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und GerichtSknechte zu antworten. Oder wo sind in den Versammlungen der Armen und Gedrückten jene Propheten eurer Märzrevolution? Wo sind die glatten, schmeichelnden Worte, wo ist der Wahlspruch: Alles mit dem Volk? Wo sind die Lehrer, die wie Christus zu den Unglücklichen und Verwahrlosten standen, die eine neue Bibel, ein neues Buch zum Heile der Welt zu verfassen gelobten? Ich sehe sie nicht mehr! Oder nein! ich sehe und höre sie noch, aber nicht mehr in euerer Mitte, nicht mehr dort, wo sie in den Tagen der Revolurion standen; ich höre sie noch, aber ich höre sie euch lästern und verfluchen, ich sehe sie mit höhnender Miene, mit der Miene der Verachtung auf euch herabblicken , ich höre, daß sie für den Wahlspruch „Alles mit dem Volk!" einen andern, den Wahlspruch aller Tyrannen und Henker angenommen haben, den Wahlspruch: „Alles für das Volk!" Aus der Höhe ihrer Göttlichkeit, unberührt von dem Schmutz eurer Hände, von der wilden Gestalt eurer Gedanken und Gefühle, wollen sie nach ihrer Gnade und Barmherzigkeit , nach ihrer Weisheit und Gerechtigkeit euch das Manna zuwerfen, das sie euch zuträglich halten, in der Ferne und Ruhe der am Throne ihres Gottes liegenden Engel wollen sie eure Schmerzen erwägen, euer Elend überdenken, wollen sie eure Wünsche und Bitten, den Schrei eurer Seele seciren — nein, nein! sie wollen euern Schrei nicht einmal hören, der verzweifelte Aus- bruch eurer Schmerzen dünkt ihnen „Anarchie", dünkt ihnen eine neue, ungerechtfertigte „ Revolution", ihr sollt euer Elend nicht ans den Märkten ausweinen, sondern wie das Thier des Waldes im verborgensten Winkel , im tiefsten Dunkel, wohin nie der Fuß eurer zartfühlenden Herren tritt; ihr sollt nicht schreien, sondern nur lispeln, nicht weinen, sondern nur mit den Augen zucken, ihr sollt euern Jammer in der „gesetzlichen Form" auf „parlamentarische Weise" zu erkennen geben. Die Herren wissen schon, was ihr wollt, ehe denn ihr bittet. —
Die Zeiten haben sich also geändert. Die sociale Reform ist auf den Weg der gewöhnlichen Diskussion gedrängt, das arme Volk ist also um seine Revolution betrogen. Etwa nicht? Wohl, so fragt die kleinen Gewerbtreibenden, — fragt nicht den Arbeiter, dessen Antwort eine furchtbare Anklage, ein entsetzlicher Fluch über euch sein würde — nein, fragt den Gewerbtreiden- benden, der nicht mit Tausenden und aber Tausenden
am vornehmen Spiel eurer Wucherer sich betheiligen kann, fragt ihn einmal, wo er die Früchte der letzten Revolution verborgen hat? fragt ihn, ob sein Herz seit jener Zeit leichter geworden ist, ob er weniger den surchtbaren Druck einer kaum von heute auf morgen gesicherten Existenz fühlt, ob ihn eure Preßfreiheit und Geschwornengerichte, eure Bürgerministerien und Geld- adeligen das rathlose Suchen und Umhertappen nach „Arbeit" im großen Labyrinth, in der furchtbaren Anarchie der Gesellschaft vergessen lassen? Geht doch einmal hin und sagt mir dann, wo ihr den Jubel findet, der eine neue Zeit verkündet, sagt mir, wo die Begeisterung ist, die ihr für das große, deutsche Leben in Anspruch nehmt; geht einmal hin und sehet, ob jener starre, düstere, gleichgültige Sinn von den Menschen gewichen ist, die in die Revolution ihr altes, elendes Leben einsetzten, um nur etwas, etwas Sonne dafür einzutauschen.
(Fortsetzung folgt.)
Allerlei.
Dummköpfe behaupten fortwährend, die eben vollendete Ausnahme rechtfertige ihren Namen dadurch, daß fast ohne alle Ausnahme alle Residenzstädter davon ausgenommen worden seien. Purer Zufall!
Allons enfants de la patrie — d. h. zu deutsch: Jetzt marschirt ihr zur Deputirtenwahl, verdammte Sa- kermenter, und wählt den Baumbach!
? ? ?k? — Dieses hier bedeutet den Stallmeister C., wie er mit 36 Marställern auf den Stadtbau reitet, um die freie Wahl aufrecht zu erhalten.
Hül— fe!!!! Das Parlament in Frankfurt ist toll geworden! Henkel.
Das Parlament frißt in feiner Tollheit Staatsschätze! Henkel.
Das Parlament rast! Es will unsern Kurfürsten und die ganze Residenz fressen
Henkel.
Hier, meine Herren, sehen sie ein lebendiges Mittel gegen tolle Parlamenter und Centralgewälter. Aufgepaßt, meine Herren! Hier werden Sie sehen den Herrn von Baumbach, wie er dem Frankfurter Parlament unsern allergnädigsten Kurfürsten aus dem Rachen reißt. Haben Sie's bemerkt? Hier werden Sie bemerken, wie Se. Königliche Hoheit von dem Schrecken sehr angegriffen und abgemagert ist, und sich deshalb die Verminderung seiner Civilliste nicht gefallen läßt. Henkel.