daß Könige nicht mehr leuchten.
Der ex von Preußen ist der Ansicht:
„ Noch gibt eS keine Kronprätendenten in Preußen!"
Der Schlaukopf!
Man hört, den hiesigen Soldaten würden Vorlesungen über die Wiener und Berliner Ereignisse gehalten, des Inhalts:
Das Volk sei mit den Fürsten einverstanden, nur der Plebs — die Democraten, versteht sich! — sei im Aufstand. Also drauf!
Was haben jetzt die Ständeversammlungen und Regierungen der einzelnen Staaten zu thun?
> Sie haben der Centtalgewalt zu erklären, daß sie unverzüglich gegen die Despotie der preußischen und österreichischen Cabinette Waffengewalt anwenden solle, widrigenfalls die Reichssteuern verweigert würden.
Die Ständeversammlungen und Regierungen sind zu diesem Schritte verpflichtet, weil ein Nichteinschreiten gegen Preußens Majestät rc. die verfassungsmäßigen Rechte der einzelnen Staaten in Frage stellt, weder Centralgewalt noch Nationalversammlung aber die Befugniß haben, eine Vernichtung jener Rechte herbeizuführen.
Was haben jetzt die einzelnen Völker zu thun? Sie haben ihre Ständeversammlungen und Regierungen zur Abgabe jener Erklärung anzuhalten , mit dem Bedeuten, daß in letzter Instanz das Recht der Revolution gelte.