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und Esel als seine Vertreter anzusehen, und wenn die Paulskirche beschließt, daß für die Folge gar kein Parlament mehr eristiren soll, sondern nur ein alter, guter deutscher Bund, so legt sich Herr Hahndorf in gutem Bewußtsein nieder, daß er und sein Volk ver­möge ihrer Souveränetät die Souveränetät an die Paulskirche, und die Paulskirche wieder vermöge ih­rer Souveränetät die Souveränetät an den Kaiser von Rußland übertragen habe.

Wer solchen Aberwitz verdauen kann, der verdaue ihn. Mir aber ist es klar, daß das Volk und nicht seine Vertreter souverän sind, und daß das Volk ein gutes, wohlbegründetes Recht hat, ein Recht, das mit Blut be­siegelt ist, seine Vertreter zu Frankfurt zum Teufel zu jagen, sobald sie eö wagen sollten, ihr Mandat zu miß­brauchen , und statt unserer Souveränetät Geltung zu verschaffen, sie hinter unserem Rücken verrathen, wie spitzbübische Verwalter unterschlagen. Mir ist es klar, daß das souveräne Volk am Schluffe seines VerfassungS- werks sich wieder vollkommen auf den frischen Boden seiner Märzrevolution stellen und dann prüfen muß, was die Baumeister mit dem ihnen gelieferten Material der Revolution getrieben, ob sie es, statt zum Bau der deutschen Freiheit zu verwenden, etwa verschachert, etwa benutzt haben, unsere Tyrannen wieder weicher zu bet­ten, sie wieder mit festeren Wällen zu umgeben. Wer das Recht dieser Prüfung leugnet, wer diese Prüfung einem zweiten Parlament übertragen will, der ist nicht etwa ein Schwachkopf, sondern ein politischer Taschen­spieler, ein politischer Jesuit. Oder ist etwas weniger klar, als daß das neue Parlament in den Formen zu­sammentritt , welche das alte bestimmt, und daß es also auch in solchen Formen zusammentreien kann, welche das Urtheil über die vorgelegte Verfassung in die Hände von Fürstenknechten bringt? Ist etwas weniger wahr, als daß wir vielleicht das Vergnügen haben könnten, für das zweite Parlament nach einem Beschlusse der National­versammlung nur noch Beamte oder Millionäre wählen zu dürfen? Ist eS nicht klar, daß man dem deutschen Volke in demselben Augenblick die Revolution auf­zwingt, wo man sie durch die Souveränetät der Paulökirche für beendet erklärt?

(Fortsetzung folgt.)

Allerlei.

Jur Nachricht für ein ungläubiges Publicum.

In Erwägung, daß Zeiselbär secundus, mit Bruder Zeiselbär primus — plus Fliegenschnäpper P. — ge­meinschaftlich die so treffliche Neue Hessische Zeitung zu Windbeutelöhausen schreibt und mit dem robbenschnauz­bärtigen Reichspostillion N., dem edlen Vollblut von Holzweg, dem graumelirten ReichSdeclamator K., dem

wohlgekupferten ReichSkanouier B. und dem kohlenhal­tigen, sonst standesprincip-vergessenen, Watz v. E., so treulich unter den Fahnen der Reaction sicht, ist dem­selben dieser seiner außerordentlichen Verdienste wegen, welche er sich dadurch um daö Reich erworben, — ohne das, für weniger qualificirte Naturen vorgeschriebene Vorbereitungs - Verfahren augetreten zu haben — die Hcentia practicandi im ganzen Reiche deutscher Na­tion gestattet worden und zwar von Rechtswegen! Wer so naseweis ist, letzteres nicht zu glauben, zahlt 4 Sgr. Strafe, Practicanten und Referendare dagegen ausnahmsweise, wegen schon mehrfach bewiesenem sträf­lichen Egoismus das Doppelte. Wornach sich jeder- männiglich zu achten und vor Schaden zu wahren. Alle Polizeibehörden sind zugleich aufgefordert, auf unzufrie­dene Mienen scharf zu invigiliren und etwaige Contra- venienten zur Anzeige zu bringen.

Alles von Reichs- und, wie gesagt, von Rechts­wegen.

Schöppenstädt, am Tage Simon Judae 1848.

Das Reichs - Justiz - Ministerium: v. Strauch quell.

Bescheidene Anfrage:

Hat der Neuhessischezeitungs-Oetker noch mehr Brü­der? Hat der Neuhessischezeitungs-Pfaff auch noch Brü­derschaft und weß Zeichens ist sie?

Es handelt sich nur um unserer andcrweiten Ein­richtung wegen.

Ein Schwarm guter hoffnungsvoller hungernder Referendare u. Practicanten.

Se. königliche Hoheit haben neulich geruht, die al­lerunwürdigste aller Mützen, die Mütze seines untertä­nigsten Dieners, des Försters Sch. von G., mit den Worten zu berühren: „ Diese Mütze ist Schuld am neuen Jagdgesetze!"

O Richard, Richard o!

Selbige Mütze hängt jetzt unter Glas in goldenem, prächtigem Rahmen im StaatSzimmer des Försters Sch. mit der sinnreichen Unterschrift:

„Mein Fürst qriff einst daran!"

Das ist denn doch der Chimborasso von Untertha­nendusel, das geht noch über die neuhessische Fracks­tollheit.

Der Knabencrawall dauert fort. Es ist unzweifel­haft, daß die Bevölkerung Cassels durch die Schuljugend terrorisirt wird und nur ein schleuniger Zuzug fremder Truppen die Anarchie zu steuern vermag.

Sämmtliche Behörden treten bis auf Weiteres außer Thätigkeit. Die Schuljugend.

DaS Militär verläßt innerhalb drei Stunden die Stadt. Die Lehrlinge.